ARIVA RegioX-Indexfamilie: Börsenbarometer für alle Regionen Deutschlands

Mittwoch, 17.07.2019 12:29 von Janine-Isabell Franz

Die RegioX-Indexfamilie  besteht aus neun regionalen Indizes.
Die RegioX-Indexfamilie besteht aus neun regionalen Indizes.
Um die Aufmerksamkeit von privaten Anlegern und Analysten stärker auf Small- und Midcaps aus ihrer Nähe zu lenken und zugleich die wirtschaftliche Dynamik in unterschiedlichen Gegenden Deutschlands abzubilden, hat ARIVA.DE eine spezielle Indexfamilie entwickelt: die ARIVA RegioX-Indizes. Als erster Emittent hat UniCredit Zertifikate auf die RegioX-Indizes aufgelegt.

Ob aus Aachen oder Augsburg, Ludwigshafen oder Lübeck – bei den bekannten Indizes Dax, TecDax, MDax und SDax spielt der Sitz der Indexmitglieder innerhalb Deutschlands keine Rolle. Dagegen ist bei der ARIVA RegioX-Indexfamilie der Standort ein relevanter Parameter für die Indexzusammensetzung. Für insgesamt neun deutsche Teilregionen hat ARIVA.DE einen eigenen Aktienindex entwickelt. Das Ziel war es dabei, Unternehmen zu identifizieren, die relevant für die jeweilige Region sind, in der sie ihren Sitz haben.

Wissenschaftliche Methodik und breite Aufstellung

Alle Regio-Indizes sind regelbasiert und folgen einer transparenten Methodik. Als Auswahluniversum dient der Regulierte Markt der Frankfurter Wertpapierbörse (CDax). Je nach Firmensitz des Unternehmens werden diese Aktien einer der neun von ARIVA.DE definierten Regionen zugeordnet. Im einzelnen sind dies: Baden-Württemberg (ARIVA BWAX), Hessen (ARIVA HeX), Hamburg und Schleswig-Holstein (ARIVA NOX), Berlin (ARIVA BERX), die Ost-Länder Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Sachsen, Brandenburg und Thüringen (ARIVA EASTX), Bayern (ARIVA BayX), Niedersachsen und Bremen (ARIVA NiBX), Rheinland-Pfalz und das Saarland (ARIVA RPXS) sowie Nordrhein-Westfalen (ARIVA NRWX).

Jeder der regionalen Indizes umfasst die zehn größten Aktien aus seinem Gebiet. Maßgebend ist die Marktkapitalisierung des Streubesitzes. Die Gewichtung der Aktien im Index ist gedeckelt: Eine Aktie darf maximal 25 Prozent des Indexes ausmachen. Die Zusammensetzung der Indizes wird halbjährlich überprüft, ebenso findet regelmäßig ein Rebalancing der Indexgewichte statt. Außerordentliche Anpassungen zum Beispiel nach Fusionen von Unternehmen oder einem Delisting einer Aktie sind jederzeit möglich. Berechnet werden die Indizes allesamt als Performanceindizes.

Mit der RegioX-Indexfamilie füllt ARIVA.DE eine Lücke auf dem Aktienmarkt. Zwar berechnen vereinzelt auch Regionalbörsen lokale Aktienindizes. Bundesweit nach einer einheitlichen Methodik konzipierte regionale Börsenbarometer gibt es bisher jedoch nicht. „Die RegioX-Indizes erlauben in Zukunft erstmalig einen regionsübergreifenden Vergleich der Bewertungsdynamik regionaler Unternehmen und damit auch Rückschlüsse auf die Innovationsfreude und die Standortbedingungen im regionalen Vergleich“, sagt Ulrich Schmidt, Professor am Kieler Institut für Weltwirtschaft, der die Indexentwicklung wissenschaftlich begleitet hat.

Neben den regionalen auch ein gesamtdeutscher Index

Zusätzlich zu den regionalen Indizes ist auch ein gesamtdeutscher Index (ARIVA regioX) als Kopf der Indexfamilie entstanden. In ihm werden alle 90 Indexmitglieder der regionalen Aktienindizes aufgenommen – gewichtet erneut nach der Marktkapitalisierung des Freefloats. Der ARIVA RegioX zeichnet so ein regional ausgewogenes, sektorübergreifendes und vor allem breit gestreutes Bild vom deutschen Aktienmarkt.

Als erster Emittent hat UniCredit Indexzertifikate auf die RegioX-Indizes emittiert. Seit dem 15. Juni 2018 werden diese Zertifikate an den Börsen Stuttgart, München und Frankfurt gehandelt. Private Anleger haben damit die Chance, auf die Kursentwicklung der Indizes zu setzen.

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