BTCC: Chinas älteste Exchange stellt Bitcoin Mining ein

Mittwoch, 07.11.2018 14:30

Bitcoin: Chinas ältester Mining-Pool, BTCC, stellt zum 30. November das Mining ein. In einer Pressemitteilung begründet das Unternehmen den Schritt mit notwendigen „Geschäftsanpassungen“.

Bitcoin Mining ist für immer weniger Marktteilnehmer ein lohnenswertes Unterfangen. Denn die Mining-Pools sehen sich in 2018 mit sinkenden Kursen und gleichzeitig ansteigender Hash Rate konfrontiert. Diese Kombination macht das Geschäft mit dem Bitcoin Mining zunehmend unprofitabel.

Dieser Entwicklung scheint jetzt auch Chinas älteste Krypto-Börse zum Opfer gefallen zu sein. Wie das Unternehmen in einer Pressemitteilung vom 6. November schreibt, sieht sich BTCC gezwungen, bis Ende des Monats das Mining gänzlich einzustellen:

„Heute bedauern wir, Ihnen mitteilen zu müssen, dass der BTCC-Pool aufgrund von Geschäftsanpassungen am 15. November alle Mining-Server herunterfahren und ab dem 30. November den Betrieb auf unbestimmte Zeit einstellen wird.“

Abschied auf Zeit

Es scheint sich bei dem Schritt allerdings um eine temporäre Anpassung zu handeln. Im Pressebericht heißt es:

„Wir sind fest davon überzeugt, dass sich die Bitcoin- und die Blockchain-Branche weiterentwickeln und verbessern werden. […] Wir sehen uns wieder!“

BTCC, vormals BTC China, ist mit der Gründung 2014 die älteste chinesische Krypto-Börse überhaupt. Aufgrund der staatlichen Regulierungen in der Volksrepublik 2017 operiert das Unternehmen mittlerweile von Hongkong aus.

Bitcoin-Mining-Ausstieg mit Ansage

Der anhaltende Bärenmarkt bereitet der Mining-Industrie zunehmend Schwierigkeiten. Während die großen Player wie Bitmain nach dem Ausbau ihrer Marktmacht streben, haben die weniger umsatzstarken Miner Probleme, profitabel zu wirtschaften. Die Hash Rate hat sich innerhalb eines Jahres von 28 Billiarden Hashes pro Sekunde (28 EH/s) auf aktuell 50 EH/s fast verdoppelt – bei sinkenden Kursen.

Der Anstieg lässt sich eigentlich nur mit einer höheren Zahl an Minern im Markt und damit höherem Wettbewerb erklären. Die daraus resultierende sinkende Gewinnmarge können große Pools wie Bitmain eine Zeit lang ausgleichen. Für kleinere Unternehmen wird es allerdings langsam eng, wie man am Beispiel von HashFlare und BTCC erkennen kann.

Indes steckt BTCC den Kopf nicht in den Sand und bemüht als Exchange sogar Expansionsabsichten. Ende Oktober gründete die Krypto-Börse einen Ableger im südkoreanischen Gangnam.

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Source: BTC-ECHO

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