Essilor geht mit starkem Jahresendspurt in Fusion mit Luxottica

Donnerstag, 01.03.2018 09:34 von dpa-AFX - Aufrufe: 428

Die Produktion eines Brillenglases (Symbolbild).
Die Produktion eines Brillenglases (Symbolbild).
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CHARENTON-LE-PONT (dpa-AFX) - Der vor der Fusion mit dem weltgrößten Brillenhersteller Luxottica stehende französische Konzern Essilor (Essilor Aktie) hat mit einem starken Endspurt das Jahr gerettet. Der Umsatz sei 2017 um rund fünf Prozent auf 7,5 Milliarden Euro gestiegen, teilte das im EuroStoxx 50 notierte Unternehmen am Donnerstag in Charenton-Le-Pont bei Paris mit.

Das organische Wachstum - also der Anstieg ohne Währungseffekte sowie Folgen von Zu- und Verkäufen - habe 3,1 Prozent betragen. Hier profitierte der französische Konzern von einer deutlichen Belebung des Geschäfts in Nordamerika, seinem wichtigsten Absatzmarkt.

Der um Sondereffekte bereinigte operative Gewinn sei um 3,5 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro gestiegen. Da der Umsatz stärker als das Ergebnis gewachsen ist, ging die Marge leicht auf 18,3 Prozent zurück. Im laufenden Jahr will Essilor das organische Wachstum auf rund vier Prozent steigern - die operative Marge soll dabei mindestens auf dem 2017er-Niveau liegen.

Die vor mehr als einem Jahr angekündigte Fusion mit dem Ray-Ban-Hersteller Luxottica soll in der ersten Hälfte des Jahres abgeschlossen sein. Dann werde ein neues Kapitel aufgeschlagen.

Essilor und Luxottica hatten Mitte Januar 2017 angekündigt, zusammengehen zu wollen. Der Kurs der Essilor-Aktie schoss kurz nach der Mitteilung um fast ein Fünftel nach oben - und auch die Luxottica-Anteile gewannen deutlich an Wert. In den vergangenen Monaten ist die Euphorie unter anderem wegen des schwachen Wachstums von Essilor verflogen.

Der Essilor-Kurs zog in den ersten Handelsminuten knapp zwei Prozent an und liegt damit rund acht Prozent über dem Kurs, den die Aktie vor der Ankündiung der Fusion hatte. Mit dem derzeitigen Preis ist Essilor an der Börse rund 24 Milliarden Euro wert - Luxottica kommt auf eine ähnliche Bewertung.

Der Kurs der Anteile des italienischen Unternehmens, das neben Eigenmarken wie Ray-Ban auch Gestelle für Luxusfirmen wie Armani, Chanel oder Prada in Auftragsfertigung produziert, zog nach der Fusions-Ankündigung ebenfalls deutlich an. Die Papiere lagen zuletzt in etwa auf dem Niveau, das sie vor der Ankündigung hatten.

Luxottica hatte am Montagabend die Zahlen für das vergangene Jahr vorgelegt. Dabei legten die um die Folgen des starken Euro bereinigten Erlöse zu, das operative Ergebnis stieg stark und auch beim Überschuss stand wegen der US-Steuerreform ein deutlicher Anstieg in den Büchern./zb/fba


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