Mittwoch, 17.04.2019 10:36 von ARIVA.DE Redaktion | Aufrufe: 5355

Chinas grüne Politik: Wird der Umweltsünder zum Klimaretter?

Ein Industriestandort bei Sonnenaufgang (Symbolbild). - © pexels.com

Die Volksrepublik China stand im Jahr 2017 auf Platz eins der Liste der Klimasünder. Nach Angaben des Global Carbon Atlas emittierte China mit seinen rund 1,4 Milliarden Einwohnern insgesamt 9.839 Megatonnen CO2. Der zweitgrößte Emittent – die USA – verursachte ungefähr halb so viel CO2. Chinas Einwohner bekommen die Folgen ihrer hohen Emissionen regelmäßig zu spüren. Nicht selten wird in China der Smogalarm ausgerufen. Fabriken müssen dann schließen, Autos dürfen nicht mehr fahren und die Menschen bleiben freiwillig in ihren Häusern. Doch die chinesische Volksrepublik ist zugleich auch das Land, das am meisten Geld in die Entwicklung und Umsetzung von erneuerbaren Energien steckt. Befindet sich China also auf dem Weg zur Nachhaltigkeit?

Die Volksrepublik lässt sich zum ersten Mal auf verbindliche Klimaziele ein 

Das Jahr 2016 war ein historisches Jahr für China, aber auch für die Weltgemeinschaft. Zum ersten Mal ließ sich die Regierung in Peking in Anbetracht der Probleme auf verbindliche Ziele zum Umweltschutz ein. Im September 2016 ratifizierte sie das Pariser Klimaabkommen und will nun Chinas CO2-Emissionen bis zum Jahr 2030 um 65 Prozent senken. Ein schwieriges Vorhaben, denn China bezieht noch immer einen Großteil seiner Energie aus Kohle und wird daher auch in Zukunft noch viel Smog produzieren. Nach Angaben des „Spiegel“ nimmt sich die chinesische Volksrepublik aber gleichzeitig vor, bis zum Jahr 2030 den Anteil seiner Energie aus erneuerbaren Ressourcen und Atomkraft um 20 Prozent zu erhöhen und so das Problem der starken Luftverschmutzung in den Griff zu kriegen. Reicht das jedoch für eine langfristig nachhaltige Entwicklung aus?

Damit die Luft in den Großstädten Chinas bereits in der nahen Zukunft ein wenig vom Smog befreit wird, fördert das Land im Rahmen seiner nachhaltigen Umweltpolitik beispielsweise die Anschaffung von Elektroautos. Im Jahr 2018 wurden in Peking insgesamt nur 40.000 Fahrzeuge zugelassen, die mit Benzin fahren dürfen. Gleichzeitig vergab die Stadt 60.000 Lizenzen für Elektroautos an ihre Bevölkerung. In Peking gibt es zudem bereits 100.000 Ladestationen für Elektrofahrzeuge. Um die Umweltsituation im Land noch weiter zu verbessern, will die chinesische Führung ab dem Jahr 2019 außerdem eine Quote für Elektroautos einführen. Chinesische Autobauer müssen dann mindestens zehn Prozent ihrer Fahrzeuge mit Elektromotoren ausstatten, ab 2020 sollen es dann zwölf Prozent sein. 

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