Weniger Silber verfügbar: VM Group erwartet für 2009 Rückgang des Überschusses

Dienstag, 05.05.2009 12:19 von Björn Junker

Die steigende Nachfrage von Silber-ETFs (börsennotierten Fonds) und eine sinkende Minenproduktion werden wahrscheinlich dazu führen, dass im laufenden Jahr ein geringerer Silberüberschuss am Markt sein wird, berichten die Experten der VM Group in der neuesten Ausgabe ihres „Silver Book“.

Der Silberpreis fiel im Oktober 2008 auf ein Tief von 8,88 Dollar je Unze, hat sich seitdem aber wieder deutlich verbessert und sich dieses zwischen 12 und 14 Unzen eingependelt. Diese Erholung kann nach Ansicht der Analysten der VM Group vor allem auf die Such der Investoren nach einem Sicheren Hafen für ihr Kapital zurückgeführt werden.

Seit Ende Oktober sei die Investmentnachfrage rasant angestiegen, was aber auch zu Problemen führen könne, so die Experten. Denn zurzeit sei es hauptsächlich diese Investmentnachfrage, die den Silberpreis stütze, und jegliche Abflüsse würden großen Einfluss auf den Preis haben.

Die VM Group rechnet damit, dass die Industrienachfrage dieses Jahr deutlich niedriger ausfallen wird, während Produktionssenkungen und –aussetzungen bei Kupfer und Zink das Angebot an Silber, das dabei als Beiprodukt anfällt, deutlich einschränken werden. Die meisten Sektoren, in denen Silber als Endprodukt eingesetzt werde, sollten 2009 wenig oder gar nicht wachsen, und auch das Wachstum in den Bereichen RFID und Photovoltaik – Schlüsselmärkte für Silber – werde sich dieses Jahr verlangsamen.

Allerdings erwarten die Analysten, dass hier wieder Bewegung entsteht, sobald sich die weltwirtschaftliche Situation bessert. Man geht davon aus, dass die Nachfrage nach Photovoltaik oder Solarzellen 2010 robust sein wird, da ein Teil des US-Konjunkturprogramms an den Sektor für Erneuerbare Energien gehen soll.

Insgesamt würde die Angebots- und Nachfragesituation für 2009 auf einen sinkenden Silberüberschuss hindeuten, da die ETF-Nachfrage einen Teil der sinkenden Nachfrage aus der Industrie ausgleichen werde, während gleichzeitig das Silberangebot aus der Minenproduktion zurück gehe.

Laut der VM Group stelle dieser Überschuss das Silber dar, das für Investoren verfügbar sei. Und deren Appetit für das Metall werde die Preisentwicklung bestimmen.


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