Montag, 30.01.2023 12:47 von Michael Jakob, AlleAktien | Aufrufe: 291

Aktie des Tages: Mastercard

Mastercard ist ein börsennotiertes Technologieunternehmen aus dem Finanzbereich mit dem Firmensitz in New York, Vereinigte Staaten.
Sie verbinden weltweit Konsumenten, Banken und Händler miteinander. Insgesamt haben sie mehr als 2,5 Milliarden Kreditkarten ausgeben und ermöglichen somit eine Alternative zu Zahlungen mit Bargeld und profitieren unmittelbar vom Trend des Online-Shoppings. Seit dem Börsengang im Jahr 2006 hat sich die Aktie mehr als verfünfzigfacht.

Geschichte

1950: erstmalig wurde in New York von rund 25 Restaurants die „Diners Club“- Karte ausgegeben, um ihr Geschäft anzukurbeln. Es wurde jeweils den besten Kunden eine Karte gegeben, mit welcher sie sofort konsumieren können und dafür erst später bezahlen.

1966: Mastercard, ursprünglich als Interbank bekannt, bevor es zu Master Charge wurde, wurde 1966 gegründet. Das Unternehmen entstand aus einem Zusammenschluss mehrerer regionaler Bankkartenverbände, die auf den Erfolg der BankAmericard der Bank of America reagierten, die später weltweit als Visa bekannt wurde.

1973: Schaffung des ersten computergestützten (INAS) Genehmigungs-, Clearing- und Abrechnungsverfahrens.

1974: Die Einführung des ersten Magnetstreifens auf der Rückseite der Kreditkarten, der die Autorisierung wesentlich effizienter macht und zur Reduzierung von Betrug beiträgt.

1975: Hier kommt das System INET ins Spiel, das einen elektronischen Austausch zwischen den Mitgliedern von Master Charge ermöglicht. Es reduziert die Notwendigkeit, Kreditkartenbelege zu versenden, indem es den gesamten Autorisierungsprozess automatisiert.

1979: Umbenennung zu Mastercard.

1988: MasterCard hat Cirrus, das weltweit größte Geldautomatennetz, für 34 Millionen Dollar gekauft. Mit diesem Kauf stieg MasterCard in die Welt der Geldautomatennetze ein und schuf das MasterCard/Cirrus Geldautomatennetz, das es MasterCard ermöglicht, seinen Karteninhabern schnell und einfach Bargeld zu liefern.

1991: Setzte MasterCard sein Wachstum fort, indem es sich mit Europay International zusammenschloss, um Maestro einzuführen, ein weltweites POS-Debit-Netzwerk (Point-of-Sale), das es den Kunden ermöglichte, ihre Debitkarten anstelle von Bargeld überall dort einzusetzen, wo sie ein MasterCard-Logo sahen

2006: MasterCard geht an die Börse und verkauft 95,5 Millionen Aktien zum Preis von 39 $ pro Aktie mit dem NYSE-Tickersymbol MA.

2016: MasterCard führte ein neues Branding ein, mit einer Namensänderung in Mastercard und einem neuen Firmenlogo, das die inzwischen bekannten überlappenden Kreise und das Wort Mastercard unterhalb des Logos enthält.

Heute hat Mastercard mehr als 680 Millionen Kredit- und Chargenkarten mit dem Mastercard-Logo ausgegeben. Des Weiteren gibt es 35 Millionen Mastercard Akzeptanzstellen und davon alleine in Deutschland rund 515.000 sowie 1,2 Millionen Automaten bei welchen man sich Bargeld auszahlen lassen kann. Mastercard ist inzwischen in der Lage, bis zu 300.000 Transaktionen pro Minute abzuwickeln.

Mission

Mastercard hat sich das Ziel gesetzt, den Zahlungsverkehr immer und überall zu ermöglichen. Sie wollen ein zuverlässiges, einfach zugängliches und sicheres Netzwerk für Zahlungsverkehr bereitstellen. Innovation und Digitalisierung wird bei ihnen großgeschrieben.

Management

Michael Miebach ist seit Jänner 2021 Geschäftsführer von Mastercard. Er hat einen MBA von der Universität Passau erhalten. Vor seinem Einstieg bei Mastercard im Jahr 2010 war er bei der Barclays Bank PLC als Managing Director angestellt. In seiner Karrierelaufbahn bei Mastercard war er zuerst als Präsident für den Nahen Osten & Afrika tätig. Im Jahr 2016 wurde er Chief Product Office, bis er dann im Jahr 2021 zu CEO einberufen wurde. Ajay Bange, der Ex-CEO, welcher eine exzellente Performance in der Zeit als Geschäftsführer an den Tag gelegt hat, ist immer noch als Executive Chairman tätig.

Branche

Die Bezahl-Industrie ist eine grundsätzlich wachsende Branche, mit einer engen Koppelung zur weltweiten Wirtschaftsentwicklung. Je mehr Wohlstand es auf der Welt gibt, umso mehr Geld haben die Unternehmen und Bürger zur Verfügung, um dieses wiederum auszugeben.

Die Summe den weltweiten Bezahlvorgängen wächst etwa mit 5 % pro Jahr. Das bargeldlose Bezahlen hingegen nimmt etwa doppelt so schnell zu. Hier gibt es ein Wachstum von 9-10 % pro Jahr. Der Wettbewerbsdruck in dieser Branche ist eher gering. Apple Pay, Paypal usw. sind zwar Konkurrenten, dennoch von der Infrastruktur von Mastercard und Visa abhängig. Ungefähr 3 % des Umsatzes werden an Gebühren verlangt, den Großteil der Gebühren erhält die Bank, lediglich 0,2 % fließen an Mastercard oder Visa.

Geschäftsmodell

Mastercard verdient Geld mit der Übermittlung von Informationen zwischen Kunden und Händlern.

Ein Geschäft per Kreditkarte läuft nach dem dargestellten Schema ab:

  1. Zuerst kauft ein Kunde einen Artikel und bezahlt diesen mit der Mastercard-Karte.
  2. Das Bezahlterminal des Händlers übermittelt die Kaufdaten über das Mastercard-Kreditkartennetzwerk weiter an die Bank des Kunden
  3. Die Kundenbank entscheidet, ob die Zahlung akzeptiert wird
  4. Die Informationen werden zurück über das Kreditkartennetzwerk und die Händlerbank an das Händlerterminal geschickt.
  5. Insofern die Zahlung bestätigt wurde, erhält der Kunde seine Artikel und der Händler die Garantie der Zahlung
  6. Die Kundenbank sammelt alle Zahlungen und leitet diese gebündelt an den Händler

Wichtig ist dabei, dass Mastercard mit der Kreditkarte an sich wenig zu tun haben. Der Name steht zwar auf der Karte, dennoch hat die Kundenbank die ganzen Chancen und Risiken durch den Kredit. Die Gebühren, welche Mastercard erhält, beziffern sich auf etwa 0,2 % der Zahlung und das bei sehr geringen Selbstkosten.

Das alles geschieht in Sekundenbruchteils, unabhängig ob online, offline, PayPal etc. Mastercard ist so gut wie immer die Schnittstelle. Um sich den dynamischen Entwicklungen der Zahlungsmöglichkeiten anzupassen, hat sich Mastercard eine Partnerschaft mit der Krypto-Geldbörse Wirex gesichert und forscht aktiv an der Blockchain-Technologie, um die Zukunft der Blockchain mitzuformen.

Mastercard AlleAktien Qualitätsscore

Mastercard erreicht 10 von 10 Punkte im AlleAktien Qualitätsscore. Besonders hervorzuheben ist die extrem hohe Eigenkapitalrendite, die geringe Verschuldung und das hohe Wachstum. Die operative Marge beläuft sich auf 53 %. Abzugspunkte gibt es keine.

Mastercard erzielt in unserem AlleAktien Qualitätsscore 10 von 10 Punkten und zählt damit zu den besten Qualitätsaktien.


Dir hat die Aktie des Tages gefallen? – Dann wirst du AlleAktien Premium lieben!

Lese die gesamte Mastercard-Analyse hier kostenlos: https://www.alleaktien.de/aktie/mastercard-aktie-analyse/?pa=ariva

Teste AlleAktien 30 Tage kostenlos: https://www.alleaktien.de/lp2?pa=ariva

Erstklassige Kennzahlen und Fair Value kostenlos auf https://eulerpool.com

Mastercard ist ein börsennotiertes Technologieunternehmen aus dem Finanzbereich mit dem Firmensitz in New York, Vereinigte Staaten.
Sie verbinden weltweit Konsumenten, Banken und Händler miteinander. Insgesamt haben sie mehr als 2,5 Milliarden Kreditkarten ausgeben und ermöglichen somit eine Alternative zu Zahlungen mit Bargeld und profitieren unmittelbar vom Trend des Online-Shoppings. Seit dem Börsengang im Jahr 2006 hat sich die Aktie mehr als verfünfzigfacht.

Geschichte

1950: erstmalig wurde in New York von rund 25 Restaurants die „Diners Club“- Karte ausgegeben, um ihr Geschäft anzukurbeln. Es wurde jeweils den besten Kunden eine Karte gegeben, mit welcher sie sofort konsumieren können und dafür erst später bezahlen.

1966: Mastercard, ursprünglich als Interbank bekannt, bevor es zu Master Charge wurde, wurde 1966 gegründet. Das Unternehmen entstand aus einem Zusammenschluss mehrerer regionaler Bankkartenverbände, die auf den Erfolg der BankAmericard der Bank of America reagierten, die später weltweit als Visa bekannt wurde.

1973: Schaffung des ersten computergestützten (INAS) Genehmigungs-, Clearing- und Abrechnungsverfahrens.

1974: Die Einführung des ersten Magnetstreifens auf der Rückseite der Kreditkarten, der die Autorisierung wesentlich effizienter macht und zur Reduzierung von Betrug beiträgt.

1975: Hier kommt das System INET ins Spiel, das einen elektronischen Austausch zwischen den Mitgliedern von Master Charge ermöglicht. Es reduziert die Notwendigkeit, Kreditkartenbelege zu versenden, indem es den gesamten Autorisierungsprozess automatisiert.

1979: Umbenennung zu Mastercard.

1988: MasterCard hat Cirrus, das weltweit größte Geldautomatennetz, für 34 Millionen Dollar gekauft. Mit diesem Kauf stieg MasterCard in die Welt der Geldautomatennetze ein und schuf das MasterCard/Cirrus Geldautomatennetz, das es MasterCard ermöglicht, seinen Karteninhabern schnell und einfach Bargeld zu liefern.

1991: Setzte MasterCard sein Wachstum fort, indem es sich mit Europay International zusammenschloss, um Maestro einzuführen, ein weltweites POS-Debit-Netzwerk (Point-of-Sale), das es den Kunden ermöglichte, ihre Debitkarten anstelle von Bargeld überall dort einzusetzen, wo sie ein MasterCard-Logo sahen

2006: MasterCard geht an die Börse und verkauft 95,5 Millionen Aktien zum Preis von 39 $ pro Aktie mit dem NYSE-Tickersymbol MA.

2016: MasterCard führte ein neues Branding ein, mit einer Namensänderung in Mastercard und einem neuen Firmenlogo, das die inzwischen bekannten überlappenden Kreise und das Wort Mastercard unterhalb des Logos enthält.

Heute hat Mastercard mehr als 680 Millionen Kredit- und Chargenkarten mit dem Mastercard-Logo ausgegeben. Des Weiteren gibt es 35 Millionen Mastercard Akzeptanzstellen und davon alleine in Deutschland rund 515.000 sowie 1,2 Millionen Automaten bei welchen man sich Bargeld auszahlen lassen kann. Mastercard ist inzwischen in der Lage, bis zu 300.000 Transaktionen pro Minute abzuwickeln.

Mission

Mastercard hat sich das Ziel gesetzt, den Zahlungsverkehr immer und überall zu ermöglichen. Sie wollen ein zuverlässiges, einfach zugängliches und sicheres Netzwerk für Zahlungsverkehr bereitstellen. Innovation und Digitalisierung wird bei ihnen großgeschrieben.

Management

Michael Miebach ist seit Jänner 2021 Geschäftsführer von Mastercard. Er hat einen MBA von der Universität Passau erhalten. Vor seinem Einstieg bei Mastercard im Jahr 2010 war er bei der Barclays Bank PLC als Managing Director angestellt. In seiner Karrierelaufbahn bei Mastercard war er zuerst als Präsident für den Nahen Osten & Afrika tätig. Im Jahr 2016 wurde er Chief Product Office, bis er dann im Jahr 2021 zu CEO einberufen wurde. Ajay Bange, der Ex-CEO, welcher eine exzellente Performance in der Zeit als Geschäftsführer an den Tag gelegt hat, ist immer noch als Executive Chairman tätig.

Branche

Die Bezahl-Industrie ist eine grundsätzlich wachsende Branche, mit einer engen Koppelung zur weltweiten Wirtschaftsentwicklung. Je mehr Wohlstand es auf der Welt gibt, umso mehr Geld haben die Unternehmen und Bürger zur Verfügung, um dieses wiederum auszugeben.

Die Summe den weltweiten Bezahlvorgängen wächst etwa mit 5 % pro Jahr. Das bargeldlose Bezahlen hingegen nimmt etwa doppelt so schnell zu. Hier gibt es ein Wachstum von 9-10 % pro Jahr. Der Wettbewerbsdruck in dieser Branche ist eher gering. Apple Pay, Paypal usw. sind zwar Konkurrenten, dennoch von der Infrastruktur von Mastercard und Visa abhängig. Ungefähr 3 % des Umsatzes werden an Gebühren verlangt, den Großteil der Gebühren erhält die Bank, lediglich 0,2 % fließen an Mastercard oder Visa.

Geschäftsmodell

Mastercard verdient Geld mit der Übermittlung von Informationen zwischen Kunden und Händlern.

Ein Geschäft per Kreditkarte läuft nach dem dargestellten Schema ab:

  1. Zuerst kauft ein Kunde einen Artikel und bezahlt diesen mit der Mastercard-Karte.
  2. Das Bezahlterminal des Händlers übermittelt die Kaufdaten über das Mastercard-Kreditkartennetzwerk weiter an die Bank des Kunden
  3. Die Kundenbank entscheidet, ob die Zahlung akzeptiert wird
  4. Die Informationen werden zurück über das Kreditkartennetzwerk und die Händlerbank an das Händlerterminal geschickt.
  5. Insofern die Zahlung bestätigt wurde, erhält der Kunde seine Artikel und der Händler die Garantie der Zahlung
  6. Die Kundenbank sammelt alle Zahlungen und leitet diese gebündelt an den Händler

Wichtig ist dabei, dass Mastercard mit der Kreditkarte an sich wenig zu tun haben. Der Name steht zwar auf der Karte, dennoch hat die Kundenbank die ganzen Chancen und Risiken durch den Kredit. Die Gebühren, welche Mastercard erhält, beziffern sich auf etwa 0,2 % der Zahlung und das bei sehr geringen Selbstkosten.

Das alles geschieht in Sekundenbruchteils, unabhängig ob online, offline, PayPal etc. Mastercard ist so gut wie immer die Schnittstelle. Um sich den dynamischen Entwicklungen der Zahlungsmöglichkeiten anzupassen, hat sich Mastercard eine Partnerschaft mit der Krypto-Geldbörse Wirex gesichert und forscht aktiv an der Blockchain-Technologie, um die Zukunft der Blockchain mitzuformen.

Mastercard AlleAktien Qualitätsscore

Mastercard erreicht 10 von 10 Punkte im AlleAktien Qualitätsscore. Besonders hervorzuheben ist die extrem hohe Eigenkapitalrendite, die geringe Verschuldung und das hohe Wachstum. Die operative Marge beläuft sich auf 53 %. Abzugspunkte gibt es keine.

Mastercard erzielt in unserem AlleAktien Qualitätsscore 10 von 10 Punkten und zählt damit zu den besten Qualitätsaktien.


Dir hat die Aktie des Tages gefallen? – Dann wirst du AlleAktien Premium lieben!

Lese die gesamte Mastercard-Analyse hier kostenlos: https://www.alleaktien.de/aktie/mastercard-aktie-analyse/?pa=ariva

Teste AlleAktien 30 Tage kostenlos: https://www.alleaktien.de/lp2?pa=ariva

Erstklassige Kennzahlen und Fair Value kostenlos auf https://eulerpool.com


Über den Autor

RSS-Feed


AlleAktien
AlleAktien.de recherchiert und publiziert Deutschlands beste Aktienanalysen für langfristig-denkende Privatanleger und moderne Vermögensverwalter. Michael C. Jakob, Gründer und Geschäftsführer von AlleAktien. Vor AlleAktien war er bei der Schweizer Bank UBS in Zürich und der globalen Managementberatung McKinsey&Company. Er studierte Informatik und Management in Deutschland, Schweiz, China und den Vereinigten Staaten von Amerika. Uns zeichnet aus, dass wir uns zwei bis sechs Wochen in Vollzeit mit einer einzigen Aktie befassen. Wir recherchieren intensiv zum Geschäftsmodell, Management, Markt, Investor Relations und führen Interviews mit Mitarbeitern, bevor wir eine Investment-Entscheidung treffen. Nur wer tiefgreifend versteht, was seine Unternehmen machen, kann langfristig erfolgreicher Investor werden - und bleibt beim Kursrutsch wie im März 2020 entspannt.

Mehr Nachrichten kostenlos abonnieren

Werbung
E-Mail-Adresse
Benachrichtigungen von ARIVA.DE
(Mit der Bestellung akzeptieren Sie die Datenschutzhinweise)

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.