Huawei wird zum Sprengsatz im Handelsstreit

Donnerstag, 06.12.2018 11:54 von Handelsblatt - Aufrufe: 323

Eine Auslieferung der chinesischen Technologie-Managerin an die USA würde den gerade erst vereinbarten Burgfrieden zwischen den beiden Supermächten gefährden.

Ein „Waffenstillstand“ ist eine brüchige Angelegenheit. Meist reicht ein „Schuss“ und es ist vorbei mit dem Burgfrieden. Im Handelsstreit zwischen China und den USA könnte Huawei Technologies dieser Schuss sein. Der heftige Kursrutsch an den Weltbörsen nach der Festnahme der Huawei-Gründertochter Meng Wanzhou in Kanada und dem Auslieferungsbegehren der USA zeigt, welcher Sprengstoff in diesem Industriespionage-Thriller rund um den größten chinesischen Telekomausrüster steckt. Die „Waffenruhe“, auf die sich US-Präsident Donald Trump und Chinas starker Mann Xi Jinping am Rande des G20-Gipfels in Buenos Aires geeinigt hatten, ist durch einen lauten Knall gestört.

Dass sich das neue Scharmützel an der Handelsfront an einem Technologieunternehmen entzündet, ist keine Überraschung. Der Streit über Industriespionage, erzwungenen Technologietransfer beim Markteintritt in China und dem Diebstahl geistigen Eigentums amerikanischer Hightech-Konzerne steht im Zentrum des Kräftemessens zwischen den USA und China. Gegenseitige Strafzölle auf Stahl, Autos und Sojabohnen sind nur die Staffage für den Zweikampf um die globale Technologieführerschaft.

Und es ist auch keine Überraschung, dass Huawei dabei zwischen die Fronten der Großmächte gerät. Seit Monaten führt die Regierung in Washington eine internationale Kampagne gegen das chinesische Unternehmen und begründet das mit dem Verdacht, dass Huawei als verlängerter Arm Pekings eine Bedrohung der nationalen Sicherheit darstellt.  

Die amerikanischen Telekomkonzerne dürfen deshalb kein Equipment von Huawei verwenden. Australien und Neuseeland sind dem Beispiel der USA gefolgt. Auch in Großbritannien wachsen die Bedenken, Huawei könnte ein trojanisches Pferd der chinesischen Regierung sein und sollte deshalb vom Bau des superschnellen 5G-Netzwerks ausgeschlossen werden. In Deutschland steht die Entscheidung noch aus.

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