Dienstag, 27.09.2022 17:05 von dpa-AFX | Aufrufe: 219

dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 27.09.2022 - 17.00 Uhr

Ein Mann liest Wirtschaftsnachrichten (Symbolbild). pixabay.com

USA: Verbrauchervertrauen hellt sich überraschend deutlich auf

WASHINGTON - Die Stimmung der US-Verbraucher hat sich im September überraschend deutlich aufgehellt. Das Verbrauchervertrauen stieg zum Vormonat um 4,4 Punkte auf 108,0 Punkte, wie das Marktforschungsinstitut Conference Board am Dienstag in Washington mitteilte. Es ist der höchste Stand seit April. Analysten hatten im Schnitt lediglich einen Anstieg auf 104,6 Punkte erwartet.

USA: Neubauverkäufe steigen stark

WASHINGTON - In den USA sind im August wesentlich mehr Häuser verkauft worden als im Vormonat. Die Veräußerungen legten um 28,8 Prozent zu, wie das Handelsministerium am Dienstag in Washington mitteilte. Analysten hatten im Schnitt einen Rückgang um 2,2 Prozent erwartet. Auf das Jahr hochgerechnet wurden 685 000 neue Häuser verkauft. Die starken Verkaufszahlen stehen dem derzeitigen Trend am Häusermarkt entgegen, der aufgrund mehrerer Entwicklungen wie steigenden Hypothekenzinsen zur Schwäche neigt.

ROUNDUP: Habeck warnt in Energiekrise vor Dauerschäden für die Wirtschaft

NEW YORK - Der Preisanstieg am US-Immobilienmarkt schwächt sich weiter ab, er bleibt mit zweistelligen Zuwachsraten aber hoch. In den 20 großen Metropolregionen der Vereinigten Staaten stiegen die Häuserpreise im Juli gegenüber dem Vorjahresmonat um 16,1 Prozent, wie aus dem am Dienstag in New York veröffentlichten S&P/Case-Shiller-Index hervorgeht. Der Zuwachs folgt auf einen Anstieg um 18,7 Prozent im Vormonat.

USA: Aufträge für langlebige Güter gehen erneut leicht zurück

WASHINGTON - In den USA sind die Aufträge für langlebige Güter im August leicht gesunken. Die Bestellungen seien im Vergleich zum Vormonat 0,2 Prozent gefallen, teilte das US-Handelsministerium am Dienstag mit. Analysten hatten einen etwas stärkeren Rückgang um 0,3 Prozent erwartet. Im Juli hatte sich eine ähnliche Entwicklung gezeigt, mit einem Rückgang um 0,1 Prozent im Monatsvergleich.

ROUNDUP: Sabotage-Verdacht nach Lecks in Nord-Stream-Leitungen

BERLIN/KOPENHAGEN - Nach gleich drei Lecks in nur kurzer Zeit an den Ostsee-Gaspipelines Nord Stream 1 und Nord Stream 2 wird ein Sabotageakt nicht ausgeschlossen. In Polen, Russland und Dänemark wird ein gezielter Anschlag auf die europäische Gasinfrastruktur als Ursache für die als beispiellos geltenden Schäden an beiden Pipelines für denkbar gehalten. Auch aus Sicht deutscher Sicherheitskreise spricht vieles für Sabotage. Sollte es sich um einen Anschlag handeln, würde angesichts des Aufwands nur ein staatlicher Akteur infrage kommen, hieß es am Dienstag. Zwar wird aktuell durch keine der Pipelines Gas geliefert, der Gaspreis stieg angesichts der Verunsicherung aber. Am Montag war in den Leitungen von Russland nach Deutschland ein plötzlicher Druckabfall beobachtet worden.

Weltbank senkt Wachstumsprognosen für Ostasien und Pazifik

WASHINGTON - Die Weltbank hat die Wachstumsprognose für Ostasien und den pazifischen Raum gesenkt. Sie verweist auf die Herausforderungen durch eine sinkende globale Nachfrage, eine wachsende Verschuldung und eine steigende Inflation.

BVR: Energiekrise drückt Sparquote in einstelligen Bereich

FRANKFURT/BERLIN - Viele Verbraucherinnen und Verbraucher können wegen der extrem gestiegenen Preise zum Beispiel für Energie kein Geld auf die hohe Kante legen. Die Sparquote in Deutschland dürften nach Einschätzung des Bankenverbandes BVR in diesem Jahr erstmals seit 2014 wieder in den einstelligen Bereich absinken.

Eurozone: Geldmenge wächst schneller

FRANKFURT - In der Eurozone ist die Geldmenge im August schneller gewachsen. Die breit gefasste Geldmenge M3 erhöhte sich gegenüber dem Vorjahresmonat um 6,1 Prozent, wie die Europäische Zentralbank (EZB) am Dienstag in Frankfurt mitteilte. Im Juli hatte das Wachstum revidiert 5,7 (zunächst 5,5) Prozent betragen. Analysten hatten aktuell mit einer deutlich schwächeren Rate von 5,4 Prozent gerechnet.

Ifo-Institut: Exporterwartungen sinken weiter

MÜNCHEN - Die Exporterwartungen der deutschen Wirtschaft sind laut Ifo-Institut auf den niedrigsten Wert seit Mai 2020 gefallen. Der Index sank im September auf minus 6,0 Punkte, nach minus 2,8 Punkten im August. Auch mittelfristig sei aufgrund der abkühlenden Weltkonjunktur kaum eine größere Dynamik zu erwarten, sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest am Dienstag in München.

EZB-Chefvolkswirt Lane warnt vor Lohn-Preis-Spirale

FRANKFURT - EZB-Chefvolkswirt Philip R. Lane warnt vor zu hohen Lohnabschlüssen als Reaktion auf die extrem gestiegene Inflation. "Die hohe Inflation wird ihren Niederschlag in höheren Löhnen finden müssen. Aber es braucht ein Gleichgewicht", sagte Lane der österreichischen Tageszeitung "Der Standard" in einem am Dienstag veröffentlichten Interview. "Die Löhne werden stärker steigen als in den vergangenen Jahren. Aber der Versuch, die Arbeitnehmer durch höhere Einkommen voll und ganz vor der Inflation zu bewahren, würde die Kosten der Unternehmen deutlich in die Höhe treiben und zu Zweitrundeneffekten führen."

Kundenhinweis:

ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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