Donnerstag, 16.02.2017 11:46 von ARIVA.DE Redaktion | Aufrufe: 4043

Einbruch bei Umsatz und Gewinn: Lenovo im Stand-by-Modus

Lenovo setzt auf das PC-Geschäft - © istock.com/empire331

Der chinesische PC-Hersteller Lenovo gab in seinem heute veröffentlichten Bericht herbe Verluste für das abgelaufene Geschäftsquartal bekannt. Die Umsätze des Konzerns sind im dritten Quartal des bis Ende März laufenden Geschäftsjahres um sechs Prozent auf rund 11,5 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahresquartal geschrumpft. Der Quartalsgewinn brach sogar um 67 Prozent auf umgerechnet rund 92 Millionen Euro ein.


Im Bereich Mobile Business Group, zu dem die Moto und Lenovo Smartphones gehören, verzeichnete Lenovo einen Umsatzrückgang von 23 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Im Vergleich zum vorherigen Quartal konnte Lenovo den Umsatz jedoch um sieben Prozent steigern. Auch im Bereich Data Center Group, in dem Lenovo unter anderem das Server- und Softwaregeschäft vereint, liefen die Geschäfte schlechter. Hier sank der Umsatz um rund ein Fünftel gegenüber dem Vorjahresquartal.

Kann das klassische PC-Geschäft Lenovo retten?

Einzig im PC- und Tablet-Geschäft legte Lenovo im dritten Quartal zu. Dort konnte das Unternehmen den Quartalsumsatz im Vergleich zum Vorjahr um zwei Prozent auf rund acht Milliarden Euro steigern. Besonders gut liefen die Geschäfte in Nordamerika. Davon angetrieben verkaufte Lenovo im vergangenen Quartal weltweit insgesamt rund 15,7 Millionen PCs und bleibt damit nach eigenen Angaben weiterhin der globale Marktführer im PC-Bereich mit einem Marktanteil von 22,4 Prozent.

Lenovo-Vorstand Yang Yuanqing sprach trotz der Verluste von einer „soliden Performance“. Das PC-Geschäft sei nach wie vor stabil und im Smartphone-Bereich gäbe es anhaltende Fortschritte.

Die Schwierigkeiten gehen weiter

Die Aktionäre reagierten dennoch geschockt auf die neuen Unternehmenszahlen. Die Lenovo-Aktie verlor bei Tradegate zwischenzeitlich mehr als neun Prozent und notiert aktuell bei 0,59 Euro pro Papier. Auf Jahressicht büßte die Lenovo-Aktie bereits knapp ein Viertel ihres Wertes ein. Grund dafür sind weiterhin schwindende Umsatzzahlen. Lenovo meldete bereits im vergangenen Geschäftsjahr rückläufige Verkäufe.

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