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„Für Trump ist die Welt eine Arena“ – Sigmar Gabriel warnt vor neuer Weltordnung

Dienstag, 27.11.2018 17:15 von Handelsblatt

Der ehemalige Vizekanzler Sigmar Gabriel spricht über die zerbröselnde USA, die berechtigten Machtansprüche Chinas und die Fehler seiner SPD.Einer der großen Vorteile, nicht mehr deutscher Außenminister zu sein, ist die Zeit. Vier Wochen war Sigmar Gabriel gerade in den USA. Als Dozent in Harvard, genau über den Zeitraum der Midterm Elections. Er reiste durch das Land, vor allem durch West Virginia – ein Bundesstaat, der jahrzehntelang von den Demokraten regiert wurde. Bei der Wahl 2016 aber gewannen Donald Trump und die Republikaner mit großem Vorsprung. „Trump hält sich, in dem er das Land jeden Tag mit seinen Emotionen wachmacht“, sagt Gabriel im Gespräch mit Handelsblatt-Chefredakteur Sven Afhüppe. Trump sei auch der finale Auslöser für sein Buch gewesen, über das er an diesem Abend in Düsseldorf vor Handelsblatt-Lesern sprechen will. „Zeitenwende in der Weltpolitik“ heißt es, Gabriel schreibt darin über Amerika „als schurkische Supermacht“, die Entfremdung Russlands vom Westen, den chinesischen Herrschaftsanspruch.Gabriel blickt mit einer Mischung aus Faszination und Erschrecken auf Trump. „Da geht einer quer durch alles, was bisher richtig erschien“, meint der 59-Jährige. „Gegen alle Theorien setzt er brutal das durch, was er vor der Wahl gesagt hat.“ Man könne vom US-Präsidenten nicht unbedingt etwas lernen. Aber man könne erkennen, dass man sich nicht mit allem abfinden muss. „Etwa, dass wir eine Autobahnbrücke in Leverkusen unter zehn Jahren nicht gebaut oder dass wir einen Flughafen in Berlin nicht hinkriegen.“

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