Insiderkäufe bei Mensch und Maschine: Der Chef greift zu

Dienstag, 04.11.2014 11:34 von Christoph Martin

Adi Drotleff bleibt sich treu. Seit Anfang 2006 hat der Gründer und CEO von Mensch und Maschine (MuM) persönlich mehr als 1,4 Mio. MuM-Aktien erworben und dafür über 7 Mio. Euro investiert. Den jüngsten Kursrutsch hat Drotleff abermals für Käufe genutzt, wie er in einem aktuellen Interview verrät: „Ich selber habe bei dem reichlich unmotivierten Kursrutsch im letzten Monat beherzt zugekauft, zumal allein die Dividendenrendite mit über 3 Prozent ja phantastisch ist.“

Gewinn verdoppelt

Der zwischenzeitliche Kursrutsch im Oktober hatte keine operativen Gründe, wie ein Blick auf die Q3-Zahlen zeigt. Die Oberbayern befinden sich weiterhin auf Wachstumskurs und konnten dabei die operative Marge abermals ausbauen. Bei einem Umsatzwachstum von 14 Prozent auf 32,3 Mio. Euro konnte der CAD/CAM-Spezialist im dritten Quartal das EBITDA um 76 Prozent auf 1,88 Mio. Euro steigern. In den ersten neun Monaten 2014 hat sich der Nachsteuergewinn mit einem Anstieg um 116 Prozent auf 2,81 Mio. Euro mehr als verdoppelt, der Gewinn je Aktie kletterte auf 18 Cent nach 8,5 Cent im Vorjahr.

Weiteres Margenpotenzial

Im Software-Segment hat MuM in den ersten neun Monaten die EBITDA-Marge gegenüber dem Vorjahr von 15,0 Prozent auf stattliche 17,4 Prozent gesteigert. „Hier liegt das Mittelfristziel bis 2018 bei gut 22 Prozent, die wir schrittweise erreichen wollen. Das ist dann noch nicht das Ende der Fahnenstange, denn Software ist ein sehr profitables Geschäft, vor allem durch den hohen Anteil an wiederkehrenden Wartungsvertrags-Einnahmen. Erst ab 25 Prozent dürfte hier die Luft etwas dünner werden“, zeigt sich Drotleff zuversichtlich.  Im Segment Systemhaus peilt der Konzernlenker bis 2018 einen Margensprung von 3,5 Prozent auf 9 Prozent an.

Starkes viertes Quartal erwartet

Für das laufende Schlussquartal stellt Drotleff bei Umsätzen von 37 Mio. Euro eine Gewinnverdopplung auf 2,7 Mio. Euro bzw. 17 Cent je Aktie in Aussicht: „Viele Kunden tendieren zur Anschaffung von Softwarelösungen zum Jahresende, deshalb haben wir immer ein relativ gutes Schlussquartal. Der Geschäftsverlauf im Oktober und eine ordentlich gefüllte Angebots-Pipeline deuten auch heuer klar in diese Richtung.“ Und auch mittelfristig hat der MuM-CEO ehrgeizige Ziele: Bis 2018 will er die Konzernerlöse auf über 210 Mio. Euro und den Gewinn je Aktie auf rund einen Euro steigern. Intern rechnet er mit Szenarien zwischen 3 und 6 Mio. Euro EBITDA-Zuwachs im Konzern pro Jahr.

Kurse oberhalb von 10 Euro“

Eine frohe Kunde hat Drotleff auch für Dividendenfans: „Wir streben mittelfristig eine Ausschüttungsquote um die 50 Prozent an, d. h. man kann bei einem EPS-Anstieg auf einen Euro mit einer Dividende von etwa 50 Cent je Aktie rechnen.“ Um den Aktienkurs macht sich der Konzernlenker dabei keine Sorgen: „Und wenn das EPS erst einmal für jedermann sichtbar auf dem Weg in Richtung ein Euro ist, dann werden wir auch Kurse oberhalb von 10 Euro sehen.“ Weitsichtige Anleger folgen dem Beispiel des Insiders.

Ihr Christoph Martin

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