Deutsche Börse AG - Fondshandel: Nur ein kurzer Schock

Dienstag, 04.03.2014 15:42 von Aktiencheck - Aufrufe: 2054

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Von ausgelassener Faschingsstimmung kann in diesem Jahr - zumindest an der Börse - keine Rede sein, so die Deutsche Börse AG.

Die Sorgen um eine Eskalation des Konflikts auf der ukrainischen Halbinsel Krim und die damit einhergehenden Marktverwerfungen zum Wochenauftakt hätten auch im Fondshandel für kräftige Turbulenzen gesorgt. "Gestern war wirklich sehr viel los, die Leute haben fast nur verkauft. Heute überwiegen zwar immer noch die Abgaben, aber man sieht schon, dass die ersten Käufer wieder zurückkommen", fasse Matthias Präger von der Baader Bank das Handelsgeschehen dieser Woche zusammen.

Das Gleiche beobachte auch Ivo Orlemann von der ICF AG: "Nachdem die Mehrheit der Investoren in der vergangenen Woche noch abgewartet hatte, löste die Verschärfung des Ukraine-Russland-Konflikts am Wochenende eine Verkaufswelle aus. Mittlerweile ist es wieder deutlich ruhiger geworden."

Auffällig sei aber, dass auch die ansonsten sehr beliebten Mischfonds am gestrigen Montag massiv aus den Depots geflogen worden seien. "Das gilt nicht nur für den Carmignac Patrimoine (A) (Carmignac Patrimoine A EUR Acc), der in letzter Zeit ohnehin eher verkauft wurde, sondern auch für den Publikumsliebling Flossbach von Storch Multiple Opportunities (Flossbach von Storch SICAV - Multiple Opportunities R). Hier kamen auch richtig dicke Brocken raus, teilweise 4.000 Stück auf einmal", melde Orlemann.

Abverkauf habe laut Präger zum Wochenauftakt auch das Motto bei reinen Aktienfonds gelautet: "Sowohl heimische Aktienkörbe (DWS Aktien Strategie Deutschland LC) als auch international aufgestellte Portfolios (M&G Global Themes Fund Euro A Acc); (DWS Vermögensbildungsfonds I LD); (Pictet-Global Megatrend Selection P dy EUR) sind reihenweise abgegeben worden", erkläre der Spezialist. Erste Käufe beobachte Präger am heutigen Dienstag im Franklin European Small-Mid Cap Gr (Franklin European Small-Mid Cap Fund A(acc)EUR) sowie in dem international ausgerichteten Portfolio ARERO - Der Weltfonds (ARERO - Der Weltfonds).

Bei Fonds mit russischen und osteuropäischen Aktien habe es laut Orlemann zu Wochenbeginn zwar starke Kursausschläge gegeben, das Orderaufkommen halte sich allerdings in Grenzen.

Auf asiatische Aktien spezialisierte Portfolios würden indes durch die Bank verkauft, wie Präger beobachte. So würden etwa der Baring Hong Kong China Fund (Barings International Umbrella Fund - Barings Hong Kong China Fund Class A EUR Inc) oder der Aberdeen Global Asia Pacific Equity Fund (Aberdeen Global - Asia Pacific Equity Fund A-2 USD Acc) fast ausschließlich zurückgegeben.

Weiter en Vogue bleibe laut Orlemann die seit Monaten stark steigende Biotechbranche. "Vergangene Woche schaffte es der DWS Biotech (DWS Biotech LC) bei uns sogar auf Platz eins der meistgehandelten Fonds", berichte der Spezialist.

Während sich Käufe und Verkäufe in dem DWS-Korb nahezu die Waage gehalten hätten, werde der ebenfalls stark gehandelte Franklin Biotechnology Discovery (Franklin Biotechnology Discovery Fund A(acc)USD) trotz der jüngsten Marktturbulenzen sogar überwiegend gekauft. Weit vorne in der Handelstatistik der ICF AG liege wie in der Vorwoche auch der Dexia Eqs L Biotechnology (Candriam Equities L Biotechnology Class C USD Cap).

Von der zuletzt wieder stark gestiegenen Beliebtheit von Goldminenfonds sei hingegen nicht mehr viel zu sehen, wie Präger anmerke. "Trotz der Marktverwerfungen am gestrigen Montag ist in den Goldminenfonds keine einheitliche Tendenz mehr auszumachen, von einer Flucht in sichere Häfen kann jedenfalls keine Rede sein", melde der Spezialist.

Während der Gold Equity (Julius Baer Multipartner - KONWAVE GOLD EQUITY FUND B - USD) überwiegend gekauft werde, komme der BlackRock Glb World Mining Fund (BlackRock Global Funds - World Mining Fund A2) wieder klar zurück. In den zurückliegenden Wochen seien Goldminenfonds angesichts des sich erholenden Goldpreises wieder verstärkt in den Fokus von Investoren gerückt. (04.03.2014/fc/a/f)

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