Deutsche Börse AG - Fondshandel: Lieber den Spatz in der Hand

Dienstag, 21.08.2012 16:36 von Aktiencheck - Aufrufe: 1833

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Nicht allein konjunkturelle Entwicklungen, sondern auch abermals hochkochende Diskussionen um die Schuldenprobleme Griechenlands bestimmen das derzeitige Bild an den Kapitalmärkten, so die Deutsche Börse AG.

"Dennoch ist die Risikobereitschaft der Anleger vergleichsweise hoch", beobachte die Helaba. "Man hat den Eindruck, dass Investoren einerseits nach Anlagemöglichkeiten Ausschau halten, andererseits aber Angst vor der eigenen Courage haben."

Bei Fondsanlegern stehe laut Anja Deisenroth-Boström derzeit das Glattstellen von Gewinnen im Vordergrund. "Nach dem Anstieg von 400 Punkten im DAX innerhalb von drei Wochen überwiegen insgesamt die Abflüsse", berichte die Spezialistin der Baader Bank, obwohl der deutsche Leitindex aus technischer Sicht noch Luft nach oben habe. "Mitgetragen durch überzeugende US-Konjunkturdaten durchbrach das deutsche Aktienbarometer jenseits der Marke von 7.000 Punkten einige Widerstände und hat nun erst einmal freie Sicht."

Deisenroth-Boström Fondsanleger würden diese Meinung offenbar nicht uneingeschränkt teilen. Portfolios mit hiesigen Bluechips würden mehrheitlich abgestoßen, wie Deisenroth-Boström melde. Unterm Strich veräußert würden etwa der DWS Deutschland (DWS Deutschland) sowie der Santander Deutsche Aktien (Julius Bär Multicooperation - Swiss & Global AM Deutsche Aktien B - EUR). Am Amundi Funds Absolute Volatility Euro Equities (Amundi Funds - Volatility Euro A EUR (C)) hingegen fänden Investoren überwiegend Gefallen. Der Fonds investiere in Optionen mit einjähriger Laufzeit auf den EURO STOXX 50 und ziele dabei auf Gewinne aus den Schwankungen der impliziten Einjahresvolatilität an den Aktienmärkten im Euroraum.

Mehr Zu- als Abflüsse verbuche Frank Wöllnitz zudem im Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen (Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen T), dessen Fondsmanagement auf Nebenwerte mit Sitz in Deutschland, der Schweiz und Österreich setze. Vom AriDeka (AriDeka CF) hätten sich Fondsinvestoren per Saldo getrennt. "Über alle Anlageklassen hinweg geht es eher ausgewogen zu", bemerke der Händler von ICF Kursmakler, der die Handelswoche mit Publikumsfonds als ruhig beschreibe.

Dauerbrenner wie der Flossbach von Storch SICAV (Flossbach von Storch SICAV - Multiple Opportunities R) seien auch in dieser Woche beliebt, wie Wöllnitz melde. "Drei Mischfonds gehören in unserer Umsatzstatistik auf Wochensicht zu den besten zehn." Im UBS Strategy Fund - Balanced (UBS (Lux) Strategy Fund - Balanced (EUR) P-dist) und im Walser Portfolio German Select (WALSER Portfolio German Select - R) hätten die Abflüsse dominiert. Bei Anlegern gut an käme der Templeton Global Bond Fund (Templeton Global Bond Fund A(Mdis)USD). Der Rentenfonds konzentriere sein Augenmerk auf Schuldtitel von Regierungen und Unternehmen weltweit.

Rege Umsätze verbuche Deisenroth-Boström in Publikumsfonds mit internationaler Ausrichtung. "Dabei stehen einige ausgesuchte Körbe mit Blick auf dividendenstarke Unternehmen im Mittelpunkt." Beide Seiten gespielt würden beispielsweise im M&G Global Dividend Fund (M&G Global Dividend Fund EUR A) und im DWS Top Dividende (DWS Top Dividende LD). (21.08.2012/fc/a/f)

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