Deutschlands jüngste Aufsichtsrätin: „Warum sollte ich mir das nicht zutrauen?“

Donnerstag, 20.12.2018 14:20 von Handelsblatt

Die Gründerin über ihre wichtigste Erfahrung als Kontrolleurin, ihr erstes Vorstellungsgespräch mit 34 und ihre Vision einer Frauenquote mit Verfallsdatum.

Fränzi Kühne kommt zum Gesprächstermin auf den letzten Drücker. Sie war auf einem Kundentermin. Kühne ist die jüngste Aufsichtsrätin eines Dax-Unternehmens. Sie kontrolliert den Freenet-Vorstand und neuerdings die Württembergische Versicherung. Hauptberuflich ist sie Gründerin und Chefin der Digitalagentur Torben, Lucie und die gelbe Gefahr (TLGG). Die Firma hat ihren Sitz in einem Hinterhof am Paul-Linke-Ufer in Berlin-Kreuzberg.

In der Eile landet Kühne mit ihrem BMW (BMW Aktie) schräg auf einem Parkplatz. Reserviert ist er für die „gelbe Gefahr“ – das Pseudonym ihres Geschäftsführerkollegen Boontham Temaismithi. Vorbei an Plexiglas-Schaukeln aus den 70ern, Bällebad, bunten Bretterverschlägen, in die sich Kollegen mit Notebooks zurückziehen, Bürodackel „Willy“, Weihnachtsbaum, Getränkelager sowie diversen Rennrädern geht es dann in den Chat-Room – dem einzigen Konferenzraum mit Tageslicht.

Frau Kühne, jung, weiblich – als Aufsichtsrätin fallen Sie deutlich aus dem klassischen Besetzungsschema des erfahrenen Industrie- oder Finanzmanagers mit den grauen Schläfen heraus. Was können Sie, was die Herren nicht können?(Kühne lacht) Ich kenne mich mit Digitalisierung sehr gut aus, mir liegt das sozusagen im Blut. Wir waren die erste Social-Media-Agentur in Deutschland. Heute beraten wir auch Konzerne, wie sie außerhalb ihres bestehenden Geschäftsmodells Geld verdienen können und sich dafür verändern und aufstellen sollten. Wir sind eine Unternehmensberatung für Digitales, dieses Know-how ist wohl der Hauptunterschied.

Fühlen Sie sich als Exotin ?Nein, ich nehme mich selbst so nicht wahr. Auf Äußerlichkeiten kommt es für mich gar nicht an, sondern auf die Inhalte. Und darauf, dass ich etwas bewegen kann. Und wenn da einer vielleicht mal schief guckt, ach, das bekomme ich gar nicht mit.

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