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Donnerstag, 30.08.2018 17:00 von Handelsblatt

Die nächste Mobilfunkgeneration 5G soll Basis der digitalen Wirtschaft der Zukunft werden. Dem Handelsblatt liegt der Ausbauplan für Deutschland vor.

Es ist eine Entscheidung, die Deutschland auf ein Jahrzehnt prägen könnte. Jetzt ist sie gefallen. Es stehen die Details fest, unter welchen Bedingungen die Telekom und andere Mobilfunkkonzerne die begehrten Frequenzen zum Aufbau des Echtzeit-Mobilfunknetzes 5G erhalten können.

Einen entsprechenden Beschluss hat die Präsidentenkammer der Bundesnetzagentur gefällt. Die Spielregeln für das Netz der Zukunft liegen dem Handelsblatt exklusiv vor. „Wir hatten immer den Anspruch, vorne dabei zu sein, wenn es um die Vergabe der Frequenzen geht“, sagte Agentur-Präsident Jochen Homann dem Handelsblatt. „Jetzt starten wir.“

Keine Pflicht, Dritte ins Netz zu lassen

Wie aus dem Beschluss hervorgeht, hat die Behörde auf weitgehende Auflagen zum flächendeckenden Ausbau des 5G-Netzes, wie es parteiübergreifend Politiker gefordert hatten, verzichtet. Auch die Forderung von Mobilfunk-Discountern wie 1&1, Netzbetreiber zu verpflichten, Dritte zu regulierten Preisen aufs Netz zu lassen, hat die Behörde in ihrem Beschluss nicht berücksichtigt.

Die Agentur führt für ihre Haltung wirtschaftliche und rechtliche Gründe an, da die erfolgreichen Bieter nicht wirtschaftlich überfordert werden dürfen. „Die jetzt zur Vergabe anstehenden 5G-Frequenzen sind für eine weitergehende Flächenversorgung nicht geeignet“, erklärte Homann. Dazu seien andere Frequenzen geeignet. Es würden in den nächsten Jahren sukzessive neue Frequenzen frei, „die viel besser für eine Flächenversorgung genutzt werden können“. Nach Angaben der drei Mobilfunknetzbetreiber Telekom, Vodafone und Telefónica würde eine flächendeckende Versorgung mit 5G 60 Milliarden Euro kosten.

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