Montag, 03.05.2021 10:21 von dpa-AFX | Aufrufe: 210

Iran dementiert Deal zur Freilassung von inhaftierten Doppelstaatlern

Die Flagge des Iran. pixabay.com

TEHERAN (dpa-AFX) - Der Iran hat Medienberichte über einen Deal, wonach fünf inhaftierte Doppelstaatler freigekauft werden könnten, dementiert. "Medienberichte und Aussagen sogenannter informierter Quellen bestätigen wir grundsätzlich nicht," sagte Außenamtssprecher Said Chatibsadeh am Montag. Die eingefrorenen iranischen Konten in ausländischen Banken hätten nichts mit einem Gefangenenaustausch zu tun, so der Sprecher auf einer Pressekonferenz in Teheran. Er räumte jedoch ein, dass es in diesem Zusammenhang immer wieder Gespräche, auch mit den USA, über Gefangenenaustausch gegeben habe.


Der libanesische Nachrichtensender Al-Mayadeen hatte am Sonntag berichtet, dass insgesamt fünf im Iran inhaftierte Doppelstaatler freigekauft werden sollen. Der Sender bezog sich dabei auf gut informierte Quellen im Iran. Dem Bericht zufolge, der auch im iranischen Staatsfernsehen erwähnt wurde, gehe es um vier Gefangene aus den USA und eine aus Großbritannien. Für die vier Iran-Amerikaner sollte der Iran 7 Milliarden Dollar (Dollarkurs) (5,8 Milliarden Euro) und für die Britin 400 Millionen Pfund (460 Millionen Euro) aus den seit Jahren gesperrten iranischen Konten erhalten.

Al-Mayadeen nannte zwar keine Namen, aber bei den vier US-Bürgern gehe es voraussichtlich um drei Geschäftsmänner und einen Umweltschützer. Bei der Britin handele es sich definitiv um die Britin Nazanin Zaghari-Ratcliffe. Alle fünf wurden wegen angeblicher Spionage und Propaganda gegen das islamische Regime zu langen Haftstrafen verurteilt. Die Britin kam nach fünf Jahren im März dieses Jahres zwar frei, wurde aber letzten Monat erneut wegen angeblicher Teilnahme an einer Demonstration vor zwölf Jahren zu einem Jahr Haft verurteilt.

Auch die USA und Großbritannien haben den Al-Mayadeen Bericht dementiert. Sie werfen dem Iran jedoch immer wieder vor, Gefangene als Druckmittel für die Freigabe seiner gesperrten Konten im Ausland zu benutzen. Teheran hat diese Vorwürfe stets zurückgewiesen. Dennoch ist in diesem Zusammenhang immer wieder von dem Iran-Amerikaner Jason Rezaian die Rede. Für den Korrespondenten der "Washington Post" in Teheran haben die Amerikaner im Januar 2016 - sechs Monate nach dem Wiener Atomabkommen - Milliarden aus den gesperrten iranischen Konten in den USA freigegeben./str/fmb xx/DP/men

Kurse

  
Werbung

Weiter abwärts?

  
Kurzfristig positionieren in Brent Crude Rohöl ICE Rolling
Ask: 2,89
Hebel: 19,38
mit starkem Hebel
Ask: 12,74
Hebel: 4,70
mit moderatem Hebel
HSBC Trinkaus & Burkhardt AG
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie hier: TT5D0L,TT54BL,. Beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung. Der Emittent ist berechtigt, Wertpapiere mit open end-Laufzeit zu kündigen. Lizenzhinweise finden Sie hier.
Werbung
Mehr Nachrichten zur Millennial Lithium Aktie kostenlos abonnieren
E-Mail-Adresse
Benachrichtigungen von ARIVA.DE
(Mit der Bestellung akzeptieren Sie die Datenschutzhinweise)

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.

Andere Nutzer interessierte auch dieser Artikel: