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DER FONDS - Biokraftstoffzertifikate unter der Lupe

Donnerstag, 24.08.2006 16:00 von Aktiencheck

Hamburg (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "DER FONDS" nahmen Biokraftstoffzertifikate unter die Lupe.

In Schweden sei es gang und gäbe: Autofahren mit Biokraft. Bei den hohen Benzinpreisen verwundere es wenig, dass immer mehr Länder ihre Ölabhängigkeit reduzieren wollen und zunehmend auf Biokraftstoffe setzen würden, selbst die USA sei dabei.

Mit dem neuen ABN AMRO Biofuel Total Return Index-Zertifikat (Open-End Zertifikat auf RBS Biofuel TR [The Royal Bank of Scotland plc]) könnten Anleger von diesem Trend profitieren. Das Papier setze auf die Futures von sieben Rohstoffen, die für die Produktion von Biokraftstoff benötigt würden. Mehr als drei Viertel des Portfolios würden allerdings Zucker, Mais und Sojabohnenöl ausmachen. Das Endloszertifikat sei nicht gerade billig: Die jährliche Managementgebühr liege bei 1,2 Prozent, der Spread bei 1,5 Prozent.

Bereits in den letzten Monaten hätten auch Société Générale und HSBC Trinkaus & Burkhardt Biokraft-Zertifikate emittiert. Sie würden jedoch nicht auf Rohstoffe setzen, sondern auf Aktien aus der Branche. Das HSBC Trinkaus Biokraftstoff-Basket-Zertifikat (Aktien-Basket-Zertifikat auf Biokraftstoff-Basket [HSBC Trinkaus & Burkhardt AG]) enthalte zwölf Unternehmen und laufe bis März 2008.

Société Générale habe zusammen mit dem Indexanbieter Dow Jones und dem Schweizer Vermögensverwalter Sam Group den Bioenergy Total Return Index (Biox) aufgelegt und darauf ein Endlos-Zertifikat (Index-Zertifikat auf BIOX [Societe Generale SA]) emittiert. Der Biox bilde die Kursentwicklung von acht Bioenergie-Unternehmen samt ausgeschütteter Dividenden nach. (24.08.2006/zc/a/a)