dpa-AFX Überblick: UNTERNEHMEN vom 01.11.2013 - 15.15 Uhr

Freitag, 01.11.2013 15:20 von dpa-AFX - Aufrufe: 231

Zeitungsständer (Symbolbild).
Zeitungsständer (Symbolbild).
© AdrianHancu / iStock Editorial / Getty Images Plu.

ROUNDUP: RBS vor neuen Milliarden-Verlusten - Bad Bank geplant

LONDON - Die seit der Finanzkrise größtenteils verstaatlichte Royal Bank of Scotland (RBS) unternimmt einen neuen teuren Sanierungsanlauf. Das Unternehmen kündigte am Freitag die Gründung einer internen Bad Bank an. Diese soll Problempapiere im Umfang von 38 Milliarden britischen Pfund (knapp 45 Mrd Euro) abwickeln. Dabei forciert die Bank auch auf Druck der britischen Regierung das Tempo. In den nächsten drei Jahren sollen die Giftanlagen abgebaut sein. Dafür nimmt das Unternehmen hohe Verluste in Kauf. Allein für das Schlussquartal kündigte die Bank Abschreibungen von 4,5 Milliarden Pfund an. Das werde zu einem hohen Jahresverlust führen, sagte Vorstandschef Ross McEwan.

Volkswagen-Absatz bricht in den USA erneut ein

HERNDON - Europas größter Autobauer findet in den USA nicht zurück in die Wachstumsspur. Im Oktober brachen die Verkaufszahlen der Wolfsburger erneut ein und blieben damit im siebten Monat nacheinander auf Schrumpfkurs. Mit 28.129 Autos lag das Minus bei satten 18 Prozent, wie der Konzern am Freitag mitteilte. Seit Jahresbeginn liegt der Absatz mit knapp 343.000 Autos 4 Prozent im Minus. Im vergangenen Jahr war der Volkswagen-Absatz in den USA noch nach oben geschossen. Um dem Abwärtstrend entgegenzusteuern, dürfte VW Ende des Jahres über einen neuen SUV für den US-Markt entscheiden. Schon im Januar hatte das Unternehmen seine Studie Crossblue auf der Automesse in Detroit vorgestellt.

Chevron (Chevron Aktie) verdient im Sommer weniger - Preisdruck im Raffineriegeschäft

SAN RAMON - Der Preiskampf bei Raffinerieprodukten hat dem US-Ölkonzern Chevron wie schon einigen Konkurrenten im Sommer einen Gewinnrückgang eingebrockt. Für die Zeit von Juli bis Ende September stand unter dem Strich ein Gewinn von 4,95 Milliarden US-Dollar (3,6 Mrd Euro) und damit sechs Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie Chevron am Freitag in San Ramon (US-Bundesstaat Kalifornien) mitteilte. Analysten hatten trotz der bekannten Überkapazitäten in der Branche mit einem Gewinnanstieg gerechnet. Selbst der um knapp zwei Prozent auf 56,6 Milliarden Dollar (Dollarkurs) gestiegene Umsatz konnte den Druck auf Chevrons Gewinn nicht auffangen.

ROUNDUP: Fannie Mae verklagt Deutsche Bank (Deutsche Bank Aktie) wegen Libor-Skandal

NEW YORK/FRANKFURT - Der Libor-Skandal wird für die Deutsche Bank immer bedrohlicher. Neben den noch nicht abgeschlossenen Ermittlungen internationaler Aufsichtsbehörden häufen sich nun auch Schadenersatzforderungen von Unternehmen. Am Donnerstag reichte der US-Immobilienfinanzierer Fannie Mae in New York Klage gegen den deutschen Branchenprimus sowie acht weitere Banken ein. Das Unternehmen fordert von den Instituten rund 800 Millionen US-Dollar (585 Mio Euro) Schadenersatz. Die in der Finanzkrise 2008 verstaatlichte Fannie Mae sieht sich durch die Manipulation der Libor-Zinssätze geschädigt, zu denen sich die Banken untereinander Geld leihen.

ROUNDUP: US-Internetfirmen fordern Reform der NSA

BERLIN/WASHINGTON - Nach monatelangen Enthüllungen über die Spionage des Geheimdiensten NSA reicht es amerikanischen Internetfirmen. Google, Facebook, Apple (Apple Aktie) und andere wandten sich in einem Brief an Kongressabgeordnete und forderten erstmal nicht nur mehr Transparenz über die Überwachungsprogramme der NSA, sondern auch echte Reformen. Das könnte die Debatte in den USA ankurbeln. Insbesondere seien "substanzielle Verbesserungen zum Schutz der Privatsphäre und angemessene Mechanismen zur Aufsicht und Nachvollziehbarkeit dieser Programme" nötig, schrieben die Unternehmen an vier Abgeordnete des Rechtsausschusses. Daran sollten Kongress und US-Regierung arbeiten. Auch Microsoft , Yahoo und AOL unterzeichneten den Brief, den die Zeitung "Washington Post" am späten Donnerstagabend online veröffentlichte.

Kreise: Wells Fargo einigt sich mit Fannie Mae und Freddie Mac

SAN FRANCISCO - Die US-Großbank Wells Fargo ist aus der staatlichen Aufarbeitung windiger Hypothekengeschäfte Finanzkreisen zufolge vergleichsweise glimpflich herausgekommen. Das Institut aus San Francisco entschädige die staatlich kontrollierten Hausfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac mit zusammen weniger als einer Milliarde US-Dollar. Darauf habe sich die Bank mit der zuständigen Behörde FHFA geeinigt, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg am Donnerstagabend und zuvor die "Financial Times" unter Berufung auf die Kreise berichteten. Wells Fargo hatte bereits im Mai eine Einigung mit Fannie Mae bekannt gegeben, ohne die Höhe der Zahlung zu nennen.

ING-Rettung als Gewinngeschäft - Niederlande trennt sich von Problempapieren

AMSTERDAM - Für die Niederlande wird die Rettungsaktion der ING zunehmend zum Gewinngeschäft. Nachdem der Bank- und Versicherungskonzern einen Großteil der direkten Kapitalhilfe bereits mit einer zweistelligen Rendite zurückgezahlt hat, soll jetzt der Restbestand an in der Finanzkrise übernommenen amerikanischen Hypothekenpapieren abgewickelt werden. Durch den Verkauf von Papieren mit einem Marktwert von derzeit 6,4 Milliarden Euro erhofft sich Finanzminister Jeroen Dijsselbloem einen Erlös von 400 Millionen Euro. Zudem muss der Konzern weitere 400 Millionen Euro an Provisionen zahlen, so dass der Staat durch die Transaktion wahrscheinlich insgesamt 800 Millionen Euro einnimmt.

ROUNDUP: First Solar verdoppelt Quartalsgewinn nahezu - Gemischter Ausblick

TEMPE - First Solar hat seinen Gewinn dank des Verkaufs von Solarkraftwerken und Einnahmen aus neuen Projekten im dritten Quartal nahezu verdoppelt. Mit Blick auf die nahe Zukunft zeichnete der größte US-Hersteller von Solarzellen jedoch ein gemischtes Bild. Im Gesamtjahr rechnet das Unternehmen mit mehr Gewinn, aber weniger Umsatz als bisher. Im nachbörslichen US-Handel gewannen die Aktien von First Solar 9 Prozent. Titel des deutschen Solartechnikherstellers SMA Solar konnten allerdings nicht profitieren: Sie blieben bis zum Mittag gut ein Prozent im Minus. Die Aktie hatte bis Mitte Oktober gut zugelegt. Unter dem Strich sei der Gewinn von 87,9 Millionen Dollar im entsprechenden Vorjahreszeitraum auf 195 Millionen US-Dollar gestiegen, teilte First Solar am Donnerstag mit. Experten hatten eigentlich mit einem spürbaren Rückgang gerechnet.

ROUNDUP: Netzagentur gegen Prämien für fossile Kraftwerke

BONN/BERLIN - Die Bundesnetzagentur lehnt in der Diskussion um eine sichere Energieversorgung in Deutschland Prämien für fossile Kraftwerke ab. "Ich warne vor Lösungen, mit denen neue Subventionen geschaffen werden", sagte der Präsident der Behörde, Jochen Homann, dem "Handelsblatt" (Freitag). "Wenn man den deutschen Kraftwerkspark betrachtet, kommt man zu dem Ergebnis, dass es aktuell insgesamt ausreichende Erzeugungskapazitäten gibt." Die Aktienkurse der Stromriesen Eon und RWE gaben am Vormittag nach. Zurzeit erörtert eine Arbeitsgruppe von SPD und Union im Zuge der Koalitionsverhandlungen Richtlinien für eine neue Energiepolitik. Beide Seiten wollten eine Reform mit Kappungen der bisherigen Ökostrom-Förderung, hieß es nach der ersten Sitzung am Donnerstag.

ROUNDUP: Schwacher Yen treibt Suzuki - Auslandsumsatz steigt stark

TOKIO - Der japanische Kleinwagenspezialist Suzuki hat im ersten Geschäftshalbjahr dank einer starken Nachfrage außerhalb Japans mehr verdient. Der Auslandsumsatz wuchs in den Monaten April bis September um mehr als ein Fünftel, wie das Unternehmen, an dem Europas größter Autohersteller VW mit knapp 20 Prozent beteiligt ist, am Freitag in Tokio mitteilte. Dabei profitierte der Autobauer auch von der Geldpolitik der japanischen Notenbank. Die Währungshüter drücken gemeinsam mit der Regierung seit Monaten den Yen, um die Exportchancen der heimischen Wirtschaft zu erhöhen. Suzuki hat zum Beispiel für einen Euro Auslandsumsatz durchschnittlich 130 Yen statt 101 Yen im Vergleich zum Vorjahr erhalten.

INTERVIEW: Clariant-Chef will Nordamerika-Geschäft deutlich ausbauen

FRANKFURT - Der Schweizer Spezialchemiekonzern Clariant setzt zukünftig neben den Schwellenländern verstärkt auf Nordamerika. "Wir wollen unsere Produktionsbasis in den USA erweitern, wo immer es möglich ist", sagte Unternehmenschef Hariolf Kottmann der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. Sein Unternehmen habe Nordamerika in den vergangenen 15 Jahren vernachlässigt. Nun müsse sich Clariant intensiver um diesen Markt kümmern. Schließlich sei Nordamerika der größte Chemiemarkt der Welt mit einer ausgesprochen positiven Kundenstruktur.

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/kja

Kundenhinweis: ROUNDUP: Sie lesen im Unternehmens-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.


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