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„Leider geht es nur um einen Preiskampf“ – so kommentieren Nutzer den Nestlé-Boykott durch Edeka

Montag, 19.02.2018 15:51 von Handelsblatt

Einige Nutzer in den sozialen Netzwerken werten den Boykott von Nestlé-Produkten durch Edeka als moralischen Akt – und kritisieren schließlich auch die Supermarktkette.

„Weiter so, Edeka“, twittert ein Nutzer am Montag. Grund für das Lob an die Supermarktkette ist der Boykott von einigen Nestlé-Produkten: „Nestlé ist ein Konzern, den niemand braucht. Eine absolute Imageaufwertung, wenn das durchgezogen wird. Da gehe ich noch lieber zu Edeka als zur Konkurrenz. #nature #futureisgreen“, so der Nutzer weiter.

Doch er geht von einer falschen Annahme aus, denn Edeka boykottiert Nestlé nicht aus ethischen Gründen. Und damit ist er nicht allein: Viele Nutzer reagieren begeistert auf den Handelsstreit.

„Edeka wirft Nestlé aus dem Regal. Ich feiere die gerade. Und dass die nicht wieder reinkommen, liegt auch an uns: es gibt so viele gute Alternativen zu Nestlé. Sogar faire und in Bio. #bigfoodade #bleibtstandhaft“, heißt es da unter anderem. Die Nutzer kritisieren den Konzern wegen seiner „zweifelhaften Rolle“ in Bezug auf „Umwelt, Menschenrechte, Massentierhaltung“.

In der Kritik steht Nestlé schon lange, weil das Unternehmen Palmöl in seinen Produkten verarbeitet und Wasserquellen privatisiert. Unter dem Hashtag #nestleboycott finden sich daher internationale Tweets, die den Konzern generell kritisieren und sich nicht auf den Boykott durch Edeka beziehen. Einige Nutzer berichten, sie boykottierten Nestlé bereits seit Jahren.

Dass Edeka 160 Nestlé-Produkte verbannt, um bessere Konditionen durchzusetzen, enttäuscht viele Nestlé-Kritiker: „Es geht nur ums (UMS Aktie) Geld und nicht um die Moral – schade“, schreibt ein Nutzer etwa. „War ja klar, dass es um Geld geht und nicht um moralische Grundsätze... wie konnte ich das nur kurz denken...“, heißt es außerdem.

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