InTiCa Systems AG veröffentlicht den Neunmonatsbericht 2018

Donnerstag, 22.11.2018 08:05 von DGAP - Aufrufe: 132

DGAP-News: InTiCa Systems AG / Schlagwort(e): 9-Monatszahlen InTiCa Systems AG veröffentlicht den Neunmonatsbericht 2018 22.11.2018 / 08:00 Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.


Umsatz- und Ergebnisentwicklung hinter den Erwartungen

Prognose für das Gesamtjahr 2018 gesenkt

Starker operativer Cashflow als Basis für hohe Investitionen

Auftragsbestand auf sehr hohem Niveau

Reorganisationsprogramm zur Verbesserung der Ergebnisse gestartet  

Passau, 22. November 2018 - Die im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notierte InTiCa Systems AG (ISIN DE0005874846, Ticker IS7) hat heute den Neunmonatsbericht 2018 veröffentlicht. Wie im Vorfeld per Ad-Hoc Mitteilung bekannt gegeben, blieb der Geschäftsverlauf im dritten Quartal 2018 hinsichtlich der Umsatz- sowie der Ergebnisentwicklung deutlich hinter den Erwartungen zurück, so dass die Prognose für das Gesamtjahr reduziert werden musste:

"Die negative Entwicklung im dritten Quartal ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen. Einerseits hat sich die Unruhe im Umfeld der Automobilindustrie weiter verstärkt, so dass ein europäischer Großkunde seine Abnahmemenge vorerst deutlich reduziert hat. Hinzu kommt, dass kundenseitig notwendige Freigaben zu Verzögerungen des geplanten dritten Serienprodukts geführt haben und wir mit der Anfertigung dieser Produktreihe in Mexiko noch nicht starten konnten. Ergebnisseitig belasteten die globale Materialverknappung relevanter Rohstoffe in Kombination mit Lieferengpässen und höheren Materialkosten sowie die deutlich zugespitzte Personalverfügbarkeit in Tschechien die Profitabilität", kommentiert Dr. Gregor Wasle, Vorstandssprecher der InTiCa Systems AG, die Geschäftsentwicklung in den ersten neun Monaten 2018.

Umsatz- und Ergebnisentwicklung

Der Konzernumsatz verringerte sich im Vergleich zu den ersten neun Monaten 2017 leicht um 1,8% auf EUR 36,6 Mio. (9M 2017: EUR 37,3 Mio.), wobei im Bereich Automobiltechnologie ein Umsatz von EUR 28,5 Mio. (9M 2017: EUR 29,1 Mio.) und im Bereich Industrieelektronik ein Umsatz von EUR 8,1 Mio. (9M 2017: EUR 8,2 Mio.) erzielt wurde. Durch die deutliche Reduktion von Abnahmemengen bzw. die zeitliche Verschiebung von Abrufen eines europäischen Hauptkunden im Bereich der Hybridtechnologie sowie der Verzögerung der für den Standort Mexiko wichtigen Serienproduktion eines neuen Hauptproduktes, konnte insbesondere im Segment Automobiltechnologie das angestrebte Umsatzwachstum nicht erreicht werden. Die Umsätze im Segment Industrieelektronik sind aufgrund von Projektgeschäften gewissen Schwankungen unterworfen. Während sich die in den Vorquartalen zu beobachtende hohe Nachfrage nach Wechselrichtern zuletzt abschwächte, setzte sich der positive Trend in der EMV-Filter-Technik weiter fort.

Die Materialaufwandsquote in Bezug auf die Gesamtleistung konnte im Berichtszeitraum auf 53,7% reduziert werden (9M 2017: 54,9%). Gleichzeitig erhöhte sich die Personalaufwandsquote aufgrund der deutlich gestiegenen Lohnkosten von 23,0% auf 24,7%. Die sonstigen Aufwendungen stiegen im Vergleich zum Vorjahr von EUR 4,9 Mio. auf EUR 5,7 Mio., wobei der Anstieg auf die Erhöhung der enthaltenen Aufwendungen für die Leiharbeiter an den Produktionsstandorten in Prachatice und Silao auf EUR 1,2 Mio. (9M 2017: EUR 0,5 Mio.) zurückzuführen ist.

Das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) lag mit EUR 3,2 Mio. (9M 2017: EUR 4,3 Mio.) deutlich unter dem Niveau des Vorjahres. Die EBITDA-Marge verringerte sich dementsprechend von 11,6% auf 8,8%. Das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) reduzierte sich auf TEUR 13 (9M 2017: EUR 1,1 Mio.). Auf Segmentebene bedeutet dies im Bereich Automobiltechnologie einen Rückgang des EBIT auf EUR -0,3 Mio. (9M 2017: EUR 0,8 Mio.), während im Bereich Industrieelektronik das EBIT mit EUR 0,3 Mio. (9M 2017: EUR 0,3 Mio.) konstant gehalten werden konnte.

Wie im Vorjahr beliefen sich das Finanzergebnis in den ersten neun Monaten 2018 auf EUR -0,3 Mio. (9M 2017: EUR -0,3 Mio.) und der Steueraufwand auf EUR 0,2 Mio. (9M 2017: EUR 0,2 Mio.). Entsprechend ergibt sich ein negatives Neunmonatsergebnis in Höhe von EUR -0,5 Mio. (9M 2017: EUR 0,5 Mio.). Das Ergebnis pro Aktie belief sich auf EUR -0,11 (9M 2017: EUR 0,12).

Aufgrund hoher Investitionen in die dritte Fertigungslinie in Mexiko sowie den Ausbau der Fertigungsmöglichkeiten für Hybrid- und E-Mobilität im Werk in Tschechien, ergab sich ein negativer Gesamtcashflow in Höhe von EUR -3,0 Mio. (9M 2017: EUR +1,2 Mio.). Der operative Mittelzufluss war mit EUR 3,8 Mio. hingegen fast dreimal so hoch wie im Vorjahr (9M 2017: EUR 1,3 Mio.). Die Eigenkapitalquote reduzierte sich auf 36% (31. Dezember 2017: 42%).

Ausblick

Ungeachtet der aktuellen negativen Einflussfaktoren ist die positive Unternehmensentwicklung grundsätzlich weiterhin intakt. So liegt der Auftragsbestand zum Ende des dritten Quartals mit EUR 83 Mio. auf einem sehr hohen Niveau (30. September 2017: EUR 57 Mio.). Davon waren 84% dem Segment Automobiltechnologie zuzuordnen (30. September 2017: 84%) und ein wesentlicher Teil davon entfällt schon jetzt auf neue Produkte aus den Bereichen Hybridtechnologie und E-Mobilität. Um die Ergebnissituation zu verbessern, hat InTiCa Systems zusätzlich ein Reorganisationsprogramm mit umfangreichen Maßnahmen zur Kostenoptimierung und zur Effizienzsteigerung in der Unternehmensorganisation erarbeitet und bereits mit der Umsetzung begonnen:

Neben der Bereinigung des Produktportfolios um aufwendige und damit margenschwache Kleinserien, sehen wir weiteres Optimierungspotenzial im Rahmen der Organisation sowie der internen Arbeitsabläufe. Dazu zählt zum Beispiel die konsequente Reduzierung der Fixkostenbelastung. Um dem knappen Angebot an Arbeitskräften und den steigenden Lohnkosten in Tschechien entgegenzuwirken, investieren wir in die Optimierung und Automatisierung der Produktion und prüfen darüber hinaus, gewisse Produkte künftig in Mexiko herzustellen. Wir erwarten uns von diesem Maßnahmenpaket mittelfristig eine deutliche Stabilisierung, um Schwankungen beim Umsatz und bei der Personalverfügbarkeit besser auffangen zu können. Entscheidend für die kurzfristige Verbesserung der Umsatz- und Ertragssituation ist jedoch der Anlauf der dritten Serienproduktion in Mexiko, welche nach derzeitigen Erkenntnissen Ende Q1 2019 gestartet werden kann", erläutert Vorstand Günther Kneidinger die Aussichten der InTiCa Systems AG.

Basierend auf dem bisherigen Geschäftsverlauf und den Erwartungen für das vierte Quartal, hat der Vorstand seine Prognose für das Gesamtjahr 2018 reduziert. Anstatt eines Umsatzes von rund EUR 53 Mio. und einer EBIT-Marge von 3,0%, erwartet der Vorstand nunmehr einen Konzernumsatz in Höhe von EUR 47 Mio. bis EUR 49 Mio. und ein negatives EBIT in Höhe von bis zu EUR -1,0 Mio.

Der vollständige Neunmonatsbericht 2018 steht auf der Internetseite von InTiCa Systems unter www.intica-systems.com im Bereich Investor Relations zur Einsicht bzw. zum Download zur Verfügung.

InTiCa Systems AG

Der Vorstand KONTAKT Dr. Gregor Wasle | Sprecher des Vorstands TEL +49 (0) 851 - 966 92 - 0 FAX +49 (0) 851 - 966 92 - 15 MAIL investor.relations@intica-systems.com  

Über InTiCa Systems: InTiCa Systems ist ein führender europäischer Anbieter in der Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von induktiven Komponenten, passiver analoger Schaltungstechnik und mechatronischer Baugruppen. Das Unternehmen arbeitet in den Geschäftsfeldern Automobiltechnologie sowie Industrieelektronik und beschäftigt an den Standorten in Passau, Prachatice/Tschechien und Silao/Mexiko rund 650 Mitarbeiter.

Produkte im Geschäftsfeld Automobilindustrie sind unter anderem Innovationen, welche den Komfort und die Sicherheit von Automobilen erhöhen, die Leistungsfähigkeit von Elektro- sowie Hybridfahrzeugen steigern sowie die CO2-Emissionen reduzieren. Im Geschäftsfeld Industrieelektronik entwickelt und fertigt InTiCa Systems mechatronische Baugruppen für die Solarindustrie und andere industrielle Anwendungen.

Zukunftsgerichtete Aussagen und Prognosen

Diese Mitteilung enthält Aussagen zur zukünftigen Geschäftsentwicklung der InTiCa Systems AG. Diese Aussagen basieren auf den gegenwärtigen Einschätzungen und Prognosen des Vorstandes sowie den ihm derzeit verfügbaren Informationen. Sollten die den Prognosen zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen, können die tatsächlichen Ergebnisse von den prognostizierten Aussagen wesentlich abweichen. Die zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse sind vielmehr abhängig von einer Vielzahl von Faktoren. Sie beinhalten verschiedene Risiken und Unwägbarkeiten und beruhen auf Annahmen, die sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen. Da vorausschauende Aussagen ausschließlich von den Umständen am Tag der Veröffentlichung ausgehen, haben wir weder die Absicht noch übernehmen wir die Verpflichtung, diese laufend zu aktualisieren.


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