Deutsche Börse AG - Fondshandel: Lieber mal raus

Dienstag, 05.11.2013 17:07 von Aktiencheck - Aufrufe: 2254

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Kasse machen, lautet derzeit die Devise unter Fondsinvestoren, so die Deutsche Börse AG.

"Nachdem der DAX von Rekordhoch zu Rekordhoch gejagt ist und sich seit Tagen wacker über 9.000 Punkten hält, wird bei etwas gestiegenen Umsätzen tendenziell mehr verkauft. Vor allem Fonds mit deutschen und europäischen Aktien, aber auch international aufgestellte Portfolios kommen mehrheitlich unter die Räder", melde Matthias Präger von der Baader Bank.

Anleger hätten sich unter anderem von dem auf deutsche Aktien fokussierten UniFonds (UniFonds), dem Deka Fonds CF (DekaFonds CF) und dem BlackRock Global European Fund (BGF European Fund A2 USD) getrennt, der in Aktien aus Europa investiere. Dass der Dollar zum Euro in den vergangenen Tagen deutlich Boden gut gemacht habe, hinterlasse im Fondshandel lauf Präger bislang keine Spuren.

"Bei den international und stark auf den Dollarraum ausgerichteten Fonds zeigt sich in etwa das gleiche Bild wie bei heimischen Aktienkörben: überwiegend Abgaben." Am stärksten verkauft würden unter anderem der M&G Global Dividend (M&G Global Dividend Fund EUR A), der zu rund einem Drittel in US-Werten investiert sei, oder der Astra-Fonds (DWS Concept DJE Globale Aktien). Nach 1,38 Dollar in der vergangenen Woche, koste der Euro aktuell rund 1,35 Dollar.

Das Geschäft mit Asienfonds sei indes sehr ruhig. "Und eine einheitliche Richtung zeichnet sich dabei auch nicht ab: Auf niedrigem Umsatzniveau haben wir Käufe im First State Greater China Growth Fund (First State Greater China Growth Fund A (Thes.) GBP) gesehen, während der Schroder ISF Greater China zurückgegeben wurde", berichte Präger. Ivo Orlemann von ICF Kursmakler bestätige: "An Exoten, einzelnen Branchen oder Ländern besteht im Moment kaum Interesse."

Beliebter seien da breit aufgestellte Mischfonds. Allerdings nicht alle, wie Orlemann anmerke. "Ganz oben auf den Kauflisten steht wie so oft der Publikumsliebling Flossbach von Storch Multiple Opportunities (Flossbach von Storch SICAV - Multiple Opportunities R) und auch beim Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen (Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen A) greifen Investoren zu. Aus dem Carmignac Patrimoine (Carmignac Patrimoine A EUR Acc) steigen Anleger hingegen weiterhin aus." Der Flossbach von Storch komme in den zurückliegenden zwölf Monaten auf ein Plus von über 9 Prozent, der Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen immerhin auf knapp 8. Beim Carmignac Patrimoine seien es gerade mal rund anderthalb Prozent.

Im Segment der Immobilienfonds, wo vergangene Woche die Schließung des Dachfonds Berenberg-Select Income-Universal (Berenberg-Select Income-Universal-Fonds A) für Turbulenzen gesorgt habe, hätten sich die Wogen wieder etwas geglättet. "Der Berenberg-Fonds wurde an einigen Handelsplätzen wie Hamburg oder Berlin zuletzt mit sehr hohen Abschlägen gehandelt, bei uns ist er immer noch ausgesetzt. Die weiterhin handelbaren Immobilienportfolios stehen indes weiterhin ziemlich weit oben auf den Umsatzlisten, allerdings ohne einheitliche Richtung", wisse Orlemann. So würden etwa beim hausInvest (hausInvest) oder dem Deka-ImmobilienEuropa (Deka-ImmobilienEuropa) gespielt.

Angesichts der aktuell eher schwer vorhersehbaren Goldpreisbewegungen würden Anleger von Minenfonds weitestgehend die Füße still halten. "Bei sehr niedrigen Umsätzen wird hier mal was abgestoßen oder auch mal was gekauft. Insgesamt ist es aber sehr ruhig", berichte Präger. Leichte Zuflüsse verbuche der Spezialist im Craton Capital Precious Metal (Craton Capital Precious Metal A Acc), Verkäufe hingegen im Falcon Gold Equity Fund (Falcon Gold Equity Fund Class A USD). (05.11.2013/fc/a/f)

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