EU hebt Schutzzölle für Solarmodule auf – deutsche Hersteller müssen sich Wettbewerb stellen

Dienstag, 04.09.2018 11:33 von Handelsblatt - Aufrufe: 729

Verbraucher können sich freuen, Europas Solarindustrie nicht: Mit Aufhebung der Schutzzölle auf chinesische Solarmodule erwartet sie ein verschärfter Preiskampf.

Mindestpreise auf chinesische Solarmodule- und Zellen sollten die europäische Photovoltaikbranche vor dem totalen Kollaps retten. Dieser Plan ist nun Geschichte. Am Dienstag wurden die Anti-Dumping- und Anti-Subventionszölle auf Solarmodule aus China aufgehoben. Die deutschen Solarhersteller sind nun auf sich alleine gestellt und müssen sich im marktwirtschaftlichen Wettbewerb beweisen.

Für die Verbraucher bedeutete die Aufhebung zunächst eine Entlastung. Die Energiebranche rechnet mit sinkenden Kosten für Solarstrom nach dem Auslaufen der EU-Schutzzölle. „Das entlastet auch das Portemonnaie der Stromverbraucher“, erklärte der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW).

Die europäischen Solarhersteller allerdings sehen in der Aufhebung der Schutzzölle eine vitale Bedrohung für ihr Geschäft. Per Antrag hatten sie versucht, die Aufhebung zu verhindern. Die EU-Kommission jedoch lehnte eine erneute Verlängerung ab.

Die Entscheidung kommt für die europäische Solarindustrie zur Unzeit. In Europa bestehen seit 2013 Mindestpreise auf chinesische Solarmodule- und Zellen. Wer sich nicht an die Mindestpreise hält, wird bislang mit Strafzöllen bedacht.

Viele deutsche Solarmodulhersteller- und Zulieferer schlitterten vor fünf Jahren im Wettstreit mit chinesischen Anbietern in die Insolvenz. Erst im vergangenen Jahr konnte die verbliebene deutsche Solarindustrie erstmals wieder auf niedrigem Niveau wachsen.

Im Schutz der Zölle ist es den europäischen Herstellern gelungen, die Produktionskosten zu drücken. Unter anderem deswegen wurde bereits 2017 entschieden, die Zölle schrittweise zu reduzieren. Ursprünglich waren Anti-Dumping-Zölle von bis zu 64,9 Prozent erhoben worden.

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