Pain Trades: Wenn der Schmerz am größten wird

Montag, 06.08.2018 13:59 von Jochen Stanzl

Womit wir es an den Weltbörsen gerade zu tun haben ist wachsender Schmerz der Schwellenländer durch die Dreieinigkeit steigender Zinsen, Dollar-Notierungen und Ölpreise.

 

Beispiel China

 

Vor zehn Jahren hatte die Staatsverschuldung Chinas noch 141% betragen. Heute, zehn Jahre nach der Finanzkrise, liegt sie bei 300%. Länder, die so schnell so große Mengen an Schulden aufnehmen laufen Gefahr einer harten Landung der eigenen Volkswirtschaft. Der IWF, die OECD, private Banken, Akademiker – sie alle warnen vor den Gefahren, die von China auf die Weltwirtschaft ausstrahlen.

 

Der IWF identifizierte in der Vergangenheit 43 Länder, die ihre Schuldenquoten in fünf Jahren um mehr als 30 Prozentpunkte vergrößert haben. In allen dieser Fälle kam es anschließend entweder zu einer maßgeblichen Wachstumsverlangsamung oder sogar zu einer Finanzkrise. Chinas Schuldenquote wuchs in den vergangenen fünf Jahren um 43 Prozentpunkte. Da China diesen Anstieg von einem erhöhten Niveau aus startete wächst jetzt die Gefahr für Folgeprobleme, meint der IWF.

 

Auch die Märkte schlagen Alarm. Der Dollar nähert sich schnell der 7-Yuan-Marke. Daumenregel: Desto höher USD/CNH steigt, desto weiter wertet der Yuan ab und desto höher bewertet der Markt die Gefahr einer harten Landung der chinesischen Volkswirtschaft.

 

 

Reflexartig erließ Chinas Notenbank am Freitag höhere Margenanforderungen für Leerverkäufer, die am FX-Markt auf fallende Kurse im Yuan setzen möchten. Das half, die Situation zu beruhigen. Neue Trump-Drohungen per Twitter könnten aber schon reichen, um die Situation erneut anzuheizen. Anleger können auf CMC Markets den Yuan per CFD long und short handeln, gegenüber dem Dollar und fünf weiteren Währungen.

 

Beispiel Türkei

 

Die Türkei muss alleine in diesem Jahr ausländischen Gläubigern 180 Milliarden USD zurückbezahlen. Außerdem benötigt das Land, dem es wirtschaftlich immer schlechter geht, weiteres Kapital aus dem Ausland. Allerdings sorgten Äußerungen des türkischen Präsidenten Erdogan, künftig stärkeren Einfluss auf die eigene Zentralbank nehmen zu wollen, für Unverständnis im Ausland.

 

Zuletzt beschleunigten vor allem Sanktionen der USA gegen zwei türkische Minister eine Rolle bei der Abwertung der türkischen Lira. Die USA verhängten die Sanktionen, da die beiden Minister bei der Inhaftierung eines US-amerikanischen Pastors in der Türkei beteiligt gewesen sein sollen.

 

Die türkische Lira wertet schnell ab. Investoren setzen auf fallende Kurse der Lira, während Anleger in der Angst vor weiteren Währungsverlusten Kapital abziehen. Wie China hat auch die Türkei immer mehr Probleme die Kredite in ausländischen Devisen zu bezahlen, da die eigene Währung immer weiter abwertet. Auch die türkische Lira können Anleger bei CMC Markets per CFD long und short handeln, etwa gegenüber dem Euro.

 

 

Die Fed will weiter straffen

 

Die amerikanische Notenbank beabsichtigt weitere Leitzinsanhebungen. Die Wahrscheinlichkeit für eine weitere Zinsanhebung am Abend des 26. September auf dann 2,25% wird auf 93% veranschlagt. Danach sollen noch drei weitere Zinsanhebungen kommen, bevor dann bei 3% ein Plateau erreicht sein könnte. Wenn Trump China handelspolitisch unter Druck setzen möchte müsste er eigentlich diesen Kurs der seriellen Zinsanhebungen befürworten, anstatt ihn zu kritisieren. Denn es gilt: Umso höher die Zinsen steigen desto mehr wächst der Druck auf die Schwellenländer, die in Dollarkrediten verschuldet sind.

 

Anleger sollten diese Entwicklungen engmaschig im Blick behalten. Jene von Trump gegen andere Länder in Stellung gebrachte Strafzölle lassen sich theoretisch von heute auf morgen wieder deaktivieren und werden dann nur temporären Schaden angerichtet haben, wenn man sich am Ende einmal geeinigt hat. Wird der Druck auf die hoch verschuldeten Schwellenländer aber auf dem Weg dorthin zu groß kann es zu Krisen kommen, die dauerhaften Schaden anrichten.

 

Setzen Sie sich jetzt die beiden Währungen etwa bei CMC Markets auf Ihre Beobachtungsliste. Sie dienen derzeit als sensibler Seismograph für mögliche Probleme auf dem Finanzsektor.

 

CFDs sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 78% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

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Bevor Jochen Stanzl 2015 zu CMC Markets kam, startete er seine Karriere in der Finanzdienstleistungsbranche als Mitbegründer der BörseGo AG. Heute präsentiert er täglich "CMC Espresso", ein Video mit Marktprognosen, das auf dem deutschsprachigen YouTube Kanal von CMC Markets zu sehen ist.
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