Top-Thema

17:03 Uhr
ROUNDUP/Aktien New York: Starke Zahlen und Ausblicke treiben Kurse an

Ceconomy senkt Prognosen wegen Hitze-Sommer

Dienstag, 18.09.2018 22:56 von dpa-AFX

Eine Filiale von Saturn in Berlin. Saturn ist eine Elektronikkette und gehört zu Ceconomy.
Eine Filiale von Saturn in Berlin. Saturn ist eine Elektronikkette und gehört zu Ceconomy. © MichaelJay / iStock Editorial / Getty Images Plus / Getty Images www.gettyimages.de
DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Der Elektronikhändler Ceconomy hat wegen der ungewöhnlichen Hitzewelle diesen Sommer seine Prognosen für das Geschäftsjahr 2017/2018 gekappt. Ohne Berücksichtigung der Beteiligung am französischen Branchenkollegen Fnac Darty werde nun noch ein Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) zwischen 460 und 490 Millionen Euro angepeilt, teilte das Unternehmen am Dienstagabend nach Börsenschluss mit. Im vorherigen Geschäftsjahr wurden noch 494 Millionen Euro erzielt.

Unter zusätzlicher Ausklammerung der Abschreibungen auf Investitionen (EBITDA) sei mit einem Ergebnis zwischen 680 und 710 Millionen Euro zu rechnen, nach 714 Millionen Euro im Vorjahr, hieß es weiter. Zuvor war man sowohl in Bezug auf das EBIT als auch auf das EBITDA von Zuwächsen im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich ausgegangen.

Die Prognosesenkung sei maßgeblich auf ein schwaches viertes Geschäftsquartal zurückzuführen, hieß es in der Mitteilung. "Das ungewöhnlich heiße Wetter im Juli und August führte zu erheblichem Umsatz- und Ergebnisdruck." Zudem komme man aber auch mit der Umsetzung strategischer Initiativen in Deutschland nicht wie erhofft voran.

Beim Gesamtumsatz und beim Nettobetriebsvermögen rechnet die Muttergesellschaft der Elektronikketten Media Markt und Saturn weiter mit einem leichten Wachstum. Im dritten Geschäftsquartal hatte der Konzern einen Umsatzrückgang hinnehmen müssen. Für Ceconomy stellt zurzeit die Beteiligung an der Metro (Metro Aktie) ein Problem dar. Bei der Aufspaltung der früheren Metro Group vor einem Jahr in Ceconomy und den Lebensmittelhändler hatte der Elektronikkonzern ein Aktienpaket von 10 Prozent an der Metro mit auf den Weg bekommen. Der schlechte Verlauf der Metro-Aktie schmälerte jedoch den Wert des Pakets./tos