Samstag, 01.10.2022 10:05 von dpa-AFX | Aufrufe: 971

Allen Krisenherden zum Trotz winkt dem Dax versöhnliches Jahresende

Wertpapierkurse in einer Zeitung (Symbolbild). pixabay.com

FRANKFURT (dpa-AFX) - Ukraine-Krieg, Rekord-Inflationsraten, anziehende Zinsen, Rezessionssorgen: Am Aktienmarkt gibt es derzeit Krisen zuhauf - und dennoch könnte sich der deutsche Leitindex Dax Experten zufolge zum Jahresende hin etwas von der monatelangen Talfahrt erholen. "An den Börsen hat sich ein gewisser Krisen-Gewöhnungseffekt eingestellt", sagt Robert Halver, Leiter Kapitalmarktanalyse der Baader Bank. Dies gelte vor allem mit Blick auf weitere Eskalationsstufen von Kremlchef Wladimir Putin im Ukraine-Krieg wie etwa die Annexion der russisch besetzten Gebieten der Ost-Ukraine und die Teil-Mobilisierung russischer Streitkräfte. Diese Maßnahmen würden eher als Verzweiflungstat von Kremlchef Wladimir Putin ausgelegt.

Größere Sorgenfalten bereiteten den Börsianern zuletzt dagegen die rekordhohen Inflationsraten in Europa und den USA. Diese bringen die Notenbanken weltweit unter Zugzwang und damit die Aktienkurse unter Druck.

Beim Blick auf den Kursverlauf des Dax in den letzten Monaten fällt denn auch Optimismus schwer. Hatte die Erholungsrally nach dem Corona-Crash das Börsenbarometer noch im November auf ein Rekordhoch bei gut 16 290 Punkten gehievt, herrscht am Aktienmarkt in diesem Jahr bislang die große Tristesse. Der Leitindex verzeichnete am Freitag das dritte Quartal in Folge ein Minus, und zwar in Höhe von gut fünf Prozent.

Seit Anfang Januar gerechnet steht beim Dax ein Abschlag von fast 24 Prozent zu Buche. Die größte Zäsur für den Aktienmarkt war in diesem Jahr der Überfall Russlands auf die Ukraine, der am 24. Februar startete. Neben dem menschlichen Leid werden allmählich auch die wirtschaftlichen Konsequenzen dessen immer sicht- und spürbarer: Neben gestörten Lieferketten sind laut dem Analysten Volker Sack von der Landesbank NordLB nach oben geschossene Energiepreise im Zuge der Sanktionen gegen Russland zu nennen, die mit einer beträchtlichen Dynamik der Inflation einhergingen. Damit bleibe die Lage am Aktienmarkt auch nach sieben Monaten Ukraine-Krieg angespannt.

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--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---

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