Investitionen von 20 Milliarden Euro bis zum Jahr 2020 geplant – So sieht Europas KI-Aufholplan aus

Donnerstag, 29.11.2018 17:15 von Handelsblatt

Die EU wappnet sich für den Wettlauf um die Vorherrschaft bei Künstlicher Intelligenz. Wirtschaft und Regierungen wollen Milliarden mobilisieren.

Künstliche Intelligenz, so sagen es viele Experten voraus, dürfte die Wirtschaft revolutionieren wie zuvor die Dampfmaschine oder die Elektrizität. Die USA und China investieren bereits massiv in selbstlernende Algorithmen, nun will auch Europa in das Rennen einsteigen.

Die EU-Kommission und die nationalen Regierungen haben einen abgestimmten Aktionsplan erarbeitet, um Europa zur „weltweit führenden Region“ von KI aufsteigen zu lassen – er soll kommende Woche vorgestellt werden und liegt dem Handelsblatt bereits vor.

Dafür wollen sie zusammen mit der Wirtschaft bis 2020 rund 20 Milliarden Euro investieren. Anschließend soll die gleiche Summe jährlich in die Entwicklung und den Einsatz fließen, sieben Milliarden davon aus den öffentlichen Haushalten. „Das bringt uns auf Augenhöhe mit den anderen Kontinenten“, heißt es in dem Papier.

Staat, Wirtschaft und Forscher sollen eng zusammenarbeiten, etwa über eine neue KI-Partnerschaft, an der sich mit SAP (SAP Aktie) und Kuka auch prominente deutsche Unternehmen beteiligen dürften. Ein zunächst rund 100 Millionen Euro schwerer Fonds aus EU-Mitteln soll ab 2020 Start-ups die Finanzierung erleichtern. Da selbstlernende Maschinen auf enorme Datenmengen angewiesen sind, soll der Zugang zu Daten erleichtert werden.

Über sogenannte Innovationshubs sollen auch Mittelständler profitieren. Der Nachholbedarf ist groß: Nach einer Umfrage der Boston Consulting Group wenden nur 20 Prozent der deutschen Unternehmen KI-Lösungen an.

Wirtschaft und Regierungen in Europa müssen nun nachweisen, dass sie schnell genug handeln können. Der chinesische Investor Kai-Fu Lee bezweifelt das: Im KI-Wettkampf werde es nur zwei Medaillen geben, sagt der ehemalige Präsident von Google (Alphabet A Aktie) China. „Europa könnte leer ausgehen.“

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