Top-Thema

18.01.19
ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Dow schafft vierte Gewinnwoche in Folge

Handelsdefizit entmutigt japanische Anleger

Mittwoch, 22.08.2012 05:00 von Handelsblatt

Thema Nummer Eins auf dem Börsenparkett in Tokio ist am Mittwoch das Handelsdefizit des Landes. Außerdem warten die Anleger skeptisch darauf, wie die Europäer über ihren Umgang mit Griechenland entscheiden werden.

Der Handelstag in Tokio hat in gedrückter Stimmung begonnen. Nach einem Überschuss im Vormonat hat Japan für den Monat Juli wieder ein Handelsdefizit ausgewiesen. Das japanische Finanzministerium teilte am Mittwoch mit, das Defizit belaufe sich vorläufigen Zahlen zufolge auf 517,4 Milliarden Yen (knapp 5,3 Milliarden Euro).

"Japan kämpft schon eine Weile darum, in einer sich abkühlenden Weltwirtschaft seinen Schwung wiederzubekommen", sagte Junko Nishioka von RBS Securities Japan Ltd. in Tokio. Der ehemalige Mitarbeiter der japanischen Zentralbank fügte hinzu: "Das Handelsdefizit wird derzeit wohl bestehen bleiben."

Auch die Umsätze an der Börse in Tokio waren mau. Die Anleger warten vorsichtig ab, was das Treffen der europäischen Finanzminister ergeben wird, die diese Woche erneut über die Zukunft Griechenlands diskutieren werden.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index verlor zum Ende des Vormittagshandels 0,9 Prozent auf 9078 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index gab 0,8 Prozent auf 759 Punkte nach. Händler machten Gewinnmitnahmen nach den jüngsten Zuwächsen verantwortlich. In Erwartung einer Aktion der Europäischen Zentralbank zur Bekämpfung der Schuldenkrise war der Nikkei am Montag bis auf ein Drei-Monatshoch geklettert.

Bei den Einzelwerten gehörten Aktien von Fuji Media zu den größten Verlierern. Sie gaben 4,7 Prozent nach. Die Papiere der größten Werbeagentur des Landes, Dentsu (Dentsu Aktie), verloren 4,3 Prozent. Die Bank of America (Bank of America Aktie) Merrill Lynch hatte das Unternehmen wegen verschlechterten Geschäftsaussichten ab dem Herbst herabgestuft.

Ebenfalls wenig zu lachen hatte Kyocera (Kyocera Aktie). Die Aktien des Elektronikherstellers schlitterten um 1,2 Prozent ins Minus. Das Unternehmen macht beinahe 20 Prozent seines Umsatzes in Europa.

Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.