Dienstag, 25.01.2022 18:02 von dpa-AFX | Aufrufe: 259

Johnson: Deutschland muss bei russischem Gas Opfer bringen

In der Downing Street in London residieren die englischen Premierminister. pixabay.com

LONDON (dpa-AFX) - Angesichts der angespannten Lage zwischen Russland und der Ukraine hat der britische Premier Boris Johnson Deutschland aufgefordert, seine Abhängigkeit von russischem Gas zu verringern. Zuvor hatte bereits Außenministerin Liz Truss im Falle einer Eskalation ein Aus für die umstrittene Erdgas-Pipeline Nord Stream 2 zwischen Russland und Deutschland gefordert.

Man müsse respektieren, dass Deutschland abhängiger von russischem Gas sei als Großbritannien, sagte Johnson am Dienstag auf die Frage eines Abgeordneten im Londoner Unterhaus. "Ihr Opfer wäre ziemlich groß, aber wir müssen darauf hoffen, dass sie um des Friedens Willen dieses Opfer bringen", sagte der konservative Politiker im Hinblick auf die Bundesrepublik. Deutschlands Rolle sei absolut entscheidend.

Angesichts eines massiven russischen Truppenaufmarsches in der Nähe der Ukraine wird im Westen befürchtet, dass der Kreml einen Einmarsch in das Nachbarland planen könnte. Für möglich wird allerdings auch gehalten, dass nur Ängste geschürt werden sollen, um die Nato-Staaten zu Zugeständnissen bei Forderungen nach neuen Sicherheitsgarantien zu bewegen. Erklärtes Ziel Russlands ist es etwa, dass die Nato auf eine weitere Osterweiterung verzichtet und ihre Streitkräfte aus östlichen Bündnisstaaten abzieht. Die Nato, aber auch die EU lehnen diese Forderungen als inakzeptabel ab./swe/DP/nas

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