IPO/Studie: 2018 wird stärkstes Börsengang-Jahr seit dem Neuen Markt

Mittwoch, 12.12.2018 12:59 von dpa-AFX - Aufrufe: 1353

Die Performances verschiedener Indizes in der Financial Times.
Die Performances verschiedener Indizes in der Financial Times.
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DÜSSELDORF (dpa-AFX) - 2018 ist laut einer Studie schon jetzt das stärkste Jahr für Börsengänge in diesem Jahrtausend. Das Volumen der Erstnotizen (IPOs) seit Januar summiere sich ohne Mehrzuteilungsoptionen auf 10,4 Milliarden Euro, teilte die Unternehmensberatung PwC am Mittwoch in Düsseldorf mit. Der Großteil der Summe stammte allerdings aus drei großen Börsengängen. Und die Aussichten für 2019 seien von großen Unsicherheiten geprägt, sagte PwC-Expertin Nadja Picard.

Dabei hat die Expertin den Haushaltsstreit zwischen Italien und der EU, die Proteste gegen Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und die Hängepartie um den Brexit im Auge. Auch könnten die Handelskonflikte zwischen den USA auf der einen sowie China und der EU auf der anderen Seite jederzeit eskalieren. In einem solch unsicheren Umfeld seien Anleger sehr risikoscheu, was die Bewertung von Neuemissionen angehe.

Im laufenden Jahr hatten die Unsicherheiten bereits zur Verschiebung und Absage von Börsengängen beigetragen. Zuletzt hätten sich Anleger fast vollständig vom IPO-Markt zurückgezogen, sagte Picard. Von den gut 10 Milliarden Euro Emissionsvolumen speisten sich 80 Prozent aus den großen Börsengängen der Siemens-Gesundheitssparte Healthineers , des Bremsenherstellers Knorr-Bremse und der Deutsche-Bank-Fondstochter DWS .

Ob das Geschäft mit dem Sprung aufs Börsenparkett 2019 so weitergeht oder sogar noch anzieht, hängt Picard zufolge von den politischen Entwicklungen der kommenden Monate ab sowie davon, ob diese die Märkte beruhigen könnten. Dann könnten Investoren neues Vertrauen fassen. Der Start werde auf jeden Fall schwierig: Das weltweite Wirtschaftswachstum gehe zurück, die Inflation ziehe an, und die Zinsen steigen.

Dessen ungeachtet zeichnen sich die ersten großen Börsengänge bereits ab. PwC hat dabei vor allem die Lkw-Sparte des VW-Konzerns Traton und die Powertrain-Einheit des Autozulieferers Continental (Continental Aktie) im Auge./stw/jkr/fba


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