Essenslieferdienst Delivery Hero sieht sich weiter auf Kurs zur Profitabilität

Donnerstag, 26.04.2018 11:07 von dpa-AFX - Aufrufe: 314

Pizza auf einem Holzbrett (Symbolbild).
Pizza auf einem Holzbrett (Symbolbild).
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BERLIN (dpa-AFX) - Der Essenslieferdienst Delivery Hero sieht sich nach einem guten Jahresstart weiter auf dem Weg in die schwarzen Zahlen - zumindest operativ. Gemessen am um Sondereffekte bereinigten Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) will das Unternehmen ("Lieferheld", "Foodora", "Pizza.de") bis zum Jahresende auf Monatsbasis profitabel sein. Der Start ins Jahr sei stark gewesen, teilte das seit knapp zwölf Monaten an der Börse notierte Unternehmen am Donnerstag in Berlin mit. Details nannte Delivery Hero nicht.

Im vergangenen Jahr ging der um Sondereffekte bereinigte Verlust vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um fast ein Fünftel auf 94,2 Millionen Euro zurück. Der Umsatz zog - wie bereits bekannt - um 60 Prozent auf 544 Millionen Euro an. An der Börse sorgte das Ebitda sowie die bekräftigte Profitabilitätsprognose kaum für Bewegung.

Die Aktie pendelte um den Vortagesschluss. Der Kurs liegt derzeit mit 39,20 Euro knapp unter dem Rekordhoch von 40,46 Euro von Ende März. Das Papier wurde im Juni des vergangenen Jahres für 25,50 Euro an die Börse gebracht - mit einem Gesamterlös von knapp einer Milliarde Euro war dies 2017 der größte Börsengang hierzulande.

Delivery Hero will weiter zukaufen und hat sich dafür erst im Dezember rund 360 Millionen Euro über die Ausgabe neuer Aktien beschafft. Die Kapitalerhöhung hatte für einen Kursdämpfer gesorgt, der inzwischen aber wieder komplett ausgestanden ist. Das Unternehmen, das in mehr als 40 Ländern aktiv ist und sich als weltweit größten Lieferdienst bezeichnet, ist derzeit an der Börse rund 7,2 Milliarden Euro wert.

An dem Unternehmen war die Beteiligungsgesellschaft Rocket Internet der bekannten Samwer-Brüder beteiligt, hatte aber keinen Mehrheitsanteil. Beim Börsengang hatte der Start-up-Brutkasten den Anteil bereits deutlich reduziert und in der Folge den Großteil der Beteiligung an den südafrikanischen Medienkonzern Naspers weitergereicht./zb/tav/fba


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