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Bessere Noten für Irland und Portugal

Freitag, 15.12.2017 23:45 von Handelsblatt

Portugals Kreditwürdigkeit ist für die Ratingagentur Fitch kein Ramsch mehr. Die US-Bonitätsprüfer gaben dem Land das Gütesiegel „Investment Grade“ zurück. Auch Irland macht laut Fitch weiter Fortschritte.

Nach der einflussreichsten Ratingagentur S&P hat auch der Rivale Fitch das einstige Krisenland Portugal wieder in den Club der verlässlichen Kreditnehmer aufgenommen. Fitch hob das Rating des Landes am Freitag von „BB+“ auf „BBB“. Damit haben Portugals Staatsanleihen den sogenannten Ramschbereich verlassen, in dem ein Investment als spekulativ gilt. Der Ausblick ist stabil, damit erwartet Fitch auch auf absehbare Zeit keine Veränderung der Lage.

Die Ratingagentur begründete die Hochstufung in erster Linie mit den Verbesserungen im Staatshaushalt: In diesem Jahr dürfte die Schuldenquote zum ersten Mal seit der Eurokrise sinken, erklärte Fitch in London. Das liege zum einen an den Maßnahmen der Regierung, zum anderen aber auch an einer wirtschaftlichen Erholung und besseren Finanzierungsbedingungen.

Portugals Haushaltsdefizit dürfte laut Fitch in diesem Jahr nur noch einen Bruchteil des Wertes aus Krisenzeiten betragen. Auch der Bankensektor stehe heute besser da, wenngleich faule Kredite weiter ein Risiko seien.

Portugal war eines der europäischen Länder, das am schwersten unter den Folgen der Wirtschafts- und Finanzkrise gelitten hatte. Mit internationaler Hilfe hat sich die Lage inzwischen entspannt. Im September hatte S&P das Land wieder zu einem zuverlässigen Schuldner erklärt. Für die dritte große Ratingagentur Moody's (Moody's Aktie) gilt Portugal allerdings noch als zweifelhafter Schuldner mit einer – wenn auch denkbar knapp – lediglich ausreichenden Bewertung.

Stabiler Ausblick für Irland

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