Montag, 08.08.2022 13:05 von dpa-AFX | Aufrufe: 557

Energiemanager Günther glaubt Auftraggeber für Säureangriff zu kennen

Ein Mann liest Wirtschaftsnachrichten (Symbolbild). pixabay.com

WUPPERTAL (dpa-AFX) - Spitzenmanager Bernhard Günther vermutet als Auftraggeber des Säureanschlags auf sich eine bestimmte Person aus seinem beruflichen Umfeld. "Es ist kein Zufall, wenn jemand zwei Mal am Sonntagmorgen in Haan beim Joggen überfallen wird", sagte Günther am Montag als Zeuge im Prozess um den Säureangriff am Wuppertaler Landgericht.

Er sei bereits sechs Jahre vor dem Säureattentat 2018 von zwei Männern überfallen worden. Damals habe er Fleischwunden und einen Beinbruch erlitten, sagte Günther.

Es gebe nur eine Person, die sowohl 2012 als auch 2018 davon profitiert hätte, wenn er berufsunfähig geworden wäre. Er habe je eine Liste für beide Anschläge angefertigt. "Die Schnittmenge ist genau eine Person", betonte Günther. Beide Überfälle hätten sich zudem in beruflichen Umbruchzeiten ereignet.

2012 sei der erste Anschlag erfolgt, kurz bevor er sein Amt als neuer RWE-Vorstand angetreten habe. Der zweite Anschlag sei nach der Gewinnwarnung von Innogy und dem Rauswurf des damaligen Vorstandsvorsitzenden erfolgt. Eine Woche später sei die geplante Übernahme von Innogy durch Eon bekanntgegeben worden.

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