Deutsche Börse AG - Anlagezertifikate im Fokus der Anleger

Dienstag, 13.03.2007 15:39 von Aktiencheck

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Erholung des Anlegersentiments scheint nachhaltiger zu sein, als viele Marktteilnehmer und Beobachter wohl zunächst angenommen hatten, so die Deutsche Börse AG.

Der deutsche Leitindex DAX® sei heute bei knapp 6.710 Punkten zwar leicht im Minus, habe aber in den vergangenen Tagen viel der Korrektur wieder aufgeholt. Ähnliche Frühlingsstimmung hätten Investoren verbreitet, die die drei Trading-orientierten DAX-Zertifikate (Unlimited Indexzertifikat auf DAX [Commerzbank AG]), (Open-End Zertifikat auf DAX [Citigroup Global Markets Deutschland AG]) und (X-pert Zertifikat auf DAX [Deutsche Bank AG]) ohne Spread seit Wochenbeginn in ihre Depots legen würden.

Ebenfalls gekauft werde seit einigen Tagen ein Index-Zertifikat (X-pert Zertifikat auf TecDAX [Deutsche Bank AG]) auf den TecDAX®. Der Technologie-Index habe über die Hälfte der Verluste Ende Februar wieder wettgemacht. Nur heute sei er nach einer freundlichen Eröffnung gegen Mittag wieder leicht ins Minus gedreht.

Antrieb für den TecDAX seien die stark gewichteten Solarwerte. So verwundere es auch nicht, dass etliche Anleger direkt in diesen Sektor einsteigen würden. Sie würden z.B. ein Index-Zertifikat (Index-Zertifikat auf World Solar Energy Index [Societe Generale SA]) der Société Générale kaufen, auf den Solex, einen Performance-Index von Dow Jones, der die 10 weltweit wichtigsten Unternehmen mit Umsatzschwerpunkt im Solarbereich erfasse. Größte Werte im Index seien die chinesische Suntech Power Holdings, die deutsche SolarWorld, die US-amerikanische Energy Conversion Devices und die deutsche Q-Cells. Alle vier Unternehmen würden rund 60 Prozent im Index halten.

Etwas breiter gestreut würden sich die Investoren engagieren, die ein Index-Zertifikat (Index-Zertifikat auf ERIX TR [Societe Generale SA]) auf den ERIX, den European Renewable Energy Index kaufen, ebenfalls von der Société Générale. Der Index lasse Anleger an den größten europäischen Unternehmen im Bereich erneuerbare Energien wie SolarWorld, Conergy, ErSol oder Q-Cells, teilhaben.

Theo Kitz, Analyst bei Merck Finck & Co, sehe einen anhaltend positiven Trend für Solaraktien. "Im Herbst wird ja routinemäßig das EEG, das Energie-Einspeisungsgesetz überprüft. Zunächst hatte der Markt angenommen, dass durch den Austritt der Grünen aus der Regierung die ohnehin degressiv gestalteten Einspeisungsgebühren noch stärker gesenkt werden könnten." Das sehe nach dem Klimakipfel in Brüssel nun anders aus. Bei dem Treffen sei eine Anhebung des Anteils der Erneuerbaren Energien am EU-Gesamtverbrauch auf 20 Prozent bis zum Jahr 2020 vereinbart worden. "Bei diesem Thema ist aber noch völlig ungeklärt, wie sich das auf die einzelnen EU-Länder aufteilen werde", gebe der Analyst zu bedenken. Bis dahin sei es außerdem wichtig, dass die hiesigen Unternehmen ihren Exportanteil am Umsatz erhöht hätten. "Im Ausland sind die Preise höher." Einige seien schon international aktiv, andere hätten sich aber hauptsächlich auf den deutschen Markt konzentriert.

Nachdem einige Anleger Ende Februar auch aus dem vietnamesischen Aktienmarkt ausgestiegen seien, würden sie jetzt wieder munter kaufen. Die drei erhältlichen Anlagezertifikate (Vietnam Top Select Zertifikat auf Aktienkorb [Deutsche Bank AG, Niederlassung London]), (Index Zertifikat auf DWS Vietnam TR [DWS GO S.A.]) und (Tracker Zertifikat auf Vietnam Opportunity [Landesbank Berlin Girozentrale, London Branch]) stünden auf der Liste der meist gehandelten Werte der vergangenen 7 Tage ziemlich weit oben.

Etwas breit gestreuter, und damit risikoaverser würden die Käufer des DWS Next 11 Trend-Papiers (Index Zertifikat auf DWS Next 11 Trend TR [DWS GO S.A.]) agieren. Das Zertifikat sei an einen Index der DWS gekoppelt. Dieser Index enthalte Unternehmen aus 8 der 11 Länder, die nach einer Studie von Goldman Sachs besonders hohes Erfolgspotenzial vorweisen würden - die so genannten Next-11-Trend-Länder. Dabei handele es sich um Mexiko, Südkorea, Indonesien, Ägypten, Pakistan, Türkei, Philippinen und Vietnam.

Um Kasachstan sei es inzwischen an der Börse Frankfurt ruhiger geworden, würden die Skontroführer vom Parkett berichten. (13.03.2007/zc/a/a)