Albert Darboven darf Andreas Jacobs nicht adoptieren

Dienstag, 11.12.2018 14:22 von Handelsblatt - Aufrufe: 153

Der Hamburger Kaffee-König wollte den Spross der Bremer Kaffee-Dynastie zu seinem Sohn und Nachfolger machen. Doch ein Gericht verhindert den ungewöhnlichen Plan.

Es war eine der unglaublichsten Ankündigungen unter den an verworrenen Familiengeschichten nicht armen deutschen Unternehmerdynastien: Im Sommer wurde bekannt, dass Hamburgs Kaffee-König Albert Darboven ausgerechnet Andreas Jacobs, einen Spross der Bremer Kaffee-Dynastie Jacobs, adoptieren wollte.

Der 82-jährige Unternehmer wollte so sein Vermächtnis sichern – gegen den ausdrücklichen Widerstand seines leiblichen Sohns Arthur. Doch aus dem ungewöhnlichen Plan wird nun vorerst nichts. Das zuständige Gericht lehnte die beantragte Erwachsenenadoption ab.

Ein Sprecher des zuständigen Landgerichts in Hamburg-Blankenese sagte dem Handelsblatt, der Antrag sei zurückgewiesen worden. Damit darf Darboven den 28 Jahre jüngeren Unternehmer vorerst nicht zum Familienmitglied machen. „Mit Rücksicht auf die Persönlichkeitsrechte der Betroffenen“ wollte der Gerichtssprecher keine Angaben zu den Gründen machen.

Wahrscheinlich ist, dass das Gericht die hohen Hürden nicht als überwunden ansah, die der Gesetzgeber vor eine Erwachsenenadoption gestellt hat. Sie darf laut Gesetz nur dann genehmigt werden, wenn eine Art Familienverhältnis bereits besteht. Das soll verhindern, dass nur aus wirtschaftlichen Gründen adoptiert wird. Albert Darboven und seine Frau Edda hatten daher argumentiert, Jacobs stehe ihnen persönlich sehr nahe. Die drei verbinde etwa die Liebe zum Pferdesport. Das Gericht teilte diese Darstellung offenbar nicht. Wie es jetzt weitergeht, ist offen.

Denn es gibt einen Grund dafür, dass Albert Darboven schon früher öfter geäußert hat, er könne sich eine Adoption eines Nachfolgers vorstellen: Laut Unternehmenssatzung darf nur ein enges Familienmitglied das Idee-Kaffee-Unternehmen J. J.  Darboven führen. Darboven selbst war daher als junger Mann von seinem kinderlosen Onkel adoptiert worden. Die Klausel verhindert, dass Darboven einen Nachfolger einfach bestimmen kann.

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