Indien kämpft gegen den Schlendrian

Samstag, 02.02.2013 08:40 von WirtschaftsWoche - Aufrufe: 191

Der Wirtschaftsgigant Indien hat noch immer viele Standortnachteile. Nach einer Reihe enttäuschender Jahre will die Regierung nun aber einen marktwirtschaftlicheren Kurs eingeschlagen.

Leicht wird es nicht: Indien hat immer noch viele Standortnachteile. Es gibt zwar hervorragende Universitäten und Forschungsinstitute, doch im Grundschulbereich ist das Bildungssystem katastrophal. Das Kastensystem und die restriktive Arbeitsgesetzgebung verhindern einen effizienten Arbeitsmarkt. Populistische politische Maßnahmen sorgen für staatliche Transferleistungen zugunsten Hunderter Millionen Männer und Frauen auf dem Land. Die Folge sind sinkende Erwerbsneigung dieser Menschen, vielfach überhöhte Löhne und eine Beschädigung der Wettbewerbsfähigkeit. Hinzu kommt eine unterentwickelte Infrastruktur. Die Stromproduktion ist zu gering, Stromausfälle sind häufig. Die Häfen sind unzureichend ausgebaut, auf den chronisch verstopften Straßen herrscht Chaos.Dringend müsste Indien auch sein Steuersystem, die staatliche Ausgabenpolitik und die Regulierung der Wirtschaft reformieren. Doch politischer Wandel ist schwierig in einer bundesstaatlichen Demokratie mit vielen Parteien und 1,2 Milliarden Menschen, die sich auf dem Subkontinent verteilen. Die derzeitige Regierung ist eine zerbrechliche Koalition mehrerer Parteien. Weitaus stärkster Koalitionspartner ist die Kongresspartei, der aber in beiden Häusern des Parlaments eine eigene Mehrheit fehlt. Der Blick auf die Wahlen 2014 macht es noch schwieriger, Gesetze durchzubringen.Trotz allem verzeichnete die indische Wirtschaft über Jahre ein durchschnittliches Wachstum von neun Prozent. Aktuell wächst das Bruttoinlandsprodukt um knapp sechs Prozent im Jahr. Von den großen Volkswirtschaften der Welt schneiden nur China und Indonesien besser ab.

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