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Investieren mit gutem Gewissen: Nachhaltige Geldanlage auf dem Vormarsch

Dienstag, 24.11.2015 13:47 von Sophie Sagitz

Nachhaltig: Grüne Geldanlagen
Nachhaltig: Grüne Geldanlagen
Nachhaltigkeit wird zum Trendthema des 21. Jahrhunderts: Ob in der Lebensmittelbranche, Kleiderindustrie oder in der Finanzwelt – der Konsument macht sich zunehmend Gedanken über die Probleme in Produktionsabläufen.

Umweltschonend und nachhaltig sollen die Produkte sein, entstanden aus nachwachsenden Rohstoffen unter fairen Arbeitsbedingungen, damit der Endverbraucher mit gutem Gewissen einkaufen kann. Ökologische, soziale und ethische Kriterien gewinnen nicht nur in der Mode- und Lebensmittelindustrie an Bedeutung, sondern auch bei der Wahl der richtigen Kapitalanlage – doch wann genau ein Investment „nachhaltig“ ist und wie Banken normalerweise das Geld der Anleger nutzen, ist häufig noch undurchsichtig und muss genauer hinterfragt werden.

Nachhaltigkeit - laut dem Duden steckt hinter dem Begriff Nachhaltigkeit ein „Prinzip, nach dem nicht mehr verbraucht werden darf, als jeweils nachwachsen, sich regenerieren, künftig wieder bereitgestellt werden kann.“ Wenn es um Nachhaltigkeit geht sind allerdings nicht nur ökologische Ressourcen gemeint. Nach der Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages besteht „Nachhaltigkeit“ aus drei Komponenten – neben der ökologischen, auch aus einer ökonomischen und einer sozialen. Bei der ersten Komponente, der ökologischen, geht es darum, Natur und Umwelt für nachfolgende Generationen zu erhalten. Die ökonomische Nachhaltigkeit zielt auf einen dauerhaften Wohlstand. Nachhaltig zu wirtschaften heißt, sich über Nutzung und Kosten von Ressourcen bewusst zu werden und sinnvoll zu investieren. Unter sozialer Nachhaltigkeit wird der Umgang mit den Mitmenschen verstanden. 

Die zentrale Frage lautet: Wie sollten wir agieren, damit künftige Generationen keinen Schaden nehmen? 

Im Bereich der Finanzen langfristig an die Zukunft zu denken, heißt für die neue Generation, sich nicht nur mit Themen wie Rendite, Sicherheit und Liquidität zu beschäftigen, sondern auch die Nachhaltigkeit ihrer Geldanlagen im Blick zu haben.

 

Der Trend zur nachhaltigen Geldanlage greift um sich

Seit mittlerweile acht Jahren wird der Deutsche Nachhaltigkeitspreis an Unternehmen verliehen, die mit ihren Produkten und Dienstleistungen Nachhaltigkeit als wirtschaftliche Chance nutzen, um dazu beizutragen ökologische und soziale Probleme zu lösen. 2014 gewann die Miele & Cie. KG als Deutschlands nachhaltigstes Großunternehmen den Preis. Überzeugt habe Miele mit ihrer Produktnutzungsdauer in Bezug auf Energieeffizienz und Ressourcenverbrauch. Unterstützt wird das Ganze durch die Bundesregierung, die bereits 2002 eine nationale Nachhaltigkeitsstrategie beschlossen hat und seitdem unter dem Titel „Perspektiven für Deutschland“ konkrete Aufgaben und Ziele verfolgt. Diese betreffen unter anderem die Bereiche Klimaschutz, Bildung und Ernährung.1
Nachhaltigkeit wird dabei aber nicht nur vom Staat verordnet, sondern auch immer mehr deutsche Bürgerinnen und Bürger engagieren sich für eine nachhaltige Entwicklung ihres Landes und seiner Wirtschaft. Laut der CSR-Tracker-Ergebnisse des Instituts für Handelsforschung in Köln achten Ende 2014 doppelt so viele Verbraucher auf Nachhaltigkeitsaspekte bei ihrem Einkauf als noch drei Jahre zuvor.2 Laut dieser Studie gehören ein Viertel aller Verbraucher zum LOHAS-Typ (Lifestyle of Health and Sustainability), der sich durch einen moralisch-ethischen Konsum auszeichnet.3 

Der Trend zur Nachhaltigkeit zeichnet sich zwar vor allem in der Lebensmittelbranche ab, greift aber auch auf andere Branchen über:

Lebensmittelbranche

Seit Jahren gewinnen Bio- und Fairtrade-Produkte insbesondere in der Nahrungsindustrie zunehmend an Bedeutung. Vor zehn Jahren betrug der Umsatz durch den Verkauf von Bio-Lebensmitteln 3,9 Milliarden Euro – 2014 sind es bereits 7,91 Milliarden Euro.4 Der Umsatz von Fairtrade-Produkten stieg 2014 um 23 Prozent – Spitzenreiter sind dabei die Kernprodukte Kaffee, Bananen, Blumen und Kakao.5
Laut einer Meinungsumfrage des Forschungsinstituts YouGov greift mittlerweile jeder zweite Deutsche zumindest gelegentlich zu Öko-Produkten und die große Mehrheit (79 Prozent) wäre auch durchaus bereit mehr für Bio-Produkte zu bezahlen.

Energie

Laut der Bundesnetzagentur wurden im Jahr 2013 rund 7,5 Millionen private Haushalte mit Ökostrom versorgt.6 Das macht einen Anteil von 17 Prozent der Haushaltskunden aus – 2 Prozent mehr als im Vorjahr.  Die Regierung selbst will in den nächsten zehn Jahren einen Ökostrom-Anteil von mindestens 40 Prozent bei der Stromerzeugung erreichen – 2014 lag der Anteil erneuerbarer Energien bei 26 Prozent.

Finanzen

Bereits seit der Finanzkrise Mitte der Neunziger wächst der Markt für nachhaltige Finanzprodukte. Neben der Rendite bezogen Investoren plötzlich auch soziale und ökologische Kriterien bei ihrer Anlageentscheidung mit ein. Investiert wird in Unternehmen, die am Erhalt der Umwelt arbeiten, für faire Arbeitsverhältnisse einstehen und versuchen für das Wohl ihrer Mitmenschen zu sorgen. Gerade das Jahr 2014 hat gezeigt, dass nachhaltige Anlagemärkte in Deutschland an Breite und Tiefe gewinnen. Diesen Trend haben auch Unternehmen und Finanzinstitute entdeckt und bieten immer mehr Produkte unter dem Siegel der Nachhaltigkeit an, nach dem ihre Kunden verlangen.

 

Das Marktvolumen nachhaltiger Geldanlagen

Auch der aktuelle Marktanteil der „sustainable investments“ bestätigt diesen Trend: Innerhalb der letzten zehn Jahre hat sich das Volumen für nachhaltige Geldanlagen verzehnfacht. Betrug das Marktvolumen 2005 in Deutschland noch 5 Milliarden Euro, stieg es laut einer Studie vom Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG) bis 2014 auf satte 127,3 Milliarden Euro. Vorstandsvorsitzender Volker Weber sieht den Trend dadurch bestätigt, auch wenn der nachhaltige Investmentmarkt quantitativ betrachtet immer noch eine kleine Rolle spielt: „Der anhaltende Aufwärtstrend lässt aber einen allmählichen Eintritt in den Mainstream erkennen.“7

Das Interesse an nachhaltiger Geldanlage besteht jedoch nicht nur bei Anlegern, sondern auch in der Wissenschaft. Eine Studie der Universität Regensburg befasste sich mit den Renditeerwartungen von nachhaltigen Investoren und fand heraus, dass die Mehrheit der Befragten bereit ist, bis zu zwei Prozent weniger Rendite in Kauf zu nehmen, wenn eine Geldanlage mit ihren Vorstellungen von Nachhaltigkeit konform ist.

 

Ab wann gelten Geldanlagen als 'nachhaltig'?

Eine einheitliche Definition, wann eine Geldanlage als nachhaltig gilt und wann Unternehmen nachhaltig agieren, gibt es (noch) nicht. Da der Begriff gesetzlich nicht geschützt ist, verdienen nicht alle Produkte, die sich ‚nachhaltig‘ bzw. ‚sustainable‘ nennen, auch ihren Namen. Das macht Investmentfonds und weitere Anlagemöglichkeiten im Bereich der Nachhaltigkeit schwer vergleichbar – jedoch nicht unmöglich.
Es gibt verschiedene Vorgehensweisen, um einzuschätzen, wie nachhaltig eine Geldanlage wirklich ist.

Negativkriterien

Oftmals geht es bei der Auswahl nachhaltiger Wertpapiere nur darum, die negativen Auswirkungen so gering wie möglich zu halten. Bei diesem Verfahren sind zwei Ansätze zu beobachten. Entweder man meidet als Anleger heikle Branchen, d.h. man legt Bereiche fest, in die nicht investiert werden darf. Außen vor bleiben so beispielsweise Aktien und Anleihen von Waffenherstellern, Unternehmen der Tabak-, Öl- oder Kohleindustrie. Oder man wendet ethische, norm- oder wertbasierte Ausschlusskriterien bei seiner Investment-Wahl an. Hierzu zählen Verstöße gegen Menschenrechtskonventionen und ILO-Arbeitsnormen, Verstöße gegen die Prinzipien des UN Global Compact sowie Kinderarbeit, Zwangsarbeit, Korruption, Gesundheitsgefährdungen, Geschäftsbeziehung zu Ländern, in denen gegen Menschenrechte verstoßen wird uvm.

 

Positivkriterien

Einige Anleger selektieren Unternehmen nach gewissen Positivkriterien, die aus bestimmten Branchen ausgewählt werden. Dabei müssen die Unternehmen selbst zur Lösung von ökologischen, ökonomischen oder sozialen Problemen beitragen, d.h. sie müssen sich auf die als nachhaltig geltenden Geschäftsbereiche spezialisiert haben. Hier ist allerdings Vorsicht geboten: Bei vielen Unternehmen machen die erneuerbaren Energien nur einen Prozent-Teil aus und es werden dennoch Gewinne aus Bereichen wie Atomkraft, Kohle oder Öl gezogen.

Best-in-Class-Ansatz

Hier werden Unternehmen einer Branche gewählt, die im Vergleich zu anderen Unternehmen dieser Branche als besonders umweltfreundlich beziehungsweise sozial engagiert angesehen werden. Das macht diese Unternehmen allerdings nicht zu „nachhaltigen“ Unternehmen, sondern zu welchen, die überzeugend umweltverträglich und sozial wirtschaften. Trotzdem kann es auch hier zu Investitionen in den Bereichen Atomenergie, Waffen, Kohle oder Öl kommen. 

Einflussnahme auf Unternehmen/ Shareholder Engagement

Hierunter fallen Aktivitäten von Unternehmensaktionären, die ihre Stimm- und Mitspracherechte nutzen, um Einfluss auf die Umwelt- und Sozialstandards von Konzernen zu nehmen. Große Anleger versuchen zudem, unmittelbar auf Unternehmen zuzugehen und über direkte Kommunikation oder kritische Öffentlichkeitsarbeit Druck auszuüben. So fordern sie eine bessere Unternehmensführung oder ein verantwortlicheres Handeln mit dem Kapital der Aktionäre. Ändern sich die Missstände nicht, könnte dies ein Ausstieg der Investoren nach sich ziehen.
Wie groß der Einfluss nachhaltiger Investoren und Engagements auf Unternehmen ist, zeigte eine Münchner Studie im Jahr 2013. Laut der Nachhaltigkeitsratingagentur Oekom Research AG sind Anfragen von nachhaltigen Investoren und Analysten bei 61 Prozent der Konzerne weltweit entscheidende Faktoren, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen.

ESG-Kriterien

Andere Anleger investieren ihr Geld nur in Wertpapiere von Emittenten, die bestimmten sozialen, ökologischen oder ethischen Kriterien genügen. Oft sind das sogenannte ESG-Kriterien. Das Kürzel steht für Environment, Social und Governance, also Umwelt, Soziales und Unternehmensführung. Eine Gewichtung mittels der ESG-Kriterien nehmen Nachhaltigkeitsratingagenturen vor.8
Die meisten klassischen Nachhaltigkeitsfonds investieren in erster Linie nach dem sogenannten Best-in-Class-Prinzip. Dabei gibt es meist keinerlei Einschränkungen. In das Portfolio kommen dann Titel von Unternehmen, die in ihrer jeweiligen Branche in puncto Nachhaltigkeit am besten abschneiden. Damit sorgt das reine Verfolgen des Best-in-Class-Ansatzes dafür, dass auch Aktien von Unternehmen wie Ölkonzernen oder Autoherstellern in einem als nachhaltig etikettierten Portfolio landen können – sofern sie im Vergleich mit andere Firmen ihrer Branche sauberer agieren.

 

Beurteilung nachhaltiger Geldanlagen mit Hilfe von Rating- und Researchagenturen

Nachhaltigkeit liegt demnach im Auge des Betrachters. Jede Fondsgesellschaft und jeder Anleger legt das Konzept der Nachhaltigkeit für sich enger oder weiter aus. Der offizielle Oberbegriff nachhaltiger, gesellschaftlich verantwortlicher Geldanlagen ist SRI (Social Responsible Investment). Dabei gehen nachhaltige Geldanlagen noch einen Schritt weiter als verantwortliche: Es geht um die Frage, wie Unternehmen produzieren können, ohne Mensch und Umwelt gerade im Hinblick auf künftige Generationen zu belasten. Konzerne, die diesem Idealbild nachgehen, sollen durch nachhaltige Geldanlagen unterstützt oder vielmehr „belohnt“ werden. Etwa 200 bis 300 Kriterien dienen dazu, die sozialen, ökologischen, ökonomischen und ethischen Standards von Unternehmensleistungen und auch von Staaten zu bewerten. Vorgenommen wird die Bewertung unter anderem von Rating- und Researchagenturen. Fondsanbieter, Vermögensverwalter und Institutionelle wählen dann die für sie interessanten Titel aus.
Die angewandten Bewertungskriterien verschiedener Nachhaltigkeitsratings unterscheiden sich häufig fundamental, weshalb die verschiedenen Ratings nicht immer auf Anhieb verständlich sind. Im Folgenden sollen fünf der wichtigsten Rating- und Researchagenturen im deutschsprachigen Raum vorgestellt werden.

Oekom Research AG

1993 gegründet, ist Oekom Research AG eine deutsche, bankenunabhängige Ratingagentur. Um diese Unabhängigkeit zu gewährleisten, bietet die Agentur weder Unternehmensberatung noch Vermögensverwaltung an. Die Ratings für etwa 3000 Firmen am Markt entstanden nach einem strengen Best-in-Class-Ansatz, der etwa 700 branchenspezifische Kriterien umfasst. Herausgefiltert werden Unternehmen, die in ihrer Brauche Vorreiter in Hinblick auf Umweltschutz und soziale Verantwortung sind. Dabei geht es nicht um die relativ besten Unternehmen der Branche, sondern es gelten Mindestanforderungen. Das Rating soll zeigen, welche Maßnahmen Unternehmen einleiten müssen, um nachhaltig zu wirtschaften. Etwa ein Sechstel der 3000 Unternehmen erhält daraufhin den „Prime Status“ und gilt als nachhaltig.

Inrate AG

Die unabhängige Schweizer Nachhaltigkeitsrating-Agentur Inrate AG weicht vom üblichen Best-in-Class-Ansatz ab und hat ein Sektorkonzept mit spezifischen Kriterien entwickelt: Unternehmen werden je nachdem, wie Produkte und Dienstleistungen verwendet werden, Sektoren zugeordnet. Kernfrage dabei: Von welchem Unternehmen werden die Kundenbedürfnisse am nachhaltigsten gedeckt? So wird beispielsweise analysiert, wo Energie mit den geringsten Nebenwirkungen für die Umwelt und Gesellschaft angeboten wird. Folglich werden auch Ölkonzerne mit anderen Stromerzeugungskonzernen verglichen. Insgesamt wurden über 2500 Börsenunternehmen in Industrie- und Schwellenländern, 130 Anleihen Emittenten sowie 140 Länder (OECD, Schwellen- und Entwicklungsländer) anhand von 150 Indikatoren durch die Schweizer Inrate AG bewertet. 

Institut für Markt-Umwelt-Gesellschaft (imug)

Völlig unabhängig von Banken und Investoren erstellt Imug seit Mitte der 90er als Partner der EIRIS Global Plattform Nachhaltigkeitsratings für Unternehmen, Staaten und Finanzinstitutionen.
Bisher wurden 3200 Konzerne nach 250 sozialen, ökologischen und ethischen Kriterien bewertet. Dazu zählen die im DAX 30 und MDAX notierten Unternehmen sowie Aktiengesellschaften aus Österreich und der Schweiz. Von anderen Ratingagenturen unterscheiden sich EIRIS und Imug insofern, als dass die Kunden selbst Anlagekriterien definieren. Unternehmen müssen keine Mindestanforderungen o.Ä. erfüllen – Anleger entscheiden selbst über die Bewertungskriterien auf Grundlage des von EIRIS entwickelten Research-Handbuches. Die daraus entstehenden Firmenprofile werden kontrolliert und müssen freigegeben werden.  

RepRisk

Das Schweizer Research-Unternehmen RepRisk hat sich auf ESG-Risiken, genauer gesagt Umwelt-, Sozial- und Governance-Risiken, spezialisiert. Der Name der Agentur steht für Reputationsrisiko – eines der Hauptanliegen ihrer Kunden. Die Analysten RepRisks filtern täglich Meldungen und Informationen aus dem Internet, die für Unternehmen ein Umwelt-, Sozial-, Governance- oder Reputationsrisiko darstellen. Meldungen über beispielsweise Menschenrechtsverletzungen fließen dann in eine Datenbank ein, die als Grundlage dient, das jeweilige Risiko des Unternehmens beziehungsweise seiner Aktie in einem Rep-Risk-Index abzubilden. Ende 2013 umfasste die Datenbank mehr als 37000 Unternehmen.

Sustainalytics

Sustainalytics bezeichnet sich selbst als weltweit führender unabhängiger Anbieter von ESG-Analysen. Im Gegensatz zur Oekom Reseach AG ist Sustainalystics aufgrund ihrer Anteilseigner nicht komplett unabhängig von Finanzinstituten. Laut eigenen Angaben kann es allerdings nicht zu Interessenkonflikten kommen, da die Beratung nicht zu den Kerngeschäftsfeldern der Agentur gehört. Basis ihrer Analysen ist ein dreigliedriger ESG-Ansatz. Je nach Branche fallen die Themen Umwelt, Soziales und Governance unterschiedlich ins Gewicht. Beispielsweise macht die Umweltherausforderung bei Metallen & Bergbau 35 Prozent aus, Soziales und Gesellschaft 40 Prozent und Unternehmensführung 25 Prozent. Kunden können eigene Vorstellungen in die Wertung mit einfließen lassen.


Die Konzepte zur Bewertung der Nachhaltigkeit von Unternehmen werden stetig weiterentwickelt. Auch wenn die Methode zur Erstellung der Analysen häufig eine ähnliche ist und dem Ziel dient, Unternehmen, die überzeugend nachhaltig handeln, herauszufiltern, werden unterschiedliche Kriterienkataloge und Gewichtungen verwendet. Immer wieder werden Konzepte überarbeitet, neue Methoden angewandt oder neue Erkenntnisse gewonnen – deshalb ist die Aussagekraft von Ratings beschränkt. Häufig wird den Ratings aufgrund der verschiedenen Ergebnisse zu den gleichen Unternehmen eine gewisse Subjektivität unterstellt. Anleger sollten darauf achten, wie Nachhaltigkeit von dem jeweiligen Akteur definiert wird und welche Bewertungskriterien sowie -methoden verwendet werden. Entscheidend ist dabei, dass Ratings transparent mit ihren Kriterien und Bewertungen umgehen.9 

 

Wie nachhaltig ist meine Geldanlage?

Ein ähnliches Problem wie bei der Beurteilung der Nachhaltigkeitsperformance von Unternehmen herrscht auch bei Geldanlagen vor: Für viele Investoren sind nachhaltige Anlageprodukte nur schwer zu erkennen. Zahlreiche Angebote sind unseriös oder zu riskant für Privatanleger. Fondsmanager verfolgen bei der Beurteilung verschiedene Ansätze, weshalb nachhaltige Fonds unterschiedliche Kriterien zugrunde legen und häufig weniger streng selektieren. 

Um Anlegern eine Orientierung und mehr Transparenz zu bieten, hat das Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG) in diesem Sommer ein Nachhaltigkeits-Siegel auf den Markt gebracht, für das sich Fondsanbieter seit Anfang Juli bewerben können. Im Dezember wird dieses Siegel dann an nachhaltige Publikumsfonds vergeben, die in Deutschland, Österreich, der Schweiz oder Liechtenstein zugelassen sind. Voraussetzung für den Qualitätsnachweis in Form des Siegels ist die Anerkennung der Transparenzregeln des European Sustainable and Responsible Investment Forum (Eurosif). Darüber hinaus sind Atomkraft, Menschenrechtsverletzungen und Streumunition Ausschlusskriterien. Ebenfalls überprüft werden die Bereiche Menschen- und Arbeitsrechte, Umwelt und Korruptionsbekämpfung. Das Siegel muss jährlich neu beantragt werden. Über die reine Vergabe des Siegels hinaus, kann das Unternehmen in einem Punkteranking aufsteigen: Positiv mit Punkten bewertet werden Fondsgesellschaften, die sich für Nachhaltigkeit einsetzen und mit ihren Investitionen nachhaltig wirtschaften. Auch ein hoher Social Responsible Investment-Produktstandard, der für gesellschaftlich verantwortliche Kapitalanlage steht, wirkt sich vorteilhaft aus. Experten sehen das Nachhaltigkeits-Siegel als ersten Schritt in die richtige Richtung und fordern darüber hinaus auch für andere Anlageprodukte ein unabhängiges Prüfsystem.

 

Welche Möglichkeiten haben Privatanleger ihr Geld nachhaltig anzulegen?

Die Möglichkeiten Geld anzulegen sind vielfältig. Die Möglichkeiten sein Geld nachhaltig anzulegen ebenfalls: Fonds, Nachhaltigkeits-Indizes, Rohstoffe, Anleihen, Girokonto, Festgeld oder doch das Einzelinvestment in Aktien? Der Markt für „sustainable investments“ ist groß und stellt den Anleger vor die Qual der Wahl.

Girokonto, Tagesgeld, Festgeld

Was passiert eigentlich mit meinem Geld bei konventionellen Banken? Unmöglich zu sagen, was damit genau finanziert wird. Häufig handeln vor allem die großen Privatbanken mit äußerst heiklen Finanzprodukten, um hohe Renditen zu erwirtschaften. Bei dem Geschäft mit Waffen handelt es sich um ein Milliarden-Geschäft; Nahrungsspekulationen, die darauf wetten, dass die Nahrungsknappheit den Preis für Agrarstoffe steigen lässt, halten viele für unmoralisch; Banken investieren in Atomkonzerne sowie die Kohle-Industrie und gelten häufig als wenig transparent. 
Die Alternative? Grüne Banken. Sie verzichten nicht nur auf die Spekulation mit Nahrungsmitteln, sondern sorgen für mehr Transparenz und investieren ihr Geld nachhaltig, d.h. in als ethisch vertretbar klassifizierte Unternehmen sowie in ökologische, soziale und ethische Projekte. Der Großteil ihrer Kredite wird an klimafreundliche Bereiche wie erneuerbare Energien vergeben.

Diese sogenannten grünen Banken verspüren genau wie nachhaltige Fonds ein deutliches Kundenwachstum in den letzten Jahren. Laut der Social Banking Studie der Alanus Hochschule sind die Kredite und Einlagen der in Deutschland vier anerkannten sozial-ökologischen Banken – GLS Bank, Umweltbank, Ethik-Bank und Triodos Bank – seit 2006 jährlich um bis zu 30 Prozent gewachsen. Solche Wachstumsraten sind in der übrigen Bankenbranche nicht zu beobachten.
Während Investoren ihr Geld mit reinem Gewissen in die „green investments“  anlegen, gehen die Vorstellungen, was in der Praxis nachhaltiges Wirtschaften bei den einzelnen kirchlichen oder nachhaltigen Banken bedeutet, jedoch auseinander. So lehnen einige Banken Tabak und Glücksspiel als nicht nachhaltig ab, andere nicht. 

Aktien- und Investmentfonds

Eine Untersuchung von Stiftung Warentest im Jahr 2014 ergab, dass von insgesamt 46 ethisch-ökologischen Aktien- und Anleihefonds nur ein einziger Aktienfonds kategorisch auf Geschäftsfelder wie Waffen, Atomenergie, Gentechnik und Erdöl verzichtete. Die anderen Fonds schlossen aufgrund anderer Maßstäbe beispielsweise Kinderarbeit nicht aus und investierten in die Ölindustrie. Vor allem Klimaschutz blieb weitestgehend unberücksichtigt. Nachhaltig ist also vor allem bei Aktienfonds nicht gleich nachhaltig. Ein baldiges Nachhaltigkeits-Siegel könnte dem entgegenwirken.

Nachhaltigkeits-Indizes

Ebenfalls eine Möglichkeit der Geldanlage sind passiv gemanagte Index-Fonds wie beispielsweise ein Nachhaltigkeits-ETF. Auch ein Index-Zertifikat ist für Anleger, die mit ökologisch gutem Gewissen investieren wollen, eine Alternative. 
Der wohl bekannteste Nachhaltigkeitsindex ist der Dow Jones Sustainability Index (DJSI). Bereits seit 1999 werden die besten zehn Prozent der 2 500 weltgrößten Unternehmen des Dow Jones nach ökonomischen, ökologischen und sozialen Kriterien ausgewählt, d.h. nach dem Best-in-Class-Ansatz. Nach SAM-Angaben sind 2014 mehr als fünf Milliarden Dollar in den DJSI sowie seine Subindizes angelegt – ein Zuwachs von 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit entwickeln sich Nachhaltigkeitsinidizes genauso gut wie herkömmliche Börsenindizes.
Wer regional begrenzt investieren möchte, für den könnten der EURO STOXX Sustainability Index oder der DAXglobal Sarasin Sustainability Germany Index eine Alternative sein. Hinter ersterem versteckt sich ein auf die europäische Währungsunion bezogener Nachhaltigkeitsindex mit 168 Werten, während sich letzterer aus den 40 Titeln der nachhaltigsten Unternehmen konventioneller deutscher Aktienindizes zusammensetzt.10 

 

Rohstoffe

Insbesondere in den letzten Jahren ist die Investition in Rohstoffe in der Gunst der Anleger gestiegen und erlebte somit eine Renaissance. Ein Grund dafür war, dass sich Rohstoffe wegen ihrer geringen Korrelation mit dem Aktienmarkt in der Vergangenheit als attraktive Diversifikationskomponente erwiesen haben. In Folge dessen erhielten sie Einzug in zahlreiche Vermögensportfolios privater und professioneller Anleger. Doch stellt sich die Frage wie nachhaltig diese Form der Geldanlage tatsächlich ist. 
Von einem ethisch nachhaltigen Standpunkt aus sind Rohstoffinvestments kritisch zu bewerten. Für die Rohstoffgewinnung bedarf es in der Regel einem Eingriff in die Natur, oftmals auch unter dem Einsatz umweltschädlicher chemischer oder physikalischer Methoden. Hinzu kommen die Arbeitsbedingung, die insbesondere in Entwicklungsländern bedenklich sind. Kinderarbeit, menschenunwürdige Entlohnung sowie Pestizideinsatz stehen auf der Tagesordnung und nun versucht auch noch der Investor aus der Rohstoffgewinnung seinen Profit zu schlagen.
Bei der Geldanlage in Rohstoffe gibt es grundsätzlich drei Formen zu unterscheiden: Das direkte und indirekte Investment sowie den Erwerb über Terminmärkte. Mit einem Direktinvestment erwirbt der Anleger ein unmittelbares Eigentum an einem spezifischen Sachwert. In der Regel handelt es sich hierbei um Edelmetalle oder Diamanten, da andere Rohstoffe aus praktischen Gesichtspunkten weniger geeignet sind. Denn welcher Privatanleger möchte bei dem Bezug physischer Ware schon einen lebenslangen Kaffeevorrat geliefert bekommen oder einen halben Wald in seinem Keller lagern? Anders ist es bei Produzenten und Großhändlern, die sämtliche Arten von Rohstoffen auf Spotmärkten handeln. Hier kommt es zum Austausch von Ware gegen Geld. 
Für wen ein physischer Kauf nicht in Frage kommt, der hat die Möglichkeit über Derivate, beispielsweise Futures, an der Wertentwicklung von Rohstoffen zu partizipieren. Terminmärkte stellen dabei einen Handelsplatz für Marktpreiserwartungen dar, wobei sie dem Anleger die Möglichkeit bieten sich schon heute den Preis für eine zukünftige Rohstofflieferung oder -abnahme zu sichern. Das Anlagespektrum erweitert sich hin zu Energierohstoffen, Agrarprodukten und Industriemetallen. Bei Futures gilt es jedoch zu berücksichtigen den Kontrakt noch vor dem Ablauftermin weiterzuverkaufen, damit es nicht tatsächlich zur Lieferung der Ware durch den Verkäufer kommt. 
Wer ein indirektes Investment in Rohstoffe bevorzugt, für den bietet sich eine Anlage in Zertifikate oder Fonds an. Rohstoffzertifikate stellen Inhaberschuldverschreibungen dar und werden in den verschiedensten Formen zumeist von Banken emittiert. Ob Open-End-, Index- oder hoch spekulatives Hebelzertifikat, dem Anleger stehen zahlreiche Wege offen an der Entwicklung einzelner oder mehrerer Rohstoffe teilzuhaben. Eine ähnliche Bandbreite an Diversifikation ist auch bei Rohstofffonds zu finden, die es dem Privatanleger ermöglichen schon mit kleineren Summen am Rohwarenmarkt zu partizipieren. 
Unabhängig von der Form der Rohstoffanlage sollte der Anleger stets bedenken, dass diese Assetklasse relativ schwer zu verstehen ist und ihre Wertentwicklung von unterschiedlichen Faktoren abhängt. Dazu gehören beispielsweise die Wetterlage, Transportkosten und die Saisonalität bestimmter Waren. Dies macht ein Rohstoffinvestment insbesondere im Bereich von Futures zu einer spekulativen Geldanlage, bei der der Anleger einzig und allein auf die Preisentwicklung des Basiswertes wettet.
Damit einher gehen ethisch-nachhaltige Bedenken, denn in den seltensten Fällen sind Rohstoffe mit Herkunftsnachweisen versehen und auch die Arbeitsbedingungen bei ihrer Gewinnung sind kaum nachvollziehbar. Unklar ist außerdem, inwieweit Rohstoffspekulationen tatsächlich Einfluss auf Marktpreise nehmen. Es ist nicht auszuschließen, dass sich die Entscheidungen von Investoren auf Terminmärkten auch auf Rohstoffpreise auswirken. Insbesondere bei Grundnahrungsmitteln stellt sich die Frage, ob der Investor plötzlich zum Preistreiber wird, indem er vorhandene Trends verstärkt und Preisübertreibungen nach oben oder unten auslöst. Seine Anlageentscheidung könnte dann zu Preisverzerrungen beitragen, die ihrerseits wiederum Hungersnöte verschärfen. Solange also aus wissenschaftlicher Sicht der Verdacht eines negativen Effektes von Finanzspekulationen auf Nahrungsmittelpreise nicht ausgeschlossen werden kann, sollte der nachhaltige Investor von einer Anlage in entsprechende Rohstoffinvestments absehen.11

Risikokapital und Direktbeteiligungen

Auch in diesem Bereich steht der Privatanleger wieder vor dem Problem der fehlenden einheitlichen Definition, wann ein Unternehmen als nachhaltig gilt. Hier können Research- und Ratingagenturen weiterhelfen. Eine weit verbreitete Meinung im Netz: Der Erfolg dieser Firmen hänge oftmals von politischen Gegebenheiten ab oder werde subventioniert, weshalb es schwierig sei einzuschätzen, welche Firmen auch dauerhaft solide wirtschaften. Häufig werde in innovative Technologien investiert, die trotz guter Ideen auch schnell scheitern können. Daher gelten Direktbeteiligungen als spekulative Geldanlagen. Allerdings versuchen nachhaltige Unternehmen ökologische und soziale Konsequenzen zu berücksichtigen. Die soziale Komponente wird in solchen Unternehmen groß geschrieben, was sich positiv auf die Motivation und Qualität der Mitarbeiter auswirken kann.

 

Messen zum Thema nachhaltige Geldanlage

Wer sich darüber hinaus über nachhaltige Geldanlagen informieren möchte, für den bietet der Besuch einer der zahlreichen Nachhaltigkeitsmessen im Lande die geeignete Möglichkeit. Die seit 1999 stattfindende Messe „Grünes Geld“ liefert Informationen, Angebote und Tipps zum nachhaltigen Finanzmarkt und gibt dem interessierten Anleger durch Vorträge und Podiumsdiskussionen die Chance, sich tiefer mit dem Thema auseinanderzusetzen. Aufgrund des wachsenden Interesses findet die Messe über das Jahr verteilt mittlerweile an sieben verschiedenen Standorten statt - das nächte Mal im Rahmen der Invest 2016 am 14. und 15. April in Stuttgart.12
Ein weitreichenderes Nachhaltigkeitsspektrum decken der „Heldenmarkt“ und die Messe „Fair Handeln“ ab, da sie sich nicht nur mit entsprechenden Geldanlagen, sondern auch mit anderen Facetten eines nachhaltigen Lebensstils auseinandersetzen. So finden sich auf beiden Messen neben dem Finanzwesen auch Aussteller aus den Bereichen Lebensmittel, Mode und Tourismus. Die nächsten „Heldenmärkte“ finden am 20. und 21. Februar 2016 in Hamburg sowie am 5. und 6. März 2016 in München statt. Für die „Fair Handeln“ müssen sich Anleger noch bis Ende März nächsten Jahres gedulden, da sie erst wieder vom 31. März bis zum 3. April 2016 in Stuttgart veranstaltet wird.13

 

Nachhaltige Geldanlage rentiert sich

Wie lautet nun also das Fazit zum Thema nachhaltige Geldanlage? Die Vorurteile im Netz halten sich beharrlich: Nachhaltige Investments sind nicht wirklich nachhaltig, risikoreicher und bringen weniger Rendite. Falsch, behaupten viele Studien, die sich mit dem nachhaltigen Anlagemarkt beschäftigt haben. Eine nachhaltige Investmentstrategie wirkt sich positiv auf das Investorenrisiko und die Rendite aus. Zu diesem Ergebnis kam auch die Oekom Research AG, die die Entwicklung der Rendite von als nachhaltig klassifizierten Unternehmen über einen Zeitraum von zehn Jahren untersuchte.14 

Fakt ist, dass Anleger, die sich mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinander setzen, nicht nur die eigenen Interessen im Blick haben, sondern ganzheitlich denken. Ihre Geldanlage soll für eine Veränderung im Großen und Kleinen sorgen. Das wachsende Marktvolumen für nachhaltige Investments trägt dem Rechnung: Klimawandel, die Knappheit von Ressourcen, der wachsende Energiebedarf sowie die Forderung nach mehr sozialer Gerechtigkeit sind Themen, die von einer immer größer werdenden Masse diskutiert werden. Unternehmen, die Produkte und Dienstleistungen entwickeln, anbieten und fördern, um diese Problemfelder zu lösen, sind zukunftsträchtige Unternehmen, in die sich eine Investition auszahlt.

Weiterführende Informationen zum Artikel:

  1. http://www.bundesregierung.de/Content/DE/_Anlagen/Nachhaltigkeit-wiederhergestellt/2012-05-09-kurzpapier-zum-fortschrittsbericht-2012-barrierefrei.pdf?__blob=publicationFile&v=3
  2. http://www.ifhkoeln.de/News-Presse/Nachhaltigkeit-im-Handel-Verbraucher-fordern-mehr-Informationen
  3. https://www.gfk.com/de/Documents/News%20Deutschland/CI_03_2014.pdf
  4. http://de.statista.com/statistik/daten/studie/4109/umfrage/bio-lebensmittel-umsatz-zeitreihe/
  5. https://www.fairtrade-deutschland.de/produkte/absatz-fairtrade-produkte/
  6. http://www.bundesnetzagentur.de/SharedDocs/Downloads/DE/Allgemeines/Bundesnetzagentur/Pu blikationen/Berichte/2014/Monitoringbericht_2014_BF.pdf?__blob=publicationFile&v=4
  7. http://www.forum-ng.org/de/fng/aktivitaeten/749-marktbericht-nachhaltige-geldanlagen-2015-deutschland.html
  8. https://www.nachhaltigkeit.info/artikel/esg_1609.htm
  9. http://www.cric-online.org/images/individual_upload/publikationen/nachhaltigkeitsstudie2012.pdf
  10. https://www.nachhaltigkeit.info/artikel/finanzen_boersenindizes_1481.htm
  11. http://www.aki-ekd.de/publikationen/leitfaden-fuer-ethisch-nachhaltige-geldanlage-in-der-evangelischen-kirche/iii-beschreibung-der-instrumente/3-themen-und-direktinvestments/34-rohstoffinvestments/
  12. http://www.gruenes-geld.de/
  13. http://www.heldenmarkt.de/http://www.messe-stuttgart.de/fairhandeln/
  14. http://www.energiezukunft.eu/finanzieren-investieren/gruene-geldanlagen/studie-belegt-renditevorteil-nachhaltiger-investments-gn103118/

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