Dienstag, 06.12.2022 11:06 von dpa-AFX | Aufrufe: 384

Energiepreise und Kosten dämpfen Stimmung in der maritimen Wirtschaft

Strommasten auf einer Weide (Symbolbild). pixabay.com

HAMBURG (dpa-AFX) - Sorge um Energiepreise, Fachkräftemangel und Arbeitskosten belasten die maritime Wirtschaft in Deutschland. Ihre Konjunktur hat im Herbst 2022 einen deutlichen Dämpfer erhalten. Das ist das am Dienstag veröffentlichte Ergebnis der aktuellen Umfrage der IHK Nord, dem Zusammenschluss dreizehn norddeutscher Industrie- und Handelskammern.

Die drei Teilbranchen Schifffahrt, Hafenwirtschaft und Schiffbau verzeichnen allesamt Rückgänge beim Geschäftsklimaindex. Sorge bereiten demnach vor allem die stark steigenden Energiepreise und Arbeitskosten, die Entwicklung der Weltwirtschaft sowie der Fachkräftemangel. Am stärksten verliert der Geschäftsklimaindex in der Schifffahrt: Er verzeichnet ein Minus von mehr als 62 Punkten und sinkt damit auf 55,9 Punkte.

Demnach sehen nach wie vor alle befragten Reeder ihre aktuelle Geschäftslage als gut oder befriedigend an. "Bei mehr als drei Viertel der Reeder sind die Geschäftserwartungen rückläufig", sagt Norbert Aust, Vorsitzender der IHK Nord. Hier wirkten sich die Unsicherheiten über die weiteren Entwicklungen der Weltwirtschaft und der internationalen Lieferketten auf die Stimmung aus. Neun von zehn Unternehmen sorgen sich demnach um die Entwicklung der Energiepreise, drei Viertel sorgen sich wegen einer geringere Auslandsnachfrage und 57 Prozent haben Schwierigkeiten, Fachkräfte zu finden.

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