EQS-Adhoc: Lalique Group gibt Jahresergebnis 2020 bekannt

Mittwoch, 21.04.2021 07:05 von DGAP - Aufrufe: 176

EQS Group-Ad-hoc: Lalique Group SA / Schlagwort(e): Jahresergebnis Lalique Group gibt Jahresergebnis 2020 bekannt 21.04.2021 / 07:01 CET/CEST Veröffentlichung einer Ad-hoc-Mitteilung gemäss Art. 53 KR Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.


MEDIENMITTEILUNG

Lalique Group gibt Jahresergebnis 2020 bekannt Zürich, 21. April 2021 - Die in der Kreation, der Entwicklung, der Vermarktung und dem weltweiten Vertrieb von Luxusgütern tätige Lalique Group SA (SIX: LLQ) erzielte im Jahr 2020 einen Betriebserlös von EUR 110.7 Mio. Der Rückgang gegenüber der Vorperiode konnte auf 23% (H1 2020: -30%) reduziert werden und reflektiert die negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf das Geschäft und insbesondere auf den Detailhandel. Der EBIT belief sich im Berichtsjahr auf EUR -12.6 Mio. und beinhaltet neben der im ersten Halbjahr 2020 verbuchten nicht-liquiditätswirksamen Wertminderung von EUR 4.3 Mio. auf dem Markenwert von Lalique eine Rückstellung von EUR 2.4 Mio. im Zusammenhang mit einem seit mehreren Jahren laufenden Rechtsverfahren in Frankreich. Für das Jahr 2021, unvorhersehbare Ereignisse oder neuerliche Verschärfungen der Pandemie ausgenommen, erwartet die Gruppe ein Umsatzwachstum im zweistelligen Prozentbereich. Heute um 10:00 Uhr MESZ findet eine Telefonkonferenz für Investoren, Analysten und Medien statt. Im Jahr 2020 wurde das Geschäft von Lalique Group in allen Segmenten und Hauptmärkten erheblich von den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie beeinträchtigt. Nach den ersten weltweit verhängten Lockdowns im Frühjahr 2020 verbesserten sich die Umsatztrends vorübergehend, wurden aber durch erneute Lockdowns gegen Ende Jahr wieder teilweise geschwächt. Entsprechend schloss Lalique Group nach dem im ersten Halbjahr verzeichneten Umsatzrückgang von 30% das Gesamtjahr 2020 mit einem 23% tieferen Betriebserlös von EUR 110.7 Mio. ab. In Lokalwährungen belief sich der Umsatzrückgang auf 24%.

Die Schutzvorkehrungen zur Eindämmung der Pandemie und damit verbundene temporäre Schliessungen von Shops in den meisten internationalen Märkten wirkten sich im Jahresverlauf insbesondere auf das Detailhandelsgeschäft aus, während der Grosshandel weniger stark betroffen war. Die Gastronomiebetriebe der Gruppe mussten während gesamthaft mehr als vier Monaten geschlossen bleiben. Eine Steigerung verzeichnete Lalique Group beim Online-Geschäft; im Parfümgeschäft verdoppelte sich der Online-Anteil am Gesamtumsatz auf insgesamt rund 8%, bei Lalique Kristallwaren stieg der Online-Anteil auf 8% des Detailhandelsumsatzes.

Auf der Kostenseite hatte Lalique Group nach dem Ausbruch der Pandemie umgehend eine Reihe von Massnahmen getroffen, um die Kapital- und Liquiditätsposition des Unternehmens zu erhalten und Einsparungen zu erzielen. Zudem nahm die Gruppe für den Grossteil der Mitarbeitenden am Hauptsitz in Zürich, an allen Standorten in Frankreich sowie im internationalen Vertriebsnetz Kurzarbeit bzw. vergleichbare Unterstützungsmassnahmen in Anspruch. Dies trug dazu bei, das tiefere Umsatzniveau teilweise zu kompensieren.

Der Personalaufwand sank im Jahr 2020 um 19% auf EUR 28.7 Mio. Die übrigen betrieblichen Aufwendungen fielen gegenüber Vorjahr um 24% tiefer aus und beliefen sich auf EUR 22.9 Mio. Darin enthalten ist eine Rückstellung von EUR 2.4 Mio. im Zusammenhang mit einem seit mehreren Jahren laufenden Rechtsverfahren in Frankreich, bei welchem das Pariser Kassationsgericht einen Entscheid des Berufungsgerichts aus dem Jahr 2018 annulliert und zur Neubeurteilung der Rechtslage zurückgewiesen hat. Demgegenüber waren in den übrigen betrieblichen Aufwendungen der Periode 2019 EUR 1.2 Mio. an einmaligen Kosten im Zusammenhang mit der Akquisition der 50% Beteiligung an der schottischen Whisky Destillerie The Glenturret enthalten. Abschreibungen und Wertberichtigungen nahmen gegenüber 2019 um 36% auf EUR 20.2 Mio. zu, worin die im ersten Halbjahr 2020 verbuchte nicht-liquiditätswirksame Wertminderung von EUR 4.3 Mio. vor Steuern auf dem Markenwert von Lalique enthalten ist.

Das Betriebsergebnis (EBIT) belief sich im Jahr 2020 auf EUR -12.6 Mio. gegenüber EUR 1.4 Mio. im Vorjahr. Ohne Berücksichtigung der Rückstellung für das Rechtsverfahren und des Marken-Impairments lag der EBIT für 2020 bei EUR -5.9 Mio. Das um die einmaligen Kosten im Zusammenhang mit der Akquisition von 50% an The Glenturret bereinigte Ergebnis des Vorjahres betrug EUR 2.6 Mio. Das Konzernergebnis betrug EUR -15.0 Mio. gegenüber EUR 1.1 Mio. im Vorjahr, in welchem ein auf die schweizerische Unternehmenssteuerreform zurückzuführender positiver Effekt von EUR 2.9 Mio. enthalten war.

Lalique Group verfügt weiterhin über eine solide Liquiditäts- und Kapitalposition mit einer Eigenkapitalquote von 46.2% per Ende 2020 gegenüber 50.1% per Ende 2019.

Ergebnisse der Segmente und angepasste Segmentstruktur Lalique Group hat für ihre Geschäftsberichterstattung folgende Anpassungen an ihrer Segmentstruktur vorgenommen: Die Marke The Glenturret, die bis anhin unter «Andere Marken» ausgewiesen wurde, wird neu in einem eigenen Segment geführt. Die Marke Parfums Grès wird neu im Segment «Andere Marken» geführt.

Das Segment Lalique verzeichnete 2020 einen Umsatz von EUR 65.9 Mio., der um 19% tiefer lag als im Vorjahr. Das Parfümgeschäft ging um 25% und das Kristallgeschäft um 15% zurück; damit konnten die beiden Hauptbereiche des Segments den deutlichen Umsatzrückgang des ersten Halbjahrs von 51% bzw. 21% zum Teil wettmachen. Die Einbussen in den Ladengeschäften konnten teilweise durch höhere Umsätze über eigene Online-Kanäle sowie mit Online-Händlern wettgemacht werden. Die Kosten des Segments vor Marken-Impairment sowie Rückstellung für das Rechtsverfahren gingen um 19% zurück. Der EBIT betrug EUR -6.6 Mio. vor bzw. EUR -13.3 Mio. einschliesslich der beiden ausserordentlichen Faktoren (Vorjahr: EUR -6.9 Mio.).

Ultrasun erzielte im Jahr 2020 einen Umsatz von EUR 14.8 Mio. und lag damit um 32% tiefer als im Vorjahr. Das Geschäft war im gesamten Jahresverlauf stark von der Covid-19-Situation beeinträchtigt. Dies war nebst den allgemeinen, den Handel betreffenden Lockdown-Massnahmen auch darauf zurückzuführen, dass aufgrund eingeschränkter Ferienreisemöglichkeiten die Einkäufe von Sonnenschutzprodukten in den Hauptmärkten von Ultrasun während des gesamten Jahres deutlich zurückgingen. Die Kosten konnten um 15% reduziert werden. Die Profitabilität auf Stufe EBIT belief sich auf EUR 0.9 Mio. (Vorjahr: EUR 4.1 Mio.).

Im Segment Jaguar Fragrances ging der Umsatz im Berichtsjahr um 32% auf EUR 15.9 Mio. zurück; mit einem EBIT von EUR 2.0 Mio. (EBIT-Marge 13%) blieb die umsatzstärkste Parfümmarke im Portfolio von Lalique Group aber sehr profitabel (Vorjahr: EUR 3.6 Mio.).

Das Segment The Glenturret verzeichnete coronabedingt einen um 30% tieferen Umsatz von EUR 1.3 Mio. und einen EBIT von EUR -2.5 Mio. (Vorjahr: EUR -1.8 Mio.), nachdem die Lancierung des neuen Whiskysortiments erst im Herbst 2020 erfolgen konnte und das Besucherzentrum aufgrund des Lockdowns ab März 2020 für das gesamte restliche Jahr schliessen musste.

Unter den anderen Marken fiel bei Bentley Fragrances der Umsatz um 5% tiefer aus, und Parfums Samouraï verzeichnete einen Rückgang um 21%. Bei Parfums Grès ging der Umsatz um 23% zurück. Der Parfüms-Abfüll- und Logistikbetrieb Lalique Beauty Services verzeichnete im Berichtsjahr einen Umsatzrückgang von 14%, wobei die tiefere Auslastung im Parfümbereich teilweise durch die Produktion von Hand-Desinfektionsmitteln für Drittkunden kompensiert werden konnte. Dividende und Generalversammlung Angesichts der Covid-19-Situation hat der Verwaltungsrat beschlossen, der Generalversammlung vom 28. Mai 2021 den Verzicht auf eine Dividende für das Geschäftsjahr 2020 zu beantragen. Wie im vergangenen Jahr haben die Mitglieder des Verwaltungsrates und der Geschäftsleitung erklärt, für das laufende Jahr in Form von vollumfänglichen Bonusverzichten und einer partiellen Reduktion der fixen Vergütung einen Beitrag zu liquiditätserhaltenden Massnahmen im nach wie vor schwierigen wirtschaftlichen Umfeld zu leisten. Alle bisherigen Verwaltungsräte und Silvio Denz als Präsident stellen sich für eine weitere Amtsdauer von einem Jahr zur Wiederwahl. Aufgrund der Corona-Pandemie wird die kommende Generalversammlung erneut ohne Publikum stattfinden.

Ausblick Die Entwicklung der Corona-Pandemie und deren Auswirkungen auf das wirtschaftliche Umfeld und das Geschäft von Lalique Group bleiben mit Unwägbarkeiten verbunden, auch wenn insbesondere die fortschreitenden Impfprogramme im Jahresverlauf 2021 grundsätzlich zu Verbesserungen der Situation führen dürften. Weiterhin dürfte es auch regional unterschiedliche Entwicklungen bezüglich Tempo und Ausmass der wirtschaftlichen Erholung geben, was Lalique Group in der Priorisierung von Aktivitäten und Projekten berücksichtigen wird.

Im ersten Quartal 2021 verzeichnete Lalique Group eine vor dem Hintergrund der andauernden Covid-19-Situation solide Umsatzentwicklung mit Wachstum gegenüber der Vorjahresperiode. Unvorhersehbare Ereignisse oder neuerliche Verschärfungen der Pandemie vorbehalten, erwartet Lalique Group für das Gesamtjahr 2021 ein Umsatzwachstum im zweistelligen Prozentbereich gegenüber 2020, wobei sich der Erlös 2021 voraussichtlich noch leicht unter dem Vor-Pandemie-Niveau des Jahres 2019 einpendeln dürfte.

Lalique Group wird auch im laufenden Jahr ein striktes, an die Umsatzentwicklung angepasstes Kostenmanagement anwenden. Gleichzeitig treibt die Gruppe weiterhin ausgewählte Produkteinführungen und Projekte voran. So wurde im März 2021 das erste Parfüm unter der exklusiven Brioni-Lizenz erfolgreich lanciert. Die Wiedereröffnung der Destillerie von The Glenturret mit dem zugehörigen, im Lalique-Kleid renovierten Besucherzentrum, Café und Shop ist für Ende April 2021 vorgesehen, währenddem das neue Lalique Gourmet-Restaurant unter der Leitung von Sternekoch Mark Donald im Juni 2021 eröffnen wird. Im Weiteren sollen für alle Segmente die Online-Aktivitäten sowie der Vertrieb mit Online-Händlern weiter ausgebaut werden.

Lalique Group wird weiter konsequent ihre Diversifikationsstrategie umsetzen, mit der sie eine breite Kundschaft im Luxusgüterbereich anspricht. Aus heutiger Sicht geht die Gruppe davon aus, dass die Covid-19-Situation zu rund zwei bis drei Jahren Verzögerung in Bezug auf die Erreichung ihrer mittelfristigen Profitabilitätsziele führen wird.

Roger von der Weid, CEO von Lalique Group: «Im Jahr 2020 haben die weltweit verhängten Lockdown-Massnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie unser globales Geschäft und insbesondere die Shops naturgemäss stark beeinträchtigt - dank unseren Anstrengungen auf allen Ebenen aber weniger drastisch, als zunächst befürchtet. Auch das laufende Jahr hat mit Corona-Einschränkungen begonnen und dürfte unberechenbar bleiben, obwohl wir zurzeit verbesserte Umsatztrends sehen. Wir werden weiterhin sehr kostendiszipliniert bleiben und gleichzeitig unser Geschäft gezielt weiterentwickeln, um dessen Breite bestmöglich zu nutzen.»

Unterlagen zu den Jahresergebnissen 2020 Die folgenden Unterlagen sind auf der Website von Lalique Group wie folgt verfügbar: Medienmitteilung www.lalique-group.com/media Ergebnispräsentation www.lalique-group.com/financial?section=presentations Geschäftsbericht www.lalique-group.com/financial?section=reporting

Telefonkonferenz für Investoren, Analysten und Medien Datum: Mittwoch, 21. April 2021 Zeit: 10:00 Uhr MESZ Referenten: Roger von der Weid, CEO; Alexis Rubinstein, CFO

Einwahlnummern per Telefon: Schweiz +41 (0) 58 310 50 00 Frankreich +33 (0) 1 7091 87 06 UK +44 (0) 207 107 06 13 USA +1 (1) 631 570 56 13

Medienkontakt Lalique Group SA Esther Fuchs Senior Communication & PR Manager Grubenstrasse 18 CH-8045 Zürich

Telefon: +41 43 499 45 58 E-Mail: esther.fuchs@lalique-group.com

 

Lalique Group Lalique Group ist ein Nischenplayer in der Kreation, der Entwicklung, der Vermarktung sowie dem weltweiten Vertrieb von Luxusgütern. Die Geschäftsfelder umfassen Parfüms, Kosmetika, Kristall, Schmuck, hochwertige Möbel und Wohnaccessoires sowie Kunst, Gastronomie und Hotellerie sowie Single Malt Whisky. Das im Jahr 2000 gegründete Unternehmen beschäftigt rund 680 Mitarbeitende und hat seinen Hauptsitz in Zürich. Die Marke Lalique, die den Namen der Gruppe prägt, wurde 1888 in Paris von René Lalique, Meister der Glas- und Schmuckkunst, ins Leben gerufen. Die Namenaktien von Lalique Group (LLQ) sind an der SIX Swiss Exchange kotiert.

Zusätzliche Informationen finden Sie unter www.lalique-group.com.

Entwicklung Schlüsselzahlen Lalique Group In Mio. EUR

  2020 2019  
Betriebserlös 110.7 143.5
Bruttoergebnis 59.1 81.8
Personalaufwand -28.7 -35.5
Sonstige betriebliche Aufwendungen1 -22.9 -30.0
EBITDA 7.6 16.2
Abschreibungen/Impairment2 -20.2 -14.8
EBIT -12.6 1.4
EBIT-Marge -11.3% 1.0%
Finanzergebnis -2.5 -1.9
Konzernergebnis -15.0 1.1

1) Enthält eine Rückstellung für ein Rechtsverfahren in Höhe von EUR 2.4 Mio.

2) Enthält eine nicht-liquiditätswirksame Wertminderung auf der Marke Lalique in Höhe von EUR 4.3 Mio.

In EUR

Ergebnis pro Aktie -1.76 0.52

In Mio. EUR

  31.12.2020 31.12.2019
Total Eigenkapital (vor Anteilen ohne beherrschenden Einfluss) 156.6 171.9
Eigenkapitalquote 46.2 50.1

Die vollständige Konzernrechnung steht unter www.lalique-group.com/financial zur Verfügung.


Ende der Ad-hoc-Mitteilung
Sprache: Deutsch
Unternehmen: Lalique Group SA
Grubenstrasse 18
8045 Zürich
Schweiz
Telefon: 043 499 45 00
Fax: 043 499 45 03
E-Mail: info@lalique-group.com
Internet: www.lalique-group.com
ISIN: CH0033813293
Valorennummer: A0M1KL
Börsen: SIX Swiss Exchange
EQS News ID: 1186872
 
Ende der Mitteilung EQS Group News-Service

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