Geld sinnvoll investieren und passives Einkommen aufbauen - welche Möglichkeiten gibt es?

Donnerstag, 13.05.2021 08:00 von Kapitalmarkt ARIVA - Aufrufe: 599

Davon träumen viele: Sich am Strand vergnügen, während sich das Geld in der Zwischenzeit von selbst vermehrt.
Davon träumen viele: Sich am Strand vergnügen, während sich das Geld in der Zwischenzeit von selbst vermehrt. - ©Pixabay.com © Lazare CCO Public Domain
Viele Menschen träumen davon, ihr Geld so gut zu investieren, dass sie ab einem bestimmten Alter nicht mehr darauf angewiesen sind, ihren Lebensunterhalt mit aktiver Arbeit zu erwirtschaften. Auch wenn das nicht immer zur Gänze gelingt, gibt es zahlreiche Möglichkeiten, mit denen es teilweise möglich ist, sich ein passives Einkommen aufzubauen und sich so zumindest teilweise aus dem Berufsleben zurückzuziehen.

Möglichkeit #1: Ein Depot aufbauen mit ETFs

Wer sein Geld auf ein Sparbuch legt, ist im Moment schlecht beraten. Denn im Gegensatz zu früheren Zeiten wird diese Aktivität von den Banken nicht mehr belohnt. Die Zinssätze für Sparzinsen befinden sich auf einem äußerst niedrigen Niveau und bei manchen Banken werden sogar Negativzinsen von den Sparern verlangt. Bei den Kunden dieser Banken kommt das verständlicherweise gar nicht gut an. Laut einer Umfrage von Openbank ist die Einhebung von Negativzinsen immerhin für 26 Prozent der Kunden ein Grund, ihre Bank zu wechseln.

Wesentlich rentabler ist es deshalb, sich ein entsprechendes Wertpapierdepot aufzubauen. Für Anfänger empfiehlt es sich, das Risiko dabei möglichst breit zu streuen. Eine gute Möglichkeit dazu bieten beispielsweise ETFs. Die Abkürzung ETF steht für die englische Bezeichnung "Exchange Traded Funds" und bedeutet zu Deutsch „börsengehandelter Indexfonds“.

Damit ist es auch für kleine Privatanleger möglich, ihr Geld in ganze Märkte oder Regionen zu investieren. Im Gegensatz zu Aktien- oder Anleihefonds steht hinter den ETFs jedoch kein professioneller Fondsmanager, der für seine Tätigkeit hohe Gebühren verlangt. Hier werden einfach ganze Indizes wie beispielsweise der Dow Jones oder der deutsche DAX mit Hilfe eines Algorithmus eins zu eins nachgebildet.

Die ETFs sind die ideale Geldanlage für alle, die sich mit den Erträgen der Börse ein passives Einkommen aufbauen möchten, jedoch nicht ständig im Detail mit einzelnen Aktien beschäftigen möchten. Wer in weiterer Folge etwas Erfahrung an der Börse gesammelt hat, kann selbstverständlich damit beginnen, in einzelne Unternehmen zu investieren. Doch auch hier empfiehlt sich eine Streuung auf mehrere Werte, um das Risiko eines Verlustes entsprechend klein zu halten.

Möglichkeit #2: In Kryptowährungen investieren

Über Kryptowährungen, allen voran dem Bitcoin, ist seit einigen Jahren viel zu lesen und zu hören. Die von Satoshi Nakamoto im Jahr 2009 gegründete digitale Währung erlebte seit damals einen steilen Kursanstieg.

Immer wieder glaubten Anleger deshalb, die beste Zeit, um in Bitcoins zu investieren sei längst vorbei und bis jetzt wurden sie jedes Mal aufs Neue von den weiteren Kursanstiegen Lügen gestraft. Es ist zwar nicht sicher, ob die Kursrallye ewig so weiter gehen wird, doch zahlreiche Experten sehen den Zenit der berühmtesten Kryptowährung noch lange nicht erreicht.

Viele Menschen zeigen sich zwar an den Kryptowährungen interessiert, haben jedoch nur wenig Ahnung von der Materie. Das liegt zum Teil auch daran, dass Deutschland im Hinblick auf das Finanzmanagement als sehr konservativ gilt. Entsprechend skeptisch wird über Kryptowährungen deshalb auch in den Medien berichtet. Während sich vor allem im asiatischen Raum die Zeitungen und Magazine teilweise mit Jubelmeldungen überschlagen, wird hierzulande stets vor dem drohenden Einbruch und dem Totalverlust gewarnt.

Wer sich jedoch ein passives Einkommen aufbauen möchte, sollte sich auch hierzulande fragen: Wie kaufe ich Bitcoins? Denn auch wenn in weiterer Folge nicht gleich ein Vermögen in das digitale Gold investiert wird, sollte zumindest der Prozess, wie Bitcoins gekauft und verkauft werden können, bekannt sein.

Zu beachten ist, dass der Bitcoin zwar die populärste, aber bei weitem nicht die einzige Kryptowährung ist. Als unumstrittene Nummer 2 am Markt gilt derzeit Ethereum und Cardano sichert sich aktuell gerade den dritten Platz am Podest. Wer der Meinung ist, dass der beste Einstiegspunkt bei Bitcoin bereits vorbei ist, sollte sich deshalb mit interessanten Altcoins beschäftigen, deren Kursfeuerwerke noch bevorstehen könnten.

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Die meisten Menschen hierzulande haben noch immer keine Ahnung davon, wie und wo sie Bitcoins kaufen können. Bildquelle: Pixabay.com © Icons8_team CCO Public Domain

Möglichkeit #3: Immobilienprojekte

Um ein passives Einkommen mit Immobilien zu erwirtschaften, war es früher erforderlich, ein eigenes Grundstück, ein Haus oder eine Wohnung zu kaufen. Heutzutage ist es jedoch auch möglich, sich an größeren Bauprojekten zu beteiligen.

Der große Vorteil dabei ist, dass einem dabei der ganze Verwaltungsaufwand abgenommen wird. Auf Plattformen wie beispielsweise exporo.de oder bergfuerst.com werden zahlreiche Objekte angeboten, in die mittels Crowdinvesting das Geld angelegt werden kann.

Dabei gibt es die Möglichkeit, sich entweder an Neubauprojekten zu beteiligen oder in ein Bestandsobjekt zu investieren. In den meisten Fällen gibt es keinen Mindestbetrag. So ist es für Privatanleger möglich, auch mit kleinen Summen an den Projekten zu partizipieren.

Die Investition in Neubauprojekte ist etwas lukrativer, dafür aber auch mit etwas mehr Risiko verbunden. Die aktuellen Zinssätze bewegen sich hier bei etwa fünf bis sieben Prozent pro Jahr. Wer sein Geld hingegen in bestehende Objekte anlegt und dabei von den laufenden Mieteinnahmen profitieren möchte, ist auf der sichereren Seite, bekommt dafür aber auch nur etwa vier bis fünf Prozent an jährlichen Zinseinnahmen.

Um das Risiko zu streuen, empfiehlt es sich, seine geplante Investition auf mindestens fünf Neubauprojekte und fünf Bestandsobjekte aufzuteilen. So kommt es zu keinem Totalverlust, wenn eines der Projekte einmal im Sand verlaufen sollte.

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Auch Kleinanleger haben heutzutage die Möglichkeit, sich mittels Crowdinvesting an Großprojekten zu beteiligen. Bildquelle: Pixabay.com © MichaelGaida CCO Public Domain

Möglichkeit #4: Ein eigenes Asset entwickeln

Die bisherigen drei Möglichkeiten können alle sehr lukrativ sein, sie haben allerdings einen kleinen Haken: Das funktioniert nur für all jene, die bereits Geld haben, das sie investieren können.

Für alle anderen gibt es jedoch auch eine Möglichkeit, sich ein passives Einkommen aufzubauen. Unter anderem mit der Erstellung von sogenannten „digitalen Produkten“. Dazu zählt beispielsweise ein E-Book, das über Amazon verkauft wird oder ein Online-Kurs, der auf der Lernplattform Udemy veröffentlicht wird.

Für die Erstellung dieser digitalen Produkte ist in der Regel kein oder nur ein sehr geringer finanzieller Aufwand erforderlich. Die Arbeit dafür ist einmalig, bei entsprechendem Erfolg lassen sich dadurch jedoch mit den ausgeschütteten Verkaufsprovisionen dauerhaft Einnahmen generieren.


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