Bundesregierung: Künftige Preise für Kraftstoff aus Strom ungewiss

Montag, 25.03.2019 15:44 von dpa-AFX - Aufrufe: 1032

Der Deutsche Bundestag in Berlin.
Der Deutsche Bundestag in Berlin.
pixabay.com

BERLIN (dpa-AFX) - Über Kosten und Potenziale von aus Strom hergestellten Kraftstoffen für Autos kann die Bundesregierung bisher kaum gesicherte Aussagen machen. Wissenschaftlichen Studien zufolge lägen die Kosten pro Liter Dieseläquivalent derzeit bei bis zu 4,50 Euro, schreibt das Bundesumweltministerium auf Anfrage der Grünen-Fraktion. Die Produktion gehe aber derzeit nicht über das Maß von Demonstrations- und Pilotanlagen hinaus. Die Preisminderung bis zum Jahr 2030 sei daher "mit Unsicherheiten verbunden", eine Einschätzung zur Entwicklung der Verbraucherpreise sei nicht möglich. Die Antwort lag der Deutschen Presse-Agentur am Montag vor.

Mit durch Einsatz von Strom hergestelltem flüssigem Sprit ließen sich Verbrennungsmotoren und Tank-Infrastruktur auch ohne klimaschädliche fossile Kraftstoffe weiter nutzen. Der Wirkungsgrad ist nach Angaben des Ministeriums aber bisher gering: Er liegt demnach heute bei nur 13 Prozent, wenn man Verluste bei der Umwandlung von Strom in Kraftstoff und bei der Verbrennung einrechnet. "Das bedeutet, dass 13 Prozent der eingesetzten elektrischen Energie in die Bewegung des Fahrzeugs umgesetzt werden", heißt es in der Antwort der Regierung.

Mithilfe von Strom hergestellter Kraftstoff ist auch ein Thema im Streit um mehr Klimaschutz im Verkehr. Umweltschützer halten die Potenziale für überschätzt und setzen darauf, den Strom lieber direkt für die Elektromobilität zu nutzen. Allerdings gibt es auch in diesem Bereich offene Fragen, etwa beim Ausbau der Lade-Infrastruktur und bei der Herstellung von Batterien.

Grundsätzlich hält die Bundesregierung strombasierte Kraftstoffe für nötig: Die "bis spätestens zum Jahr 2050 notwendige weitgehende Treibhausgasneutralität des Verkehrs" erfordere die Produktion, schreibt das Umweltministerium. Flüssige oder gasförmige Kraftstoffe aus Strom seien "dort einzusetzen, wo eine Elektrifizierung technisch kaum möglich ist"./ted/hoe/DP/stw


Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.

Kurse

  
64,87
+0,17%
BMW St Realtime-Chart
46,985
+0,61%
Daimler Realtime-Chart
22,86
-1,08%
Peugeot Realtime-Chart
808,00
0,00%
Audi Realtime-Chart
161,74
+0,15%
Volkswagen Vz Realtime-Chart