Sarasin Research - Ferrovial-Aktie: Bewertung eröffnet beträchtliches Kurspotenzial

Freitag, 14.09.2012 16:27 von Aktiencheck - Aufrufe: 359

Zürich (www.aktiencheck.de) - Dr. Philipp Gamper, Analyst von Sarasin Research, hält an seiner Ersteinschätzung "buy" für die Aktie von Ferrovial (Ferrovial Aktie) fest.

Ferrovial sei 1952 als Unternehmen für den Bau von Eisenbahnlinien gegründet worden. Ab Mitte der 90-er Jahre habe sich das Unternehmen stark gewandelt. Nachdem 1995 Agroman, ein anderes führendes spanisches Bauunternehmen erworben worden sei, habe Ferrovial 1998 Cintra gründete. Der Zweck von Cintra habe in der Bündelung der Infrastrukturprojekte von Ferrovial unter separatem Dach gelegen. So baue und betreibe Cintra vor allem gebührenpflichtige Straßen, Autobahnen und Parkhäuser.

2011 habe Ferrovial einen Umsatz von EUR 7,45 Mrd. sowie einen operativen Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) von EUR 819 Mio. ausgewiesen. Der operative Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) und vor außerordentlichen Abschreibungen aus Werthaltigkeitsprüfungen (impairment tests) und Ergebnissen aus Veräußerungstransaktionen, habe sich auf EUR 627 Mio. belaufen. Aufgrund erheblicher positiver Netto-Einmaleffekte in der Höhe von rund EUR 1 Mrd. habe 2011 ein Reingewinn von EUR 1,27 Mrd. resultiert. Der um die Sondereffekte bereinigte Reingewinn habe sodann EUR 281 Mio. betragen, was einem Plus von 13% gegenüber dem bereinigten Vorjahresresultat entsprochen habe (2010: EUR 249 Mio.).

Das 1H12 habe an die guten Vorjahresresultate anschließen können. So habe sich der Umsatz nominal um 3% (organisch: 2%) auf EUR 3,66 Mrd. erhöht. Die EBITDA-Marge habe sich im gleichen Zeitraum um 120 Basispunkte auf 12,0% (1H11: 10,8%) verbessert. Ein negativer Konjunkturverlauf wirke sich hemmend auf das Verkehrsaufkommen und die Passagierzahlen der Flughäfen aus, was die Einnahmen aus dem Konzessionsgeschäft schmälern würde. Insbesondere der Schwerverkehr und der Luftfrachtverkehr würden elastisch auf konjunkturelle Veränderungen reagieren. Komme es gar zu einer anhaltenden Deflation, würde sich dies belastend auf die Teuerung indexierter Mautgebühren auswirken. Die Sparbemühungen der öffentlichen Hand würden Budgetkürzungen erfordern, was zu Verschiebungen bei geplanten Infrastrukturprojekten führen könne.

Ferrovial verfüge über erstklassige Vermögenswerte und mit dem geographisch gut diversifizierten Konzessionsgeschäft über ein stabiles Geschäftsmodell. Selbst das zyklische Baugeschäft bleibe aufgrund seiner regionalen Verteilung mit starkem Standbein in Polen und den USA vielversprechend. Schließlich werde das Portfolio durch das defensive Servicegeschäft abgerundet. Zwar erscheine die Aktie von Ferrovial bei einer P/E und EV/EBITDA Betrachtung im Sektorvergleich teuer. Werde jedoch ein "sum-of-the-parts"-Ansatz unterlegt, ergebe sich ein erhebliches Kurspotenzial. Vor allem die Beteiligung an BAA und die bei Cintra zusammengefassten Konzessionen seien im aktuellen Aktienkurs noch zu wenig reflektiert.

Die Analysten von Sarasin Research stufen die Aktie von Ferrovial mit "kaufen" ein. (Analyse vom 14.09.2012) (14.09.2012/ac/a/a)

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