Hohe Kosten, schwache Frachtraten belasten Hapag-Lloyd – Aktie bricht ein

Freitag, 29.06.2018 11:19 von Handelsblatt

Die Containerreederei korrigiert ihren Ausblick nach unten. Steigende Treibstoffkosten und Charterraten vermiesen das Geschäft. Die Aktie stürzt ab.

Die Hamburger Containerreederei Hapag-Lloyd (Hapag-Lloyd Aktie) hat am Freitag ihren Ausblick für das laufende Geschäftsjahr gesenkt. Statt mit einem stark steigenden operativen Gewinn rechnet der Konzern nur noch mit einem Ebit zwischen 200 bis 450 Millionen Euro. Im Vorjahr hatte das Ergebnis bei 410 Millionen Euro gelegen. Vor Zinsen Steuern und Abschreibungen werde ein Ergebnis (Ebitda) zwischen 0,9 bis 1,150 (Vorjahr: 1,054) Milliarden Euro angepeilt.

Das Unternehmen macht dafür steigende operative Kosten, insbesondere im Hinblick auf Treibstoffkosten und Charterraten, verantwortlich. Auch die Frachtraten erholten sich langsamer als erwartet. Diese Entwicklungen könnten nicht vollständig durch bereits eingeleitete Maßnahmen zur Kosteneinsparung kompensiert werden, teilte Hapag-Lloyd mit.

An der Börse brachen die Hapag-Lloyd-Aktien um 19 Prozent ein.

Dabei hatte sich nach einem jahrelangen Niedergang, der gekennzeichnet war durch Überkapazitäten auf See, die Containerschifffahrt zuletzt erholt. Hapag-Lloyd hatte im vergangenen Jahr erstmals wieder schwarze Zahlen geschrieben – ein Kunststück, das ihr seit Ende 2010 allein im Geschäftsjahr 2015 gelungen war.

Zwar sind die Überkapazitäten noch nicht vollends beseitigt, durch die Zusammenschlüsse zahlreicher Reedereien und neue Allianzen aber steigt die Rentabilität. Und die Konsolidierung geht weiter. Im April haben sich die drei japanischen Reedereien MOL, K-Line und NYK vereint, gefolgt von dem Zusammenschluss der chinesischen Cosco mit OOCL.

Schon im vergangenen Jahr ging die Oetker-Reederei Hamburg Süd an Maersk, Hapag-Lloyd griff nach der arabischen UASC, nachdem der deutsche Marktführer zuvor schon die chilenische CSAV übernommen hatte. Von den einst 20 weltgrößten Seefahrtsfirmen bleiben nur noch elf übrig Deren Markt- und Verhandlungsmacht wächst damit kräftig.

Mit Material von Reuters.

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