Mittwoch, 18.05.2022 17:05 von dpa-AFX | Aufrufe: 222

dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 18.05.2022 - 17.00 Uhr

Ein Mann liest Wirtschaftsnachrichten (Symbolbild). pixabay.com

US-Finanzministerin Yellen dringt auf mehr Finanzhilfen für Ukraine

KÖNIGSWINTER - Unmittelbar vor dem G7-Finanzministertreffen auf dem Petersberg bei Bonn hat US-Finanzministerin Janet Yellen die Forderung nach mehr Finanzhilfen für die Ukraine bekräftigt. Sie werde die anderen Finanzminister auffordern, wie die USA ihre Unterstützung für das von Russland überfallene Land noch weiter zu erhöhen, sagte die Politikerin am Mittwoch in Königswinter. "Sie brauchen unsere Hilfe und sie brauchen sie jetzt."

ROUNDUP/Von der Leyen: Geld für Wiederaufbau der Ukraine im Interesse der EU

BRÜSSEL - EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sieht hohe Investitionen der Europäischen Union in den Wiederaufbau der Ukraine nach einem möglichen Kriegsende im Interesse der Staatengemeinschaft. Die EU habe eine Verantwortung und ein strategisches Interesse daran, den Wiederaufbau anzuführen, sagte die deutsche Politikerin am Mittwoch in Brüssel. Die Ukraine verteidige im Krieg gegen Russland europäische Werte. "Wir werden weiter an der Seite der Ukraine stehen, in diesem Krieg und wenn das Land wieder aufgebaut wird." Die Kriegsschäden in der Ukraine gehen Schätzungen zufolge schon jetzt in die Hunderte Milliarden Euro.

ROUNDUP: Internationale Verkehrsminister sichern Ukraine Unterstützung zu

ROM - Regierungschefin Sanna Marin wertet einen Beitritt Finnlands zur Nato als Gewinn sowohl für ihr Land als auch für das internationale Bündnis. "Eine Mitgliedschaft in der Nato wird Finnlands Sicherheit verbessern und zugleich auch die Allianz (Allianz Aktie) stärken", sagte sie am Mittwoch nach einem Treffen mit Italiens Ministerpräsident Mario Draghi in Rom. Zugleich unterstrich sie, dass durch einen gemeinsamen Beitritt mit Schweden die Sicherheit und Stabilität im Baltikum und in ganz Nordeuropa gestärkt werde.

Eurozone: Inflation stagniert auf Rekordhoch von 7,4 Prozent

LUXEMBURG - Die Teuerung in der Eurozone bleibt sehr hoch. Im April stiegen die Verbraucherpreise gegenüber dem Vorjahresmonat um 7,4 Prozent, wie das Statistikamt Eurostat am Mittwoch in Luxemburg nach einer zweiten Schätzung mitteilte. Eine erste Berechnung hatte eine noch etwas höhere Rate von 7,5 Prozent ergeben. Die Teuerung liegt auf dem Niveau von März und damit so hoch wie nie zuvor im europäischen Währungsraum.

Rumänien macht Weg frei für Erdgas-Förderung im Schwarzen Meer

BUKAREST - Rumänien hat nach langem Tauziehen den Weg für die Erdgas-Förderung im Schwarzen Meer frei gemacht. Am Mittwoch beschloss das Abgeordnetenhaus in Bukarest mit großer Mehrheit die Änderung eines Gesetzes, das bisher ausländische Investoren von dem Projekt ferngehalten hat. Zuvor hatte bereits der Senat, die oberste Parlamentskammer, zugestimmt. Eine mögliche Klage vor dem Verfassungsgericht seitens der nationalistischen Oppositionspartei AUR könnte das Inkrafttreten verzögern. Die AUR hatte in beiden Parlamentskammern gegen das Gesetzesvorhaben gestimmt.

Auftragsbestand in Industrie gewachsen

WIESBADEN - In der deutschen Industrie wächst der Bestand unerledigter Aufträge weiter. Für März dieses Jahres registrierte das Statistische Bundesamt den höchsten Wert seit Einführung der Erhebung im Januar 2015. Die Unternehmen benötigten rechnerisch acht Monate, um die Bestellungen abzuarbeiten, teilte die Wiesbadener Behörde am Mittwoch mit. Viele Unternehmen können wegen Materialmangels und Lieferengpässen, die sich wegen des Ukraine-Krieges noch verschärft haben, die eingegangenen Bestellungen nicht im gewohnten Tempo abarbeiten.

Russland räumt Schwierigkeiten und Fehler im Ukraine-Krieg ein

MOSKAU - Russland hat in seinem Angriffskrieg gegen die Ukraine Schwierigkeiten und Fehler eingeräumt, aber eine Fortsetzung der Kämpfe angekündigt. "Trotz aller Schwierigkeiten wird die militärische Spezialoperation bis zum Ende fortgeführt", sagte der stellvertretende Sekretär des nationalen Sicherheitsrates, Raschid Nurgalijew, am Mittwoch. Trotz der Waffenlieferungen des Westens an die Ukraine laufe die Operation weiter. Es würden alle "Aufgaben - darunter die Entmilitarisierung und die Entnazifizierung sowie der Schutz der Donezker und Luhansker Volksrepubliken - komplett umgesetzt", sagte der frühere Innenminister.

Großbritannien: Inflation steigt auf neun Prozent

LONDON - Die Inflation in Großbritannien steigt immer weiter. Im April erhöhten sich die Verbraucherpreise gegenüber dem Vorjahresmonat um 9,0 Prozent, wie das Statistikamt ONS am Mittwoch in London bekanntgab. Das ist die höchste Rate seit Beginn der neuesten Aufzeichnungen im Jahr 1997. Durch Rückrechnung kommt das ONS zu dem Schluss, dass die Inflationsrate wohl zuletzt um das Jahr 1982 herum höher gewesen sein muss.

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ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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