Bauindustrie: Es fehlt weiter an Infrastrukturprojekten

Donnerstag, 17.09.2015 13:16 von dpa-AFX - Aufrufe: 1008

Metall wird geschnitten (Symbolbild).
Metall wird geschnitten (Symbolbild).
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SCHROBENHAUSEN/BERLIN (dpa-AFX) - Die deutsche Infrastruktur hat aus Sicht der Bauindustrie weiter Nachholbedarf. Die vielen Baustellen auf Autobahnen und Straßen vermitteln laut dem Präsident des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, Thomas Bauer, ein falsches Bild. "Der Eindruck, dass so viel gebaut wird, deckt sich leider nicht mit der Statistik und der Erfahrung", sagte Bauer (Bauer Aktie) der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. Es werde immer noch nicht genug getan und es fehlten Projekte. Die Bauunternehmen litten darunter. "Wir hoffen aber, dass in den nächsten Monaten und Jahren spürbar wird, dass deutlich mehr investiert wird."

In den kommenden Jahren will die Bundesregierung deutlich mehr in die Sanierung von Autobahnen, Brücken, Schienen und Wasserstraßen stecken. "Bis 2017 werden die Verkehrsinvestitionen um zwei Milliarden Euro auf 12,8 Milliarden Euro steigen", sagte Bauer. Die Projekte kämen aber nur zögerlich auf den Markt. Die Verwaltungen der Bundesländer stießen bei der Planung teilweise an ihre Kapazitätsgrenzen.

Erst jüngst hatte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) angekündigt, in den kommenden drei Jahren 500 Millionen Euro zusätzlich in die Sanierung maroder Fernstraßenbrücken zu stecken. Dafür werden die Mittel bis 2018 auf zwei Milliarden Euro erhöht. Zudem hatte er bekräftigt, dass die Straßensanierung Vorrang vor dem Aus- und Neubau habe./mne/jha/stb


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