Dienstag, 17.05.2022 06:08 von dpa-AFX | Aufrufe: 161

EU-Abgeordnete stimmen über Kompromiss bei Emissionshandel ab

Die EU-Flagge. pixabay.com

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Abgeordnete im EU-Parlament wollen Pläne für eine Ausweitung des Emissionshandels in der EU auf Gebäude und Verkehr unterstützen - allerdings mit Ausnahmen. Nach intensiven Verhandlungen stimmt der Umweltausschuss des EU-Parlaments am Dienstag über einen Kompromiss ab. Er sieht vor, dass Konzerne ab 2025 für den Ausstoß klimaschädlicher Gase von gewerblichen Gebäuden und beim kommerziellen Verkehr zahlen müssen. Private Haushalte werden zunächst ausgenommen.

Die EU-Kommission hatte vergangenes Jahr ein separates Emissionshandelssystem für den Straßenverkehr und den Gebäudesektor vorgeschlagen. Kritiker befürchten jedoch, dass dadurch Verbraucher mehr fürs Heizen, Benzin und Diesel zahlen müssten - was besonders angesichts der derzeit hohen Energiepreise verheerend wäre. In Deutschland und anderen Mitgliedstaaten sind diese Bereiche bereits Teil des Emissionshandels.

Das Emissionshandelssystem (ETS) wurde 2005 eingerichtet, um den Ausstoß von Treibhausgasen zu verringern. Bestimmte Unternehmen müssen für den Ausstoß von klimaschädlichen Gasen wie Kohlendioxid (CO2) Zertifikate kaufen oder bekommen diese kostenlos zugeteilt. Da die Menge der Zertifikate kontinuierlich sinkt und sie im Nachhinein gehandelt werden können, gibt es für Unternehmen einen Anreiz, ihre Emissionen zu reduzieren. Derzeit gilt das EU-System für den Stromsektor, Teile der Industrie und der Luftfahrt.

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