SAP, Oracle & Co. – Cloud-Anbieter im Fokus der Marktteilnehmer

Mittwoch, 01.08.2018 11:15 von Jewgeni Ponomarev



Der Kurseinbruch bei Facebook und Twitter, nach der Vorlage ihrer Quartalszahlen, hat bei vielen Investoren für erhebliche Verunsicherung gesorgt. Die SAP-Aktie zeigt sich davon allerdings unbeeindruckt und notiert derzeit lediglich zwei Prozent unter dem Rekordhoch.

Angetrieben vom Cloud-Bereich, der im vergangenen Quartal um stattliche 30 Prozent gewachsen ist, floriert das Geschäft des größten europäischen Softwareanbieters (SAP). Vorstandschef Bill McDermott hat daher die 2018er-Prognose speziell für das Cloudgeschäft, aber auch für den Konzernumsatz insgesamt leicht angehoben. So soll der Konzernerlös währungsbereinigt um 6 bis 7,5 Prozent zulegen.

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Wie bedeutend die Datenwolke für viele Technik-Unternehmen ist, zeigen die Prognosen und Ergebnisse anderer Firmen aus diesem Segment, etwa die des mit Abstand weltweit größten Branchenprimus im Cloud-Geschäft: Amazon. Der Konzern hat im vergangenen Quartal seinen Umsatz in dem Bereich um 49 Prozent auf 6,11 Mrd. Dollar gesteigert und damit das hohe Wachstumstempo des Vorquartals aufrechterhalten. Die Researchfirma Gartner prognostiziert, dass der Cloud-Markt für Geschäftsprozess-Dienstleistungen zwischen 2017 und 2021 von 42,6 Mrd. Dollar auf 58,4 Mrd. Dollar wachsen wird. SAP und Amazon müssen sich den Kuchen allerdings mit einigen anderen Tech-Firmen teilen, wie etwa Microsoft und Salesforce.

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Vielversprechendes Wachstumsfeld im Visier

Großes Wachstumspotenzial hat SAP als weltgrößter Anbieter von Software zur Unternehmensplanung (ERP) auch im Bereich Kundenmanagement (CRM) ausgemacht und will damit den dortigen Branchenprimus Salesforce angreifen. McDermott plant mit einem neuen Angebot, das Programme für Marketing, Vertrieb und Kundenservice bündelt, den Umsatz in diesem Bereich in den nächsten zwei Jahren zu verdoppeln.

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Bei Oracle haben sich die Investoren nach der Warnung von Finanzchefin Safra Catz zuletzt Sorgen gemacht. Sie warnte, dass der Konzernerlös im ersten Quartal des Fiskaljahres 2018/19 um lediglich ein bis drei Prozent wachsen werde und der Konzern bei der Aufholjagd im Cloud-Geschäft gegenüber Unternehmen wie Amazon, Microsoft und Salesforce nicht so schnell vorankommen könne. Dennoch konnte die Aktie zuletzt eine Kurserholung verzeichnen.

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Quelle: HSBC


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