Deutsche Bank sieht starken Jahresauftakt im Investmentbanking

Donnerstag, 29.01.2015 11:38 von dpa-AFX

Frankfurter Innenstadt und Skyline (Symbolbild).
Frankfurter Innenstadt und Skyline (Symbolbild).
© nantonov / iStock Editorial / Getty Images Plus / .

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die neuen Schwankungen an den Finanzmärkten haben dem Investmentbanking der Deutschen Bank im Januar einen Schub gegeben. Der Handel mit Devisen, Aktien und Anleihen habe sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich belebt, sagte Co-Chef Anshu Jain am Donnerstag in einer Telefonkonferenz mit Analysten. Zugleich warnte Jain davor, den guten Auftakt auf das gesamte Jahr hochzurechnen. Die Unsicherheiten über die weitere Entwicklung der Gesamtwirtschaft blieben hoch.

Zuletzt hatte etwa die Aufwertung des Schweizer Franken für große Bewegung an den Kapitalmärkten gesorgt. Jain räumte ein, dass die Bank davon zunächst einen Handelsverlust davongetragen habe. Angesichts der starken Entwicklung im gesamten Handelsgeschäft, glaube er aber nicht, dass sich dies massiv auf die Ergebnisse auswirken

Die Bank gewann nach eigenen Angaben 2014 besonders in der zweiten Jahreshälfte Marktanteile von der Konkurrenz. Dies führte Finanzvorstand Stefan Krause auch darauf zurück, dass das Institut im Zusammenhang mit der 8,5 Milliarden Euro schweren Kapitalerhöhung im zweiten Quartal ein Bekenntnis zu einem umfangreichen Angebot im Investmentbanking abgelegt habe, während viele andere Bank den Bereich deutlich zurückfahren.

Jain betonte, dass auch die Deutsche Bank (Deutsche Bank Aktie) noch effizienter etwa im Anleihengeschäft werden könnte, ohne große Marktanteile zu verlieren. Das Institut steht unter Druck, da Finanzaufseher immer strengere Kapitalauflagen für das Investmentbanking einführen. Das drückt auf die Renditen. Derzeit feilt der Vorstand an einer neuen Strategie, die im zweiten Quartal stehen soll. Bis dahin sind auch die bisherigen Zielvorgaben der Deutschen Bank noch gültig, auch wenn Finanzvorstand Krause die bereits jetzt als sehr herausfordernd bezeichnet.

Bislang hatte sich der Konzern vorgenommen, in diesem Jahr eine um Sondereffekte bereinigte Eigenkapitalrendite von rund 12 Prozent nach Steuern zu erwirtschaften. Für 2016 soll dieser Wert dann auch inklusive aller Sondereffekte erreicht werden. Davon war die Deutschen Bank trotz einer Verdoppelung des Gewinns 2014 mit 2,7 Prozent noch weit entfernt./enl/zb

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