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Devisen: Euro gibt leicht nach - Pfund legt zu

Mittwoch, 12.06.2019 16:56 von dpa-AFX

Verschiedene Währungen.
Verschiedene Währungen.
© alfexe / iStock / Getty Images Plus / Getty Images www.gettyimages.de

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro hat am Mittwoch anfängliche Gewinne nicht halten können und ist bis zum Nachmittag leicht gefallen. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,1325 US-Dollar und damit etwas weniger als am Morgen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1323 (Dienstag: 1,1320) Dollar (Dollarkurs) fest. Der Dollar kostete damit 0,8832 (0,8834) Euro.

Der Dollar legte gegenüber den meisten großen Währungen etwas zu. Dessen ungeachtet gab es weiterhin Spekulationen auf Zinssenkungen der US-Notenbank Fed. Derartige Erwartungen sind zunehmend auch im Euroraum zu vernehmen. Ausschlaggebend sind hohe politische Risiken wie die zahlreichen Handelskonflikte, die schwächere Verfassung der Weltwirtschaft und die anhaltend schwache Inflation.

Diese Entwicklungen setzen auch die EZB unter Druck, ihre bereits sehr lockere Geldpolitik möglicherweise weiter zu lockern. Frankreichs Notenbankchef Francois Villeroy de Galhau, ein möglicher Nachfolger von EZB-Präsident Mario Draghi, signalisierte zur Wochenmitte Handlungsbereitschaft. "Wir werden alles innerhalb unseres Mandates tun. Wenn die Wirtschaft abbremst, könnten wir mehr tun", sagte er im französischen Fernsehen. Zugleich forderte er die politischen Entscheidungsträger auf, die Handelskonflikte beizulegen.

Das britische Pfund konnte dagegen etwas zulegen. Am Markt wurde auf Äußerungen von Boris Johnson, ein möglicher Nachfolger von Regierungschefin Theresa May, verwiesen. Johnson sagte, er strebe keinen Austritt aus der Europäischen Union ohne Austrittsvertrag an. Dies sei allenfalls ein "letzter Ausweg". Allerdings müsse ein "No-Deal-Brexit" als Verhandlungsdruckmittel erhalten bleiben. Ein EU-Austritt ohne Abkommen gilt sowohl für Großbritannien als auch für die EU als wirtschaftlich schädlich.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,88805 (0,89085) britische Pfund, 122,72 (123,09) japanische Yen und 1,1252 (1,1233) Schweizer Franken fest. Die Feinunze (31 Gramm) Gold (Goldkurs) wurde in London am Nachmittag mit 1334 Dollar gehandelt. Das waren gut sieben Dollar mehr als am Vortag./bgf/jsl/jha/