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Fusion von Omnicom und Publicis ist geplatzt

Freitag, 09.05.2014 09:20 von WirtschaftsWoche

Die geplante Fusion der Werbeagenturen Omnicom und Publicis zum Weltmarktführer ist gescheitert. Die Unternehmen konnten sich offenbar nicht einigen, wer denn nun wen schlucken soll.

Die geplante 35 Milliarden Dollar (Dollarkurs) schwere Fusion von Omnicom und Publicis zum weltgrößten Werbekonzern ist geplatzt. Die beiden Unternehmen erklärten am Donnerstag ihre Pläne für gescheitert. Die Herausforderungen seien zu groß gewesen, begründeten die Firmen den Schritt. "Wir haben uns deshalb entschieden, dass jeder seinen Weg alleine weiter beschreitet", hieß es in der gemeinsamen Mitteilung. Eine Konventionalstrafe falle nicht an.

Ein Insider sagte, dass ein Streit über bestimmte Konditionen und den Posten des Finanzchefs Grund für das Scheitern gewesen sei. Das „Wall Street Journal“ berichtet von Schwierigkeiten, die nötigen steuerliche und kartellrechtliche Zulassungen für den Zusammenschluss zu bekommen. Auch habe es Debatten darüber gegeben, welcher der Konzerne bei einer Fusion als Käufer des jeweils anderen firmieren solle.

Omnicom und Publicis hatten sich im vergangenen Juli grundsätzlich auf die Fusion verständigt. Damit wollten sie den bisherigen Branchenprimus WPP (WPP Aktie) übertrumpfen. Die Aktionäre der beiden Agenturen sollten jeweils rund 50 Prozent des Aktienkapitals des neuen amerikanisch-französischen Werbegiganten erhalten. Ein Zusammenschluss der zwei Unternehmen wäre der bislang größte in der Werbebranche gewesen. Er hätte die 4,9 Milliarden Dollar schwere Übernahme der Aegis-Gruppe durch die japanische Dentsu (Dentsu Aktie) im vergangenen Jahr in den Schatten gestellt.

Der in New York ansässigen Omnicom-Gruppe gehören unter anderem die Kommunikationsagenturen BBDO Worldwide, DDB und TBWA an. Unter dem Dach der in Paris beheimateten Publicis-Gruppe sitzen unter anderem die Agenturen Leo Burnett Wordwide, Saatchi & Saatchi und DigitasLBi.

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