Raiffeisen Bank in Wien bekommt Russland-Sanktionen zu spüren

Donnerstag, 08.01.2015 20:26 von Klaus Stopp

Ihre ganz besonderen Gründe für ein Ende der EU-Sanktionen gegen Russland dürfte auch die Raiffeisen Bank International haben. Das in Osteuropa stark engagierte österreichische Institut muss Wertberichtigungen vornehmen, nachdem ihre russische Tochter ZAO, die bisher eine wichtige Ertragsbringerin war, deutlich weniger Gewinne einfährt.
Die ZAO Raiffeisenbank gilt als eine der größten ausländischen Banken in Russland. Durch den Rubel-Verfall schrumpft allerdings deren Eigenkapital. Hinzu kommt die Gefahr, dass durch die stockende Wirtschaftsentwicklung die Anzahl der faulen Kredite zunehmen wird. Noch aber sieht der Vorstand keinen Anlass, das Eigenkapital aufzustocken.

Auch in Polen geraten Genossenschaftsbanken ins Wanken. Allerdings ist dort der Fall anders gelagert als in Wien. Und zwar soll rund jede zweite der 55 polnischen Genossenschaftsbanken vor der Pleite stehen. Es ist davon auszugehen, dass das Gros der polnischen Genossenschaftsbanken entweder umstrukturiert oder an die Geschäftsbanken veräußert werden muss. Weil sich die Branche außerhalb der öffentlichen Aufsicht befunden hat, müssen nun „Aufräumarbeiten“ erledigt werden, heißt es bei der polnischen Regulierungsbehörde.

Zwei Institute, die bereits in Konkurs gegangenen sind, haben schon 25% des polnischen Banken-Garantiefonds aufgebraucht. In der sechstgrößten Volkswirtschaft der EU hofft man nun darauf, dass die gemeinsame Einlagensicherung der EU bald kommt.




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Klaus Stopp ist Head of Market Making Bonds bei der Baader Bank AG. Baader betreut an den Börsenplätzen Berlin, Frankfurt und München u.a. den Handel mit Anleihen und betreut Deutschlands führende Anleihen-Website Bondboard.
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